Sie wussten's und haben es billigend in Kauf genommen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Morgenstern, 14. Januar 2012.

  1. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Man sollte diesen Halunken die gleichen Arbeitsbedingungen über längere Zeit angedeihen lassen. Klick ...
     
  2. McDil

    McDil Gast

    Wie gesagt: Für 56% an Stelle von 50% Umsatzrendite verlegt man schon mal gerne die gesamte Produktion in Sklavenstaaten, um (noch ein paar Monate) Liebling der Anal-ysten zu bleiben.
     
  3. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Neulich in einer Freitagabendtalkshow (3nach9 ????) hatte die junge Autorin dieses Buch vorgestellt. Im Rahmen des Gespräches schildert sie, wie sie in den Steueroasen auf junge, halbjunge Typen gestoßen war, die die Folgen ihres Tuns mit Schulterzucken quittierten und "na und" sagten auf die Frage, ob es da nicht eine Verantwortung des ökonomischen Handelns gäbe.

    Bei sowas empfinde ich ganz radikal. Da möchte ich Dinge tun, die man eigentlich nun wirklich nicht macht.
     
  4. McDil

    McDil Gast

    Wenn das Gewissen erst mal als Hindernis beim Geld machen erkannt und deaktiviert ist und wenn dann die gesetzlichen Rahmenbedingungen es erlauben, dann werden erfolgsorientierte Profitautisten alles tun, um möglichst viel zu profitieren.

    Niemand, der die FSCPDUP-Grünen immer wieder wählt sollte sich beschweren, dass Europa langsam, langsam aber sicher, sicher in seinen Sozialstandards der 3.Welt angeglichen wird. Der Kapitalismus braucht viele ungebildete Konsumsklaven mit geringer Lebenserwartung und ganz, ganz wenige Elite-Blutsauger, denen alles gehört.

    Noch bestünde die Chance, zu verhindern, dass es so kommt, aber ich bin skeptisch, ob der dumme Michel sie nutzen wird.
     
  5. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Wir brauchen wieder mal sowas.

    Die hiesige Tageszeitung berichtete über ein IHK-Jahrestreffen wie folgt:
    "Weg von den Egozentrikern – hin zum ehrbaren Kaufmann

