Seit wann gibt es denn Vollbilder…?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von iStoffel, 28. Dezember 2004.

  1. iStoffel

    iStoffel New Member

    Hallo Forum,

    ich habe mir gestern seit langem mal wieder ne DVD unter OS X mit dem Apple DVD Player 4.0 (10.3.7) angeschaut und war ein wenig irritiert: Ich hatte eine Vollbildausgabe (Progressive), war das schon immer so?
    Ich spreche jetzt natürlich vom Monitor, nicht vom Composite-Ausgang (für TV).
    Wenn ich mich recht entsinnen kann, kamen da sonst immer nur Halbbilder raus (mit dem Kammeffekt), oder hat der Schnee (es schneit hier oben:) mein Gehirn negativ beeinflusst?

    iStoffel
     
  2. RSC

    RSC ahnungslose

    jepp!


    siehe das bils unten.
     
  3. kawi

    kawi Revolution 666

    es soll auch DVDs geben die bieten beide Varianten an und spielen wahlweise interlaced/progressive (wurde mir mal erzählt)

    Vielleicht hast du ja auch ne DVD erwischt die generell aus Vollbildern besteht? solls ja auch geben.
     
  4. iStoffel

    iStoffel New Member

    @RSC

    was meinste mit jepp? Mein Gehirn? Auf dem Bild sehe ich nur ein Kontext-Menü,
    wie haste denn das gemacht:confused:


    @kawi

    Ich habs mit mehren DVDs ausprobiert… alles Vollbilder.
    Sogar unter VLC und QuickTime.
    Und du hast recht: link zu ner Seite
    Progressive und interlaced DVDs gibt es…
     
  5. RSC

    RSC ahnungslose

    Also Liebes,

    es geht ja ganz einfach: unter "EInstellungen" kannst Du "Präsentationsmodus" (de-/)aktivieren, sodass gleich beim Starten der Player in der Vollbildausgabe läuft. Oder wärend - mit der "rechten" Maustaste Menu aufrufen (das, was du auf'm ersten Bild gesehen hast) und da umschalten.
    Nachtrag: Auch im "Präsentationsmodus"-Menu kannst Du Alles nach deinen Wunsch anpassen.
     
  6. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    Liebes RSC ;),

    Du verwechselst Vollbild-Ausgabe mit Vollbild-Ausgabe :cool:

    iStoffel meinte, dass pro Bild früher standardmässig zwei Halbbbilder (also jede zweite Zeile) ausgegeben wurden, während die Ausgabe im aktuellen DVD-Player durch Vollbilder glänzt (und damit der Kammeffekt reduziert wurde).

    Das alles hat mit dem Präsentationsmodus "Vollbild" nix zu tun.

    Ciao
    Napfekarl
     
  7. RSC

    RSC ahnungslose

    so... jetzt habe ich in fettnäpfchen getretten....:embar:
     
  8. Huitzilopochtli

    Huitzilopochtli New Member

    Die Bilder im DVD-Standard liegen immer als Vollbilder (Mpeg2) vor. Es ist Aufgabe des DVDPlayers (oder der Software) diese zu wandeln und dann progressive (einzelne, ganze Bilder) oder interlaced (Halbbilder) darzustellen.

    Wenn man sich einen Film auf dem Computer anschaut macht es natürlich Sinn sich einen Film progressive anzuschauen, da ein Monitor ganze Bilder darstellen kann. (computer muss schnell genug sein)
     
  9. Amigoivo

    Amigoivo 1 QUADianer

    Moin Folks,

    is ja geil. :eek:

    Jetzt kann ich mir endlich meine MOBY Play DVD anschauen ohne einen Augen Katharr zu bekommen. :D
    Bei normalen Filmen ists ja nicht so extrem aufgefallen, aber bei Computeranimationen schon.:crazy:

    MfG Ivo
     
  10. kawi

    kawi Revolution 666

    Nicht zwangsläufig. Ein MPEG2 DVD stream kann sowohl interlaced oder deinterlaced vorliegen. Das liegt in der Entscheidung dessen der die DVD produziert. Oft nach Haupteinsatzgebiet der DVD.
    Und auf der Mehrzahl der am Markt befindlicher Video DVDs befindet sich der MPEG Stream als Halbbilder, weil sie grundsätzlich hauptsächlich für die Vidergabe am TV gedacht sind.

