Stehe in einer Spam-Liste - was nun?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Blaubeere, 4. Januar 2003.

  1. Blaubeere

    Blaubeere Active Member

    Hallo Leute,

    ich habe heute eine (unerwünschte) Werbe-E-Mail von hypermed.de erhalten. Darin heißt es unter anderem:

    <Zitat Anfang>
    Bei dieser Mail handelt es sich nicht um unerlaubte Werbemails, da wir Ihre Mailadresse einer öffentlichen Liste entnommen haben, die zu eben diesen Zweck veröffentlicht wurde. Wir müssen davon Ausgehen, daß der Veröffentlicher der Liste zuvor Ihr Einverständnis eingeholt hat. Die rechtliche Verantwortung verbleibt bei dem Ersteller der Liste.
    Gefunden haben wir diese öffentliche Adressenliste im eDonkey-Netzwerk unter dem Filenamen :
    SPAM.German.Mail-Adressen.100000.geprueft.[found.via.www.fileDonkey.com].zip
    <Zitat-Ende>

    Ich weiß nicht, wie mein Name in diese Liste gekommen ist, jedenfalls erfolgte der Eintrag ohne meine Einwilligung. Wie komme ich denn an den Ersteller dieser Liste heran? Lohnt es sich, rechtliche Schritte einzuleiten (ich habe eine Rechtsschutzversicherung, aber ob die für so etwas zahlt?). Oder kann man eine Anzeige bei der Polizei machen? Haben die von hypermed mit ihrer Ansicht Recht, wenn sie sich darauf berufen, von der Rechtmäßigkeit des Listeneintrags ausgegangen zu sein?

    Kann jemand von euch dazu etwas sagen?

    Blaubeere
     
  2. sevenm

    sevenm New Member

    Ich glaube kaum. Schließlich hast du nie dein Einverständnis gegeben, von hypermed Mails zu bekommen. Und solche öffentlichen Listen sind sicher keine Legitimation dafür. Bloß weil luete im Telefonbuch stehen, wollen sie ja noch keine Werbung von allem und jedem erhalten. Ist meine Meinung.
    Aber das muss ein Jurist besser wissen.

    Seven

    Unter OS X kann das Mail Programm sowas ablehnen, dann wird es als unzustellbar zurück geschickt. Feine Funktion :)
     
  3. gub

    gub Member

  4. Kobold

    Kobold New Member

    Wie geht denn das mit dem "unzustellbar-zurückschicken"?
     
  5. sevenm

    sevenm New Member

    In der Symbolleiste von Mail gibt es ein "Ablehnen" Button. Wenn er nicht da ist bei dir, dann findest du ihn unter "Symbolleiste anpassen" im Darstellungs-Menü.

    Seven
     
  6. TomPo

    TomPo Active Member

    Im Kopf oder meist am Ende der Mail befindet sich ein Link zum Abmelden aus der Mailing-Liste. Sollte der fehlen, sieht es wahrlich nicht gut aus, da wieder raus zu kommen.

    Aber der Trick mit als unzustellbar zurücksenden, ist gut. Habe leider keine Spams und Werbemails.
     
  7. maiden

    maiden Lever duat us slav

    die Behauptung mit der angeblichen Liste oder einem Bekannten, der den Namen weitergegeben hat und somit das Einverständnis für Werbung suggerieren soll, ist die neueste Masche der Spammer um unangenehme Reaktionen seitens der Spamgeschädigten zu umgehen. Da sich mittlerweile die rechtliche Auffassung durchgesetzt hat, daß Spams strafbar sind, weil die Privatsphäre verletzt wird und vielen Angespammten tatsächlich geldwerte Nachteile entstehen, versuchen sich die Mistkerle auf diese Art abzusichern und vor Schadenersatzvorderungen zu schützen.

    Es gibt nur einen Weg: Wenn die Spammeradresse bekannt ist, sofort anschreiben, abmahnen und eine Unterlassungserklärung fordern. Diese ist strafbewehrt und muß diese Drohung auch beinhalten. Für jede weitere Zuwiderhandlung wird dann eine entsprechende Strafe, z. B. 500 Euro fällig. Man zieht den Spammer dann konsequent vor Gericht (Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft) und verklagt ihn. Die Chancen sind sehr gut.