    800 Gäste beim IHK-Jahresempfang im Stadeum: Meinungsforscher fordert einen Wertewandel
    Landkreis.. Wolfgang Stephan und Lars Strüning
    Damit hatte niemand gerechnet: Ausgerechnet ein Meinungsforscher rief die 800 Gäste des IHK-Jahresempfangs zu einem Wertewandel auf. Neue Spielregeln in Politik und Wirtschaft seien notwendig, die Egozentriker hätten ausgedient, sagte Klaus-Peter Schöppner vom Meinungsforschungsinstitut Emnid. Seine Botschaft: Die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns müssten eine Neuauflage erfahren, und: "Das Zauberwort heißt 'Wir'".
    Weil Demoskopie mit Volksbeobachtung zu definieren ist, glaubt der Emnid-Geschäftsführer zu wissen, wie das Volk tickt. Demnach gebe es einen großen Vertrauensverlust der Menschen, viele wüssten nicht mehr, wer noch die Wahrheit erzähle. Selbst Ärzte und Pastoren kämen nur noch auf 50 Prozent Glaubwürdigkeit, die Politiker werden mit vier Prozent gelistet. Schöppner: "Vertrauen ist eine neue Währung."
    Dazu komme eine gefühlte Ungerechtigkeit durch den Verlust einer staatlichen Fürsorge - nach dem Motto: "Für alles haben sie Geld, nur nicht für mich."
    Diese veränderten Parameter hätten zu einer veränderten Wertestruktur geführt, vom ehrbaren Kaufmann zum Egozentriker. Dazu komme die Angst vor der Globalisierung. Die Welt sei so kompliziert geworden, dass die Menschen sie zum größten Teil nicht mehr verstünden. Schöppner zitierte Kurt Tucholsky aus dem Jahre 1930, der wieder seine Gültigkeit habe: "Das Volk versteht das meiste falsch, aber es spürt das meiste richtig." Die Bürger hätten keine Lust mehr auf die Konfrontationen in der Politik. Rund 90 Prozent der Menschen glaubten, dass die Politiker keinen Masterplan für die Zukunft haben.
    Kein gutes Zeugnis stellte der Meinungsforscher auch den Machtzentralen in den Unternehmen aus: Schöppner sprach von "jungen Controller-Schnöseln" die jeglichen Corpsgeist verhinderten. Der Trend vom "Wir zum Ich", sei vielfach zu beobachten. Zudem schlage das schlechte Image der Dax-Unternehmen auf den Mittelstand nieder.
    Um die Zukunft zu meistern, fordert Schöppner ein Umdenken, einen neuen Wertewandel: "Sage mir, wie du deine Beschäftigten behandelst, und ich sage dir, wie dein Ruf draußen ist" - dieser Satz müsse zum Leitgedanken in den Unternehmen werden.
    Wer seinen eigenen Stil diktiere, werde auf Dauer verlieren. Schöppner: "Der Kümmerer wird in Zukunft der gute Manager sein." Die Marktwirtschaft, so eine seiner Botschaften, brauche dringend neue Spielregeln. Das Wörtchen "weil" müsse wieder einziehen in die Begrifflichkeit, weil die Egozentriker, die einsame Entscheidungen ohne Begründung verkünden, ausgedient hätten. Dazu müsse eine neue Unternehmenskultur geschaffen werden, eine Rückbesinnung auf den symbolischen Handschlag. Schöppner. "Wir brauchen eine Renaissance für die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns."
    "Respekt und Ehre" seien ebenfalls Begriffe, die wieder aufgelegt werden müssten - all das gelte aber nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch und insbesondere für die Politik. "Vertrauen" müsse wieder gewonnen werden.
    Am Ende seines Vortrages forderte Schöppner eine neue Wortschöpfung: Die Buchstaben "Ver..." bei den Begriffen wie Vertrag, Verhandlung, Vertrauen, Verhalten würde er gerne durch "Fair" ersetzen.
    Der Beifall am Ende war groß - größer als zuletzt bei den politischen Reden des IHK-Jahresempfangs.
    Im Interview mit TAGEBLATT-TV nahm Klaus-PeterSchöppner auch zum Fall Wulff Stellung. Seine Kernaussage: Den Kredit hätte er nie annehmen dürfen, aber er solle im Amt bleiben. Was andere IHK-Gäste zum Umgang mit Geschenken sagen, ist ebenfalls in der TAGEBLATT-Wochenschau zu sehen, alles unter
    www.tageblatt.de

    Die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns

    Seit dem 12. Jahrhundert wird in Europa das Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns in Kaufmannshandbüchern gelehrt. Seine europäischen Anfänge finden sich im mittelalterlichen Italien und dem Städtebund der Hanse. Der Ehrbare Kaufmann steht für ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das eigene Unternehmen, für die Gesellschaft und für die Umwelt. Ein Ehrbarer Kaufmann stützt sein Verhalten auf Tugenden, die den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg zum Ziel haben, ohne den Interessen der Gesellschaft entgegenzustehen. Hamburg versucht das Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns bis heute zu wahren, beispielhaft ist die Versammlung "Eines Ehrbaren Kaufmanns" jeweils am Ende des Jahres in der Handelskammer. "


    Ich veröffentliche mal hie den Text, weil der für Nichtabonnenten gesperrt ist.
     
  6. batrat

    batrat Wolpertinger


    :confused:
     
  7. McDil

    McDil Gast

    Anal-ysten sind für'n Arsch. Capisce?
     
  8. maclin

    maclin New Member

    Wortspiele kommen nicht so gut bei ihm an.
     
  9. batrat

    batrat Wolpertinger

    Si :biggrin:
     

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