    Es ist jedoch so, das DVD Player am Computer in den letzten Jahren entweder hardwareseitig oder software seitig mehr und mehr in der Lage sind das Bild beim betrachten zu de-interlacen. So das man die störende Halbbild Optik nicht mehr wahrnimmt. merkt man wenn man sich nen Film mal auf nem älteren Rechner mit älterer Systemsoftware ansieht und auf nem neuen Rechner mit aktueller Software.
    Der Computer DVD Player deinterlaced also beim abspielen immer öfter und besser selbst.
    Selbst wenn die Video DVD aus Halbbildern besteht, was nach wie vor zu größten teilen der Fall ist, auch wenn es neuerdings vermehrt DVDs gibt die komplett deinterlaced sind.

    siehe hier
    => http://darkstar.tabu.uni-bonn.de/~neo/progressive.html


    Vollbilder sind aber kein grundsätzliches merkmal. Weder von DVD Video noch von MPEG2
     
  11. Huitzilopochtli

    Huitzilopochtli New Member

    Der DVD Standard (PAL) ist:

    Mpeg2
    Bildhöhe: 720 Pixel
    Bildbreite: 576 Pixel
    Bildwiederholrate: 25 VOLLBILDER/s

    Siehe hier: http://www.nickles.de/artikel/html/197.php3

    Alles andere würde ja auch keinen Sinn machen, da das Ausgangsmaterial beim Film ja auch ein Vollbild in Form eines 35 mm Negativs ist. Es ist dann die Aufgabe des DVD-Players das Ausgangssignal als interlaced (Halbbilder) auszugeben, damit man es auf einem Fernseher ansehen kann.

    Leider gibt es wirklich ein paar DVD-Hersteller, die Mist gebaut haben, und ihre Filme von vornherein interlaced haben, was wie gesagt keinen Sinn macht! Also wieder einstampfen!

    Aber der größte Teil (eigentlich die meisten Hollywood-Filme) liegt deinterlaced, entsprechend des DVD-Video Standards vor.

    Anders sieht es bei Filmen bzw. Serien aus, die interlaced aufgenommen werden. (v.a. Serien) Da würde es natürlich keinen Sinn machen, sie deinterlaced zu komprimieren.

    Ist aber sowieso alles egal, weil hoffentlich bald die HD-Standards 1080i, 720p, 576p und 576i auch in Deutschland eingeführt werden. Bei der besten Auflösung darf man sich dann an einer
    Auflösung von 1920px x 1080 mit VOLLBILDERN!! erfreuen. Schaut wirklich super aus!

    Es gibt wohl schon einige DVD's die HD-codiert sind (soweit ich weiß Tombraider)

    Ok, Schluss.
     
  12. iStoffel

    iStoffel New Member

    Ich habe jetzt mal ein paar meiner DVDs gecheckt:
    Der Hauptfilm ist progressive (Vollbilder), die Extras
    durchgehend interlaced.

    Also kann der Apple DVD-Player (v 4.0) nicht deinterlacen.
    Oder nennt man das Progressiven? :confused:


    Huitzilopochtli schrieb:
    Der DVD Standard (PAL) ist:

    Mpeg2
    Bildhöhe: 720 Pixel
    Bildbreite: 576 Pixel
    Bildwiederholrate: 25 VOLLBILDER/s

    Du hast Breite und Höhe vertauscht… :eek:


    Es gibt wohl schon einige DVD's die HD-codiert sind
    (soweit ich weiß Tombraider)
    Diese DVDs (bitte ohne Apostroph :party: ) sind
    mit Windoof Media Dingens kodiert… will ich nicht :D

    Der HD-Standard wird noch eine Zeit brauchen, bis er sich durchgesetzt hat. Mann braucht ein neues Fernsehgerät, Receiver, Recorder (zum aufnehmen) bzw. einen Mac/PC, der auch schnell genug ist, die Daten zu darzustellen (meiner kanns nich… ich habe nur eine bessere Dia-Show).

    Ende


    iStoffel
     
  13. kawi

    kawi Revolution 666

    ähem der PAL standard legt nicht fest das das Bild in 25 VOLLBILDERN vorliegt oder vorliegen muß, sondern das die Bildwiederholrate bei 25 (Voll)Bildern pro Sekunde liegt. (frames per second) Diese Bildwiederholrrate kann sich aber legitim auch aus 50 Halbbildern zusammensetzen, was in der (noch) übhlichen TV Technik auch so gehandhabt wird.

    Jedes normale Videobild das von TV Sendern, von Video Recordern, DVD Playern etc. ausgegeben wird, besteht jeweils aus zwei Halbbildern die auf der Bildröhre zu einem ganzen Bild zusammengesetzt werden. (im Falle von PAL in einer Bildwiederholrate von 25 f/s)
    In dem Fall spricht man von InterlacedDiese Technik ist schon sehr alt und wurde als Kompromiss eingeführt, weil in der TV Entstehungzeit die Videodaten noch nicht in genügend grosser Bandbreite übertragen werden konnten. Durch einen technischen Trick gelang es das Menschliche Auge zu überlisten. Normalerweise nimmt das Auge alles was unter 50 Bildwiederholungen pro Sekunde liegt, als Flimmern wahr. Somit hätte man ein PAL Fernsehbild mit 50Hz zu je 625 Zeilen ausstrahlen müssen, was eine Zeilenfrequenz von 50*625 = 31.250Hz (=32kHz) ergibt. Dieses war technisch noch nicht möglich und auch die Röhrentechnik war noch nicht weit genug entwickelt um dieses zu Bewerkstelligen. Der Trick liegt nun darin, keine 50 Vollbilder pro Sekunde mit je 625 Zeilen zu übertragen, sondern nur 50 Halbbilder mit jeweils 312.5 Zeilen. Auf der Röhre zusammengesetzt ergibt dieses zwar nur 25 Vollbilder pro Sekunde, aber dadurch das 50 Halbbilder jeweils um eine Zeile versetzt auf die Bildröhre geschrieben werden, das Auge etwas träge ist und die Bildröhre entsprechend lange nachleuchtet, konnte man das Problem so umgehen und das Flimmern unterdrücken,

