SCO will Urheberrechte an Unix einklagen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von kawi, 22. Januar 2003.

  1. kawi

    kawi Revolution 666

    Okay, dann doch eher im Smalltalk Brett :)

    Das Ende von Open Source?
    Die haben doch einen an der Waffel!
    kriegen selbst nix auf die reihe und plötzlich fällt denen ein das ja ihre Firma irgendwie was mit dem Ur-Unix zu tun hat und das man da ja Kohle rausschlagen kann ...

    Interessant auch die Forumsbeiträge zum Thema bei heise.
    Hier der Artikel:

    http://heise.de/newsticker/data/anw-22.01.03-009/

    Staranwalt soll für SCO Unix-Urheberrechte prüfen

    Linux-Distributor und Unix-Anbieter SCO will seine Rechte an Unix prüfen und notfalls auch von einem Staranwalt durchsetzen lassen. Dafür hat das Unternehmen, das einst Caldera hieß, unter anderem David Boies von der Kanzlei Boies, Schiller & Flexner LLP engagiert. Außerdem gibt es in dem Unternehmen jetzt eine eigene Rechte-Abteilung SCOsource.

    Einige Patente, Urheberrechte und Kerntechnologien im Besitz von SCO datiert das Unternehmen auf das Jahr 1969 zurück, als in den Bell Laboratories der erste Unix-Quellcode programmiert wurde. SCOsource soll mit Hilfe von Boies laut US-amerikanischen Medienberichten Betriebssysteme wie Windows, Mac OS X, BSD-Versionen und Linux-Distributionen auf mögliche Urheberrechtsverstöße prüfen und Ansprüche sicherstellen. Der Anwalt vertrat unter anderem das US-Justizministerium im Kartellrechtsprozess gegen Microsoft und die Musiktauschbörse Napster.

    Chris Sontag, Manager bei SCO, stellt klar: "Der größte Anteil am grundlegenden geistigen Eigentum in Unix kommt von SCO. Linux teilt die Philosophie, Architektur und APIs mit Unix." Ab sofort seien bei SCOsource Lizenzen für Bibliotheken des SCO System V für Linux zum Preis von 149 US-Dollar für Hardware-Hersteller, Dienstleister und Endnutzer erhältlich, damit sie Linux- und Unix-Technologien kombinieren und Unix-Anwendungen unter Linux laufen lassen können. Spezielle OEM-Lizenzen und für Unternehmen sowie weitere Lizenzprogramme für die Verwendung von Unix-Code sollen folgen. (anw/c't)
     
  2. joerch

    joerch New Member

    die sind doch irre...

    tststs *kopfschüttel*
     
  3. ughugh

    ughugh New Member

    >>das Unternehmen auf das Jahr 1969<<

    Dann ist das doch ok - bis das durch alle Instanzen in Amerika durch ist, sind die Patente wahrscheinlich erloschen. :)
     
  4. oli2000

    oli2000 Rest-Optimist

    > Linux teilt die Philosophie (&) mit Unix.

    Wenn das nicht schon Grund genug ist, ein paar Millionen Dollar dafür zu verlangen. Ich finde schon.

    Ist allerdings schade, dass die Telekom mit ihren Ansprüchen auf die Farbe Magenta nicht so weit gekommen ist.
     
  5. cpp

    cpp programmierKnecht

    fast niemand dürfte SCO bibliotheken in seiner distri haben, um programme die für SCO unix geschrieben wurden, auszuführen. ist eher ein furz im wasserglas würde ich mal behaupten. und die benutzter, die diese bibliotheken einsetzen zur kasse zu bitten ist wohl rechtens.
    zur darstellung von kantengeglätteten fonts unter X11 mit hilfe der freetype library hält Apple auch ein patent, was es leider verhindert, dass der fonts dann unter Linux/Unix schön aussehen, da niemand dafür bezahlt.

    cpp
     
  6. oli2000

    oli2000 Rest-Optimist

    Aber die Philosophie von UNIX! Ist das etwa nix?
     
  7. cpp

    cpp programmierKnecht

    wenn sie ein patent für diese sachen haben und Linux diese benützt ist es ja wohl ein echter rechtsverstoss. nur weil Linux draufsteht, setzt das ja wohl nicht geltendes recht ausser kraft. und wie gesagt, Apple hält sich bei solchen dingen ja auch nicht zurück. warum auch, sie haben geld für die entwicklung und patentierung ausgegeben und wohlen dafür auch entlohnt werden.
    http://www.freetype.org/patents.html

    cpp
     
  8. kawi

    kawi Revolution 666

    Es geht nicht um Patente, sondern um Urheberrecht und da siehts mitunter ziemlich mau aus, vor allem was die beweislage betreffen sollte...
     

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