Sinnfrage an Kate/Klapauzius/Unixer

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von Giadello, 12. Februar 2002.

  1. Giadello

    Giadello New Member

    (Einleitendes Gesalber)
    Ich war einige Wochen nicht im Forum - und habe jetzt eine Menge nachzuholen. Vor allem aber habe ich anscheinend wilde Diskussionen verpaßt, in denen deutlich wird, daß das Apple-X-Thinking einigen zu different ist. Der Weltanschauungsk(r)ampf ist recht amüsant zu lesen ... auf der einen Seite die recht unkomplizierte OS 9 - Vergangenheit, auf der anderen Seite die Tatsache, daß sich Unix zwar gut verpacken, aber nicht ganz umgehen läßt.
    Und das ist gut so... ;) Insgesamt ziehe ich auch bei geringem technischen Eigenverstand meinen virtuellen Hut vor Apple.

    Mein Dank geht auch an alle hier im Forum, die versuchen, eine Brücke zu schlagen zwischen den Erwartungen und der realen Technik - sozusagen zwischen dem schicken Aqua und dem nüchternen Terminal-App. Ich habe doch ein wenig gelernt beim Aufarbeiten und habe mich köstlich amüsiert, als klapauzius in seinen Italo-Slang verfiel ...
    --

    (Frage)
    Eines treibt mich jedoch noch um: Wie sinnvoll ist das Anlegen und hernach die Arbeit mit einem Non-Admin-Benutzer?
    In meiner Win-NT-Zeit habe ich mich einen Dreck um gute Ratschläge geschert und meistens als Admin (der dort ja auch root ist) gearbeitet. Bei gelegentlichen Linux-Ausflügen war ich da schon vorsichtiger, schließlich kannte ich das System nicht und hätte ja was kaputtmachen können. Neuere Distris machen dem User ja auch optisch klar, daß man als root auf potentiell gefährlichen Pfaden wandelt (Suse-Bomben-Desktop).
    Und X? Versteckt erstmal den root. So weit, so gut. Aber der erste User ist ein Admin, und es gibt keinen Hinweis darauf, daß man auf einem Einzelplatzrechner besser als Non-Admin arbeitet.
    Gibt es Argumente für einen Non-Admin-Account? Sicherheitsaspekte? Performancevorteile (spüre ich nicht, eher gegenteilig)? Könnt Ihr da raten?
     
  2. sndryczuk

    sndryczuk New Member

    Wie ich das bisher verstanden habe ist das nur ein Sicherheistaspekt oder eine Frage der Ordnungsstruktur. Es kann aber auch sein, dass unter einem Programm einmal Probleme aufkommen, die du eventuell mit einer Neuanmedlung und einem neuen User bewältigen kannst, da die Preferences bsp. dann andere sind.
     
  3. Giadello

    Giadello New Member

    Ja, "sicher" ist aber so ein diffuser Begriff. Sicher ist ein System dann, wenn der Unsicherheitsfaktor Mensch einerseits so eingeschränkt wird, daß das System unbeschadet bleibt, er andererseits aber nicht in seinem Arbeitsfluß (hehehe) behindert wird (und gar versucht, den Zaun zu überwinden).

    Ein Non-Admin-Account hätte m.E. nur dann einen Vorteil, wenn er das leistet. Von Vorteil wäre außerdem ein leichter Performance-Gewinn, wenn beim Starten eines Admin-Accountes zB ein paar Jobs mehr starten.
     
  4. MacELCH

    MacELCH New Member

    Moin Giadello,

    root ist nicht gleich admin, daß wirst Du vermutlich schon mitbekommen haben. Mit Root hast Du die Gewalt über Deinen Mac ihn wirklich zu schrotten (bzw. das System), mit einem Admin Account kann man einiges schrotten aber nicht alles. Mit einem User Account kann man keine Software ungefragt insatellieren. Ist vor allem sinnvoll, wenn man mehrere Benutzer auf einem System hat.