    Der grosser Nachteil dieser Halbbildtechnik liegt allerdings darin, das es zu Bewegungen zwischen den Halbbildern kommen kann, weil diese ja auch von der Kamera nacheinander aufgenommen werden. Bewegt sich also ein Objekt von links nach rechts, nimmt das erste Halbbild das Objekt an einem anderen Platz auf, als das zweite Halbbild weil es sich ja inzwischen weiter bewegt hat. Auf der Bildröhre soll es aber als ein Bild erscheinen, was dann aber nicht mehr sauber gelingt. Das Objekt wirkt ausgefranzt, weil ja die ungeraden Zeilen des ersten Halbbildes das Objekt etwas nach links versetzt zeigen, während die geraden Zeilen des zweiten Halbbildes das Objekt etwas weiter rechts zeigen. Da dieses ja abwechselnd Zeilenweise passiert, wirkt das ganze Bild nicht mehr als ein ganzes Bild, sondern durch die Verschiebungen zwischen den geraden und ungeraden Zeilen ausgefranzt.

    Progressive Scan bedeutet nichts anderes als Vollbilder. Die jetzt in der Fernsehtechnik angewandete Halbbildtechnik hat einige Nachteile, die man mit der Vollbildtechnik nicht mehr hat. Auf allen DVDs die von der Vorlage Kinofilm erstellt wurden, entweder direkt Vollbilder, oder zwei Halbbilder aus der sich wieder ein Vollbild erstellen läßt, gespeichert. Bei allen anderen Vorlagen (Studiotechnik etc.) sind normale Halbbilder gespeichert.

    PALDas PAL (Phase Alternation Line) System verwendet 576 sichtbare und total 625 Bildzeilen. Das Bild wird in 50 Halbildern (Interlaced) übertragen, was eine Bildwiederholfrequenz von 50 Hz ergibt. Der PAL Farbträger hat eine Frequenz von 4.43 Mhz. Ein PAL Bild hat eine Horizontalfrequenz von 15625 Hz (625 Zeilen * 25 Frames).

    Also nur weil PAL 25 Bilder pro sekunde anzeigt heisst das nicht das dies automatisch 25 VOLLBILDER sein müssen, zumal ein normales Röhren TV gerät seine 25 f/s ja so oder so aus 50 Halbbildern zusammensetzt um eben jene 25 Bilder pro Sekunde zu erreichen.
    Die Bildwiederholrate hat im Grunde *nichts* damit zu tun das das Material tatsächölich aus 25 VOLL Bildern besteht.

    Und genau deswegen haben DVD hersteller die interlaced einsetzen weder Mist gebaut, noch gehören diese DVDs zwangsläufig eingestampft. Allerdings geht der Trend mit zunehmender Digitalisierung von Unterhaltungsmedien und auch Übertragungssignalen eines TV Bildes dahin das Material interlaced in Zukunft mehr und mehr an bedeutung verlieren wird.

    Quelle (um einiges ausführlicher)
    => http://www.dvd-tipps-tricks.de/main/info-bildformate.php
     
  14. Huitzilopochtli

    Huitzilopochtli New Member

    Bitte: "kann's" (mit Apostroph, da es sich um die Kurzform von "kann es" handelt)

    Aber danke, dass du mich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht hast. War ein Flüchtigkeitsfehler.

    Bitte: "die Daten darzustellen"

    :crazy: Wenn, dann will ich auch Schlaumeier mitspielen!

    Habe ich nie behauptet. Ich habe nicht gesagt, dass der PAL Standard Vollbilder voraussetzt (warum sollte das Sinn machen, wenn die wenigsten Fernseher Vollbilder darstellen können?). Ich meinte den DVD Standard mit der PAL Auflösung im Gegensatz zur NTSC-Auflösung.

    Fazit: Ich kann nur nochmals auf http://www.nickles.de/artikel/html/197.php3 verweisen. Ist doch nicht so schwierig:

    Analoges PAL-Fernsehen: 50 Halbbilder/s
    DVD (Mpeg2): 25 Vollbilder/s
     

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