@ Selbstständige: Direktkrankenkassen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von iGelb, 13. Juli 2004.

  1. iGelb

    iGelb New Member

    Liebe Mit-Freien,

    was für Erfahrungen habt ihr mit Direktkrankenkassen gemacht oder was haltet ihr davon?

    Die normalen Krankenkassen (ich bin bei der BKK) werden immer teurer und als ich letztens ausnahmsweise mal krank war, musste ich so gut wie alles selber bezahlen. Kann ich auch direkt zu einer geizgeilen Kasse gehen. Was meint ihr?
     
  2. maccie

    maccie New Member

    Ich bin gerade dabei, mir von meiner BKK Mobil Oil meinen Beitrag ausrechnen zu lassen, mal schau'n, was dabei 'rüberkommt.
     
  3. donald105

    donald105 New Member

    was ist eine direkt-krankenkasse?
     
  4. Macci

    Macci ausgewandert.

    Die zum Beispiel. Bin ganz zufrieden, allerdings auch fast nie krank ;)

    und das mit "TÜV gepfüfte Kundenzufriedenheit" :D
     
  5. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Randnotiz

    Wer von euch hauptberuflich als selbstständiger Künstler oder Publizist tätig und noch nicht bei der KSK gemeldet ist:

    Aufnahmeantrag an die Künstlersozialkasse schicken. Bei Aufnahme (= Feststellung der Sozialversicherungspflicht nach dem KSVG) reduzieren sich die Krankenkassenbeiträge auf 50 Prozent. Die übrigen 50% zahlt die KSK aus einem Topf, der mit einem Zuschuss des Bundes und Abgaben der Verwerter (Verlage etc.) gefüllt wird. Das 50%-Prinzip gilt übrigens auch für die Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge.

    http://www.kuenstlersozialkasse.de/
     
  6. maccie

    maccie New Member

    Naja, außer dem Forums-Virus, heimtückisch sage ich Euch, hat oft eine Inkubationszeit von Jahren, aber dann wird's heftig *g*
     
  7. donald105

    donald105 New Member

     
  8. donald105

    donald105 New Member

    Hab ich versucht. Die sagten mir dort aber, dass das nicht für Privatversicherte gilt. Da hätte ich meine Versicherung verlassen müssen und in eine Pflichtversicherung wechseln.
    Und meine Ansparsumme bei der DKV wäre dahin.
    Weiß einer mehr?
     
  9. petervogel

    petervogel Active Member

    Das mit dem Reduzieren ist zwar schön und gut, aber in der Praxis sieht das dann beispielsweise so aus:
    Man bekommt ein Schreiben von Gruner + Jahr in dem angefragt wird, ob man bei der Künstlersozialkasse ist und wenn ja, dass man denen seine Nummer etc. mitteilt. Als letzter Satz steht dann zu lesen: Wenn Sie in der Künstlersozialkasse versichert sind, dann behält Gruner + Jahr sich das Recht vor von allen Vergütungen an Sie 7% einzubehalten und an die KSV abzuführen.

    Genau so ein Schreiben habe ich gerade vor ein paar Tagen bekommen. Das heisst nämlich im Grunde, dass man den vollen Betrag sowieso selber zahlen muss, indem man seinen Zuschuss von der Rechnung abgezogen bekommt. Für Leute die sehr viel mit solchen Verlagen zusammen arbeiten ist das natürlich sehr schlecht, da letztendlich 7% Abzug bei jeder Rechnung auf das Jahr gesehen weit mehr Kohle sein kann, als man selber bezuschusst bekommt. Insofern kann man sich nur damit trösten, dass man seine Künstlerkollegen solidarisch mitfinanziert ;)
     
  10. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    @ donald105

    Leider keine Ahnung. Vielleicht mal bei KSK und DKV nachfragen, was wie gehen könnte.


    @ petervogel

    Übles Geschäftsgebaren. Blieb bisher zum Glück von solchen Giftbriefen verschont.
     