    Wem das zu umständlich ist oder wer kneift, hat selbst Schuld und muß es ertragen.

    http://www.optimasoftware.de/werbefaxe.htm
    http://www.weberundpartner.de/index2.htm
    http://www.heyers-kubitza.de/html/body_aktuelles_aus_rechtsprechung__.html
    http://www.ra-kotz.de/compr.htm
    http://www.dr-ackermann.de/spam/
     
  8. Tambo

    Tambo New Member

    Hallo Blaubeere

    das geht doch nicht um eine mailingliste...
    von der man sich abmelden kann......(TomPo)
    auf werbemails würde ich gar nicht antworten, sonst wissen die ja, dass es Dich gibt, resp. Deine mailadresse.
    es gibt auch mailprogramme, die mit Filter unerwünschten spam rausschmeissen...

    Es werden auch webseiten von suchrobotern durchpflügt, um an adressen ranzukommen... vielleicht ist das bei Dir passiert, Blaubeere.......da gibts nen trick, mit dem man das unterbinden kann...
    suche später mal den link, habe ihn nicht zur Hand

    ich hatte auch mal nen sehr hartnäckigen spamer, dem habe ich- unfein jedoch effektvoll - mit ner emailbombe gedroht, das hat dann geholfen ;-)
     
  9. Blaubeere

    Blaubeere Active Member

    In der Sache gibt es eine neue Entwicklung. Die von hypermed haben sich entschuldigt, weil sie aufgrund diverser Beschwerden gemerkt haben, dass die E-Mailliste nicht ganz koscher war. Sie haben alle wieder aus ihrem Verteiler heruas geholt.

    Bleibt also immer noch die illegale Spam-Liste, von der sie meine Adresse haben. Ich muss mir das mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, ob und was ich da unternehme.

    Danke für eure Antworten.

    Blaubeere
     
  10. Blaubeere

    Blaubeere Active Member

    Hallo Tompo,

    das mit dem Abmelden ist so eine Sache. Auf diese Weise bestätige ich einem Spammer, dass die E-Mailadresse existiert und Post gelesen wird.

    Außerdem nützt mir das in der angesprochenen Sache nichts, weil es ja um den Eintrag in der (wohl) illegalen Spamliste geht, nicht den Eintrag in der Verteilerliste von hypermed.

    Blaubeere
     
  11. Blaubeere

    Blaubeere Active Member

    >Es werden auch webseiten von suchrobotern durchpflügt, um an adressen ranzukommen... vielleicht ist das bei Dir passiert, Blaubeere.......da gibts nen trick, mit dem man das unterbinden kann...

    Hallo Tambo,

    der Trick interessiert mich. Mail ihn mir mal, wenn du ihn findest. Auf der Homepage der TU Berlin haben die das so gelöst:

    http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/melden.shtml

    Blaubeere
     
  12. maiden

    maiden Lever duat us slav

    es gibt keine Spamlisten. Es ist die Erfindung von Leuten, die diese Spams verschicken und sich vor Prozessen schützen wollen. Und es würde mich auch nicht wundern, wenn sie diese Liste selbst zusammengetragen haben. Sie hoffen darauf, daß die Angespammten keine Möglichkeit sehen, sich vor Spams zu schützen, weil ihre Email angeblich in dieser Liste steht. Da das aber nicht klappt, weil die Rechtsprechung einen Strich durch diese Rechnung macht, tun sie jetzt so als würden sie diese Spamlisten streichen.
    Und das einzige, was Du jetzt unternehmen kannst, habe ich oben geschrieben: anschreiben, abmahnen, Unterlassungserklärung fordern. Die formulierst Du vor und schickst sie denen. Halten sie sich nicht an Deine Forderung, keine Spams mehr zu schicken, verklagst Du sie. Eine andere Möglichkeit, sich wirkungsvoll vor Spams zu schützen, gibt es nicht. Außerdem kannst Du dabei auch noch Kohle scheffeln.
     
  13. macmacmac

    macmacmac New Member

    >>es gibt keine Spamlisten<<

    Aber e-mail Listen werden gesammelt bzw. erstellt und weiterverkauft . Manche Firmen leben von soetwas. Es ist doch das selbe wie bei den Adresslisten und der Postwerbung.

    Diese E-Mail - Sammlungen als "Spamlisten" zu bezeichnen halte ich trotzdem für treffend.
     
  14. Xboy

    Xboy New Member

    Hallo!

    Auf diese "Unsubscribe" Links zu klicken ist der grösste Fehler!!!
    So zigt man bloss, dass die Mailadresse aktuell ist.
    Man bekommt die Mails weiter, nur halt immer von verschiedenen Absenderadressen.