    Bei korrekter Einstellung können die User nur ihre eigene Daten anschauen und verändern. Nur der Public Folder ist für alle zugänglich.

    Es macht schon Sinn den Admin Account nur für Software Installation und Grundeinstellungen ändern zu verwenden, schließlich soll ein User ja nicht einfach Deine Internet Voreinstellungen ändern können oder etwa doch ?

    Gruß

    MacELCH
     
  5. Giadello

    Giadello New Member

    @MacElch:

    Admin ungleich root. Das war mir schon klar, schließlich schrieb ich, X versteckt ihn. Das Forum erklärt einem ja an mehreren Stellen, wie man zum Superuser wird (während Windows NT keinen Unterschied kennt).

    Auch daß ich einem Rechner mit mehreren Nutzern, respektive in einem Netzwerk kaum jeden User zum Admin machen würde, ist klar. Mich interessiert, s.o., der Einzelplatzrechner, mein kleines, stolzes PB. Unter OS 9 haben wir uns mehr als vertragen, mit X.1 hatten wir schon jede Menge Spaß - und das soll so bleiben ;), so performant und sicher wie möglich.
    Daher meine Frage.
     
  6. curious

    curious New Member

    Ich benutze mein Ti-book und MacOSX auch als Einzelner....also mir hat ein ein Unixler geraten, einen weiteren Useraccount als sogenannte Alltagsplattform einzurichten, und nicht auf der Admin Ebene rumzuwursteln (bloß nutzen um z.B. zentrale verwaltete Programme zu installieren).

    Wenn ich in Netz gehe, tue ich das halt mit dem zusätzlichn Userpofil,
    für den Fall das ich mir Viren oder ähnliches übers Internet einfange (wird
    wohl etwas brisanter sein als noch unter MacOs 9.x). Geht irgendwas schief , werden mir nur auf dieser Ebene die Programme zerschoßen, auch denke ich
    das diese Ebene auch Angriffe auf die ADMINebene blockt.

    Für die Arbeiten mit Programmen ist es halt genauso. Fällt ein programm mal aus dem Rahmen , dann halt nur auf der entsprechenden User Ebene.

    Hört sich doch gut an!!

    Gruß

    curious
     
  7. Kate

    Kate New Member

    Als Einzelplatz-, Singleuser-, Schlepptop-einstellung reicht ein normaler Admin Account auch mit automatischem Einloggen, so dass Du erstmal kaum einen Unterschied zu OS9 merkst.

    Es ist zu blöd wenn Du einen non-Admin User einrichtest und dann nicht einmal z.B. beim Softwareupdate das neue Quicktime installieren kannst.
    Apple sieht das anscheinend ähnlich und hat ja deswegen diesen Kompromiss erschaffen.

    Als Admin kann man auch kaum ernsthaft etwas kaputt machen, es sei denn man legt es darauf an.

    Und für die gelegentlichen Ausflüge ins Terminal gibt es auch zunehmend Ersatz in Form von kleinen Tools, die die Ärgernisse vermeiden helfen, wie z.B. nicht löschbare Mülleimer. Also auf meinem iBook muss ich nur sehr selten mal als root tätig werden, weil ich am GUI herumprogrammiere. Also sollte es für die meisten auch eine Ausnahme bleiben.
     
  8. MacELCH

    MacELCH New Member

    Das mit dem automatischen Einloggen würde ich nicht machen, da somit jeder auf Deinen Rechner automatisch zugreifen kann. Möglicherweise möchtest Du dies aber nicht, außer wenn Du Deinen Rechner nur Zuhause hast.

    Gruß

    MacELCH
     
  9. Kate

    Kate New Member

    Richtig, aber er wollte es ja möglichst doch so wie in 9, oder?
     
  10. Giadello

    Giadello New Member

    Nicht unbedingt. 9 war für mich nie eigentliches Ziel, meine Motivation zum Plattformwechsel war zum einen der Wunsch, rechtzeitig vom MS-Zug abzuspringen - zum anderen schlicht die Existenz von X. Zumindest hat X und seine Zukunft mir den Umstieg noch attraktiver gemacht.