  11. petervogel

    petervogel Active Member

    Das klingt aber komisch? Ich war lange im Ausland und als ich zurück kam und anfing freischaffend zu arbeiten, da wollte mich die DAK und Konsorten nicht mehr. Letztendlich blieb mir nur übrig mich privat zu versichern. Das war 1992. Heute würden sie mich wohl wieder mit Handkuss nehmen, die Deppen!
    Ich bin in der KSV und muss denen jedes jahr einen Beleg über gezahlte Beiträge zur privaten Krankenversicherung schicken. Danach wird mein Zuschuss zur Krankenversicherung berechnet und der wird dann mit meiner Rentenversicherungszahlung verrechnet womit ich dann nur relatv kleine Monatsbeiträge zur Rentenversicherung zahlen muss.
    Insofern stimmt die Auskunft eher nicht oder die haben ihre Kriterien geändert? Oder es weiss wieder mal keiner dort richtig bescheid; denke mal, dass letzteres zutreffen könnte.
     
  12. petervogel

    petervogel Active Member

    das machen die grossen verlage alle, weil sie ja selber diese prozente abführen müssen. zum glück mache ich nur ab und zu was für die und das eigentlich nur, weil es gut für die referenzliste ist, wenn man in einem namhaften magazin fotos veröffentlicht hatte. die bezahlung für fotoproduktionen ist soweiso eine absolute frechheit bei magazinen.
     
  13. donald105

    donald105 New Member

    Mir kam das auch so merkwürden vor.
    War so'n ganz dynamischer, der mir auch gleich ein formular reinschickte, schon mit datum und kreuzchen für die unterschrift...
    Denn sonst ist doch egal, in welcher KK man ist.
    Vielleicht einfach nochmal versuchen.
     
  14. iGelb

    iGelb New Member

    Zur KSK:

    Du kannst privat versichert sein, wenn du:

    a: Berufsanfänger bist (die ersten 3, unter Umständen auch die ersten 5 Jahre deiner Versicherungspflicht)

    oder du:

    b: Genug Kohle mit deiner freien künstlerischen Tätigkeit verdienst. Der Satz ist in Ost und West unterschiedlich und ändert sich jedes Jahr.

    Lass dir mal von der KSK Infomaterial zukommen und durchstöber die Website.

    Als Berufsanfänger kannst du auch zählen, wenn zwar schon länger frei arbeitest, bis jetzt aber noch nicht KSK-pflichtig warst.
     
  15. petervogel

    petervogel Active Member

    das ist soweiso ein komischer laden. die überprüfen ja auch nie das einkommen und schicken nur einen wisch in dem man angeben muss, was das geschätze einkommen des kommenden jahres sein wird. je weniger man angibt, desto niedriger fallen natürlich die beiträge aus.
    schaut euch mal diese statisitk vom durchschnittseinkommen aller versicherten an:
    http://www.kuenstlersozialkasse.de/index.cfm?542BF40CB1CA423BBC2A0F4BE160DFFA

    wer kann denn davon leben? irgend etwas stimmt da überhaupt nicht.
     
  16. iGelb

    iGelb New Member

    Doch! Und zwar stichprobenartig, und immer häufiger. Wer zu doll schummelt, dem geht's irgendwann an den Kragen.
     
  17. petervogel

    petervogel Active Member

    echt? dann werde ich mal meine nächste jahresmeldung etwas nach oben korrigieren;)
     
  18. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    "An den Kragen" ist etwas zu dramatisch. Nachzahlungen werden meines Wissens nicht erhoben, sondern lediglich die künftigen Beiträge angehoben.

    Den Schaden zu geringer Einnahmeschätzungen hat schließlich der Versicherte, da die späteren Leistungen (Rente etc.) beitragsabhängig dann auch geringer sind.
     
  19. donald105

    donald105 New Member

    soll das p.a. sein? wovon wollen die denn nachher was auszahlen...
    :shake:
     
  20. iGelb

    iGelb New Member

    An den Kragen deshalb, weil die Krankenkassen eventuell Nachzahlungen fordern dürfen - habe da zumindest schon Horrorgeschichten gehört, deren Wahrheitsgehalt ich allerdings nicht kenne.
     

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