Softproof Photoshop CS ?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von pat612, 2. August 2005.

  1. pat612

    pat612 New Member

    Hallo,

    ich schraube zur Zeit an den Einstellungen für farbverbindliche Darstellung in Photoshop bzw. an einem einigermaßen verbindlichen Ausdruck.

    Monitor und Scanner sind kalibriert, die Farbeinstellungen im Scanprogramm und Photoshop abgeglichen.

    Scan und Monitordarstellung sehen wirklich absolut identisch aus.
    ’Bin wirklich begeistert davon.

    Erzeuge ich einen Softproof (RGB), dann bekomme ich aber Ringe unter die Augen:
    Beim Wählen des Druckerprofils wird die Darstellung wesentlich heller.

    Die Einstellungen:
    Druckerprofil, Perzeptiv, Tiefenkompensierung (was immer das auch ist)

    Was tun, mache ich etwas falsch ?
     
  2. artvandeley

    artvandeley New Member

    Naja, besser als wenn Dich der Schock dann nach dem Druck erwischt. Jede Menge Spass....
    Zunächst einmal gibt kein noch so genau kalibriertes System Dir einen 100%tigen Softproof aus. Dazu sind additives und substraktives Mischmodell einfach zu unterschiedlich. Nur zur Zerstörung weiterer Illusionen :)

    Es wird ja oft empfohlen den perzeptiven Renderungsintent zu benutzen, wenn es auf akkurate Verteilung der Farben untereinander ankommt. Hört sich gut an und passt auch theoretisch zu dem Plan, einen grösseren Farbraum in einen kleineren zu quetschen.
    In der Praxis sieht die Sache dann aber allerdings so aus, dass nicht jedes Bild gleich geartet ist, mal mehr aus Cyan-Tönen besteht oder in einem Farbbereich besonders gesättigt ist usw. Dann kann es durchaus sinnvoll sein nicht den Farbraum zu verkleinern sondern nur zu verschieben.
    Dabei werden die Originalfarben möglichst erhalten und alle andern ausserhalb des neuen Bereichs sind eben raus aus dem Spiel.

    Will sagen, Du solltest auch immer den "relativ farbmetrischen Intent" im Hinterkopf haben, je nach Bild ist der geeigneter. Ich hatte erst letztens eine Europaflagge mit ein paar Menschen drauf als Auftrag, wobei die Blautöne sich perzeptiv ganz grauselig verändert haben. Relativ farbmetrisch blieben wenigstens die darstellbaren Farben akzeptabel.
    Die gewählte Renderingmethode müsstest Du natürlich später beim Konvertieren der Datei in Dein Profil auch verwenden.

    Tiefenkompensierung stellst übrigens den Tonwertausgleich zwischen den Farbräumen sicher, damit Schwarz auch in Deinem neuen Farbraum schwarz bleibt.....

    Gruss
    art
     

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