    Der Satz, auf den ich gewartet habe ;) war:
    "Als Admin kann man auch kaum ernsthaft etwas kaputt machen, es sei denn man legt es darauf an."
    Zack. Kurz und bündig aus berufenem Munde. Was will man mehr?
     
  11. sndryczuk

    sndryczuk New Member

    In den Dosenforen ist "Unter Linux wäre das nicht passiert" ein geflügeltes Wort.
     
  12. Kate

    Kate New Member

    Na denn, frohes X-en! ;-)
     
  13. Giadello

    Giadello New Member

    (Einleitendes Gesalber)
    Ich war einige Wochen nicht im Forum - und habe jetzt eine Menge nachzuholen. Vor allem aber habe ich anscheinend wilde Diskussionen verpaßt, in denen deutlich wird, daß das Apple-X-Thinking einigen zu different ist. Der Weltanschauungsk(r)ampf ist recht amüsant zu lesen ... auf der einen Seite die recht unkomplizierte OS 9 - Vergangenheit, auf der anderen Seite die Tatsache, daß sich Unix zwar gut verpacken, aber nicht ganz umgehen läßt.
    Und das ist gut so... ;) Insgesamt ziehe ich auch bei geringem technischen Eigenverstand meinen virtuellen Hut vor Apple.

    Mein Dank geht auch an alle hier im Forum, die versuchen, eine Brücke zu schlagen zwischen den Erwartungen und der realen Technik - sozusagen zwischen dem schicken Aqua und dem nüchternen Terminal-App. Ich habe doch ein wenig gelernt beim Aufarbeiten und habe mich köstlich amüsiert, als klapauzius in seinen Italo-Slang verfiel ...
    --

    (Frage)
    Eines treibt mich jedoch noch um: Wie sinnvoll ist das Anlegen und hernach die Arbeit mit einem Non-Admin-Benutzer?
    In meiner Win-NT-Zeit habe ich mich einen Dreck um gute Ratschläge geschert und meistens als Admin (der dort ja auch root ist) gearbeitet. Bei gelegentlichen Linux-Ausflügen war ich da schon vorsichtiger, schließlich kannte ich das System nicht und hätte ja was kaputtmachen können. Neuere Distris machen dem User ja auch optisch klar, daß man als root auf potentiell gefährlichen Pfaden wandelt (Suse-Bomben-Desktop).
    Und X? Versteckt erstmal den root. So weit, so gut. Aber der erste User ist ein Admin, und es gibt keinen Hinweis darauf, daß man auf einem Einzelplatzrechner besser als Non-Admin arbeitet.
    Gibt es Argumente für einen Non-Admin-Account? Sicherheitsaspekte? Performancevorteile (spüre ich nicht, eher gegenteilig)? Könnt Ihr da raten?
     
  14. sndryczuk

    sndryczuk New Member

    Wie ich das bisher verstanden habe ist das nur ein Sicherheistaspekt oder eine Frage der Ordnungsstruktur. Es kann aber auch sein, dass unter einem Programm einmal Probleme aufkommen, die du eventuell mit einer Neuanmedlung und einem neuen User bewältigen kannst, da die Preferences bsp. dann andere sind.
     
  15. Giadello

    Giadello New Member

    Ja, "sicher" ist aber so ein diffuser Begriff. Sicher ist ein System dann, wenn der Unsicherheitsfaktor Mensch einerseits so eingeschränkt wird, daß das System unbeschadet bleibt, er andererseits aber nicht in seinem Arbeitsfluß (hehehe) behindert wird (und gar versucht, den Zaun zu überwinden).

    Ein Non-Admin-Account hätte m.E. nur dann einen Vorteil, wenn er das leistet. Von Vorteil wäre außerdem ein leichter Performance-Gewinn, wenn beim Starten eines Admin-Accountes zB ein paar Jobs mehr starten.
     
