Surfkontrolle beim iPad der Kinder

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Macurs, 17. November 2011.

  1. Macurs

    Macurs Member

    Tach Leute

    Ich habe meinem Sohn letztes Jahr zu Weihnachten ein iPad geschenkt.
    Zugriff auf das Internet hat er nur Zuhause und am Wochenende bei seiner Mutter.

    Grundsätzlich ist er für seine 15 Jahre sehr zuverlässig und hält sich auch an meine Anweisungen, aber man sollte eine ein gewisses Mass an Kontrolle bei Jugentlichen
    trotzdem nicht ausschliessen.

    So wie es aussieht hat er mittlerweile auch gecheckt, was es mit dem Verlauf auf sich hat
    und löscht diesen offenbar regelmässig.

    Gibt es eine Möglichkeit, wo ich..... na Ihr wisst schon. Ich möchte zwischendurch schon wissen was er im Netz tut.

    Vielen Dank!

    Macurs
     
  2. John L.

    John L. Active Member

    Ich hab mich letztens mit einem befreundeten Ehepaar (2 Kinder, 15 und 12) über genau dieses Thema unterhalten. Hier sind beide Elternteile computertechnisch auch nur durchschnittlich bis unterdurchschnittlich bewandert. Meine persönliche Meinung ist, dass ein Filter (zumindest in diesem Alter) überhaupt nichts bringt. Was das Kind zuhause nicht anschauen kann, wird dann halt bei nem Freund aufgerufen oder es macht sich im Netz schlau, wie man den Filter umgehen kann. Und dass Dein Sohn früher oder später auf ner Pornoseite landet, kannst Du so und so nicht verhindern...

    Von Pornoseiten geht in meinen Augen auch nicht so die wirkliche Gefahr aus, ich denke mal, dass von Facebook und Konsorten, Chatrooms und so Seiten wie isharegossip.com (sofern es diese Seite noch gibt) die wesentlich größere Gefahr ausgeht. Sensibilisier Deinen Sohn im Bezug auf persönliche Daten (egal in welcher Form) im Netz angeben, Fotos in sozialen Netzwerken posten, Cybermobbing, "böse" Menschen in Chatrooms, etc. Einen 15-jährigen über diese Fallstricke aufzuklären halte ich für wesentlich wichtiger als ihm ein paar Pornoseiten zu sperren! Auch das Thema der illegalen Downloads (v. a. Musik) und deren strafrechtliche Kosequenzen sollten dem Kind hier drastisch vor Augen geführt werden.

    Ich halte auch den oft zitierten Ansatz, mit dem Kind zu surfen auch nur für bedingt erfolgsverspechend. Grundsätzlich ist das ja ein guter Ansatz...aber das Kind wird sich unter Aufsicht nie so frei im Netz bewegen wie wenn es allein ist. Schaden kann gemeinsames Surfen allerdings auch nicht.

    Ein ganz anderes Problem ist auch noch, dass die Kids meistens im Netz schon fitter sind als die Eltern und dass pubertierende Kinder einfach keine Lust haben, auf Eltern zu hören kommt erschwerend hinzu. Ich befinde mich da (im Bezug auf die Kinder meiner Freunde) in einer relativ guten Ausgangsposition weil ich immer ihre Computerprobleme löse und wenn ein neuer Rechner angeschafft wird, auch immer die Entscheidung treffe, welches Gerät es letztendlich wird (natürlich in Absprache und nach den preislichen Vorgaben der Eltern).
    Dieser Status des "Computerexperten" (ich arbeite seit 12 Jahren als Admin in der IT) in den Augen der Kids führt natürlich auch dazu, dass meine "Ansagen und Vorträge" (von denen es bereits ein paar gab) wesentlich gewichtiger sind als die der Eltern...und es hat sich auch gezeigt, dass meine Ratschläge mehr beachtet werden als die der Eltern...

    Das Thema ist wirklich nicht leicht, ich habs hier eh nur ein wenig angerissen. Von der Problematik, dass Du oder ich spielend ohne Facebook-Account durchs leben kommen werden (ich werd mich zumindest NIE bei dem Drecksverein registrieren, Zuckerberg kann mich kreuzweise am A.... lecken!)...Dein Sohn aber einen nicht unerheblichen sozialen Nachteil haben wird, wenn er nicht bei