Stichwort: Hühner

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von 2112, 16. April 2003.

  1. 2112

    2112 Raucher

    Frankfurt/Main (AP) Am Ostersonntag feiern die Christen in aller Welt die Auferstehung Jesu, die ihren Glauben auf ein Leben nach dem Tod begründet. Dass an diesem Tag im Frühling auch Osterhasen bunte Eier verstecken, hat allerdings weniger mit der Bibel als mit Zinsabgaben zu tun.

    Die Bauern im Mittelalter mussten den Grundherren an Ostern Bodenzins zahlen, der oft in Form von gekochten und damit haltbaren Eiern geleistet wurde. Bemalte Ostereier sind in Europa ab dem 10. Jahrhundert belegt. ANZEIGE
    In China sollen schon im Jahr 3000 vor Christus buntverzierte Eier zum Frühlingsanfang verschenkt worden sein; und auch die alten Ägypter und die Germanen schätzten Eier als Zeichen für Fruchtbarkeit und Neubeginn.

    Der Osterhase bringt die bemalten Eier etwa seit dem 16. Jahrhundert. Als Tier der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und Begleiter der germanischen Erdgöttin Holda liegen auch hier heidnische Bezüge nahe. Die große Fruchtbarkeit des Hasen ließ ihn das Rennen gegen Hähne, Störche und Füchse gewinnen, die zuvor in einigen Landstrichen die Osterneste braver Kinder gefüllt hatten.

    Die frühchristlichen Gemeinden feierten jeden Sonntag die Auferstehung Christi, aber kein jährlich wiederkehrendes Osterfest. Erst im 2. Jahrhundert deuteten sie das jüdische Passahfest um: Die Juden feiern alljährlich am ersten Vollmond im Frühling Passah, um an den Auszug Israels aus der ägyptischen Sklaverei zu erinnern; die Christen feiern am Sonntag darauf Ostern, um an die Auferstehung Jesu aus dem Grab zu gedenken.

    Auch einige kirchliche Bräuche gehen auf vorchristliche Frühlingsriten zurück: Beispiele sind hier die Osterfeuer und Osterkerzen, die während der Osternacht in katholischen Gemeinden entzündet werden, sowie die Lichtprozession im orthodoxen Gottesdienst oder das Festessen nach der Fastenzeit.

     
     
  2. 2112

    2112 Raucher

    Frankfurt/Main (AP) Am Ostersonntag feiern die Christen in aller Welt die Auferstehung Jesu, die ihren Glauben auf ein Leben nach dem Tod begründet. Dass an diesem Tag im Frühling auch Osterhasen bunte Eier verstecken, hat allerdings weniger mit der Bibel als mit Zinsabgaben zu tun.

    Die Bauern im Mittelalter mussten den Grundherren an Ostern Bodenzins zahlen, der oft in Form von gekochten und damit haltbaren Eiern geleistet wurde. Bemalte Ostereier sind in Europa ab dem 10. Jahrhundert belegt. ANZEIGE
    In China sollen schon im Jahr 3000 vor Christus buntverzierte Eier zum Frühlingsanfang verschenkt worden sein; und auch die alten Ägypter und die Germanen schätzten Eier als Zeichen für Fruchtbarkeit und Neubeginn.

    Der Osterhase bringt die bemalten Eier etwa seit dem 16. Jahrhundert. Als Tier der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und Begleiter der germanischen Erdgöttin Holda liegen auch hier heidnische Bezüge nahe. Die große Fruchtbarkeit des Hasen ließ ihn das Rennen gegen Hähne, Störche und Füchse gewinnen, die zuvor in einigen Landstrichen die Osterneste braver Kinder gefüllt hatten.

    Die frühchristlichen Gemeinden feierten jeden Sonntag die Auferstehung Christi, aber kein jährlich wiederkehrendes Osterfest. Erst im 2. Jahrhundert deuteten sie das jüdische Passahfest um: Die Juden feiern alljährlich am ersten Vollmond im Frühling Passah, um an den Auszug Israels aus der ägyptischen Sklaverei zu erinnern; die Christen feiern am Sonntag darauf Ostern, um an die Auferstehung Jesu aus dem Grab zu gedenken.

    Auch einige kirchliche Bräuche gehen auf vorchristliche Frühlingsriten zurück: Beispiele sind hier die Osterfeuer und Osterkerzen, die während der Osternacht in katholischen Gemeinden entzündet werden, sowie die Lichtprozession im orthodoxen Gottesdienst oder das Festessen nach der Fastenzeit.

     
     

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