  16. MacELCH

    MacELCH New Member

    Moin Giadello,

    root ist nicht gleich admin, daß wirst Du vermutlich schon mitbekommen haben. Mit Root hast Du die Gewalt über Deinen Mac ihn wirklich zu schrotten (bzw. das System), mit einem Admin Account kann man einiges schrotten aber nicht alles. Mit einem User Account kann man keine Software ungefragt insatellieren. Ist vor allem sinnvoll, wenn man mehrere Benutzer auf einem System hat.

    Bei korrekter Einstellung können die User nur ihre eigene Daten anschauen und verändern. Nur der Public Folder ist für alle zugänglich.

    Es macht schon Sinn den Admin Account nur für Software Installation und Grundeinstellungen ändern zu verwenden, schließlich soll ein User ja nicht einfach Deine Internet Voreinstellungen ändern können oder etwa doch ?

    Gruß

    MacELCH
     
  17. Giadello

    Giadello New Member

    @MacElch:

    Admin ungleich root. Das war mir schon klar, schließlich schrieb ich, X versteckt ihn. Das Forum erklärt einem ja an mehreren Stellen, wie man zum Superuser wird (während Windows NT keinen Unterschied kennt).

    Auch daß ich einem Rechner mit mehreren Nutzern, respektive in einem Netzwerk kaum jeden User zum Admin machen würde, ist klar. Mich interessiert, s.o., der Einzelplatzrechner, mein kleines, stolzes PB. Unter OS 9 haben wir uns mehr als vertragen, mit X.1 hatten wir schon jede Menge Spaß - und das soll so bleiben ;), so performant und sicher wie möglich.
    Daher meine Frage.
     
  18. curious

    curious New Member

    Ich benutze mein Ti-book und MacOSX auch als Einzelner....also mir hat ein ein Unixler geraten, einen weiteren Useraccount als sogenannte Alltagsplattform einzurichten, und nicht auf der Admin Ebene rumzuwursteln (bloß nutzen um z.B. zentrale verwaltete Programme zu installieren).

    Wenn ich in Netz gehe, tue ich das halt mit dem zusätzlichn Userpofil,
    für den Fall das ich mir Viren oder ähnliches übers Internet einfange (wird
    wohl etwas brisanter sein als noch unter MacOs 9.x). Geht irgendwas schief , werden mir nur auf dieser Ebene die Programme zerschoßen, auch denke ich
    das diese Ebene auch Angriffe auf die ADMINebene blockt.

    Für die Arbeiten mit Programmen ist es halt genauso. Fällt ein programm mal aus dem Rahmen , dann halt nur auf der entsprechenden User Ebene.

    Hört sich doch gut an!!

    Gruß

    curious
     
  19. Kate

    Kate New Member

    Als Einzelplatz-, Singleuser-, Schlepptop-einstellung reicht ein normaler Admin Account auch mit automatischem Einloggen, so dass Du erstmal kaum einen Unterschied zu OS9 merkst.

    Es ist zu blöd wenn Du einen non-Admin User einrichtest und dann nicht einmal z.B. beim Softwareupdate das neue Quicktime installieren kannst.
    Apple sieht das anscheinend ähnlich und hat ja deswegen diesen Kompromiss erschaffen.

    Als Admin kann man auch kaum ernsthaft etwas kaputt machen, es sei denn man legt es darauf an.

    Und für die gelegentlichen Ausflüge ins Terminal gibt es auch zunehmend Ersatz in Form von kleinen Tools, die die Ärgernisse vermeiden helfen, wie z.B. nicht löschbare Mülleimer. Also auf meinem iBook muss ich nur sehr selten mal als root tätig werden, weil ich am GUI herumprogrammiere. Also sollte es für die meisten auch eine Ausnahme bleiben.
     
  20. MacELCH

    MacELCH New Member

    Das mit dem automatischen Einloggen würde ich nicht machen, da somit jeder auf Deinen Rechner automatisch zugreifen kann. Möglicherweise möchtest Du dies aber nicht, außer wenn Du Deinen Rechner nur Zuhause hast.

    Gruß

    MacELCH
     

Diese Seite empfehlen