    Auch bringt es nicht wirklich viel die Mails abzulehnen und an den Absender zurückzuschicken.
    Denn entweder werden für solche zwecke neue Mailaccounts bei Hotmail usw. angelegt die nachher nicht mehr abgefragt werden.
    Oder die Mailingliste wird automatisch verwaltet. Aus so einer Mailingliste wieder rauszukommen ist so gut wie unmöglich!
    In beiden Fällen wird vom Absender garnicht bemerkt, dass die Mail "unzustellbar" ist.

    Manche Spamer lassen genauso wir Ihre Opfer eintreffende Mails wieder als unzustellbar gekennzeichnet zurück schicken.

    Und aus einer Liste die im Netz frei erhältlich ist gestrichen zu werden ist noch unmöglicher!

    Aussderdem ist das grösste Problem, dass die meissten Spamer im Ausland sitzen. Denen kann man auf rechtlichem Wege nur sehr schwer bis garnicht zu Leibe rücken.

    Am besten du besuchst die Seite für die geworben wird und suchst dort auf nach eine Kontaktadresse und sendest denen eine Mail. Aber wirklich anhaben kannst du denen nichts, und das wissen die!

    Liebe Grüsse, Mario
     
  15. maiden

    maiden Lever duat us slav

    < Aber wirklich anhaben kannst du denen nichts, und das wissen die! >>

    stimmt nur bedingt. Siehe die von mir geposteten Links.
     
  16. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ja, stimmt.
    Was ich meine ist, daß es keine Listen gibt, die das sind was die Spammer behaupten, nämlich Sammlungen von Mail-Adressen, die der Zusendung von Werbung zugestimmt haben. Diese Behauptung ist die neueste Masche der Spammer um Strafe zu entgehen.
    Vermutlich sitzen die angeblichen Listenersteller im Ausland hinter einer toten Briefkastenadresse. Daher auch die Behauptung, der Listenersteller oder Verwalter allein trage die Verantwortung für die Richtigkeit der Liste.
    Diese Behauptung ist rechtlich nicht haltbar.
    Daher: entweder man erträgt es oder man bemüht sich um die Identifizierung des Absenders. Wenn dies gelingt - abmahnen, Unterlassungserklärung fordern und bei Verstoß verklagen. Konsequent. Je mehr angenervte Leute so reagieren, desto besser. Irgendwann ist Ruhe im Karton.
     
  17. macmacmac

    macmacmac New Member

    Yo, hast Recht, die Spammer benutzen sowas wohl fast nur als Ausrede. Aber man sollte trotzdem aufpassen, wenn man irgendwo seine e-mail angibt, daß da nicht irgendwo was von wegen "Einverständniss zur Weitergabe an Dritte" steht.

    Es wäre schön, wenn die Hackerscene dagegen was tun könnte. Gegen solche Firmen im Ausland kommt man doch gar nicht mit normalen Mitteln gegen an.

    Ein Rechtsstreit anzustreben ist der Aufwand nicht wert. Das wäre ja angesichts der vielen Spammer eine teure Lebensaufgabe.

    Vielleicht sollte hier der Staat einschreiten und es zur Aufgabe der Polizei machen.
     
  18. Tambo

    Tambo New Member

    ANZEIGE</a>');
    ";
    echo"//-->
    ";
    echo"</script>
    ";

    ersetzen:

    NAME: Teil vor dem @
    DOMAIN.DE: Domain, also Teil nach dem @
    ANZEIGE: Bezeichnung des Links

    Beispiel:

    NAME=support
    DOMAIN.DE=domain.de
    ANZEIGE=Schreiben Sie uns ein E-Mail

    Das würde als normaler mailto dann so aussehen:
    <a href="mailto:support@domain.de">Schreiben Sie uns ein E-Mail</a>
     
  19. ipossum

    ipossum New Member

    <Da habe wir es mit dem Mac noch sehr gut, denn was sollen erst die DOSen-User sagen bei über 70.000 Virenarten ?!?!>
    die nehmen den dort einwandfrei funktionierenden Norton-Kram..
     
  20. macmacmac

    macmacmac New Member

    Norten verkauft doch sein Anti-Viren-Prog eh nur an PC-User. - oder vielleicht noch an Switcher die noch nicht gemerkt haben, daß man beim Mac sowas nicht braucht *g*.

    Das andere Norten-Programm, die altgedienten Norton-Utilities scheinen unter OSX wohl auch mehr Ärger als Nutzen zu bereiten. (früher, unterm alten OS waren die ja fast ein Muß)

    Ergo: Symantec verkauft wohl seine Norton-Progs in Zukunft nur noch an Dosenuser.

    Ist es in solchen Momenten nicht schön einen Mac zu haben :)
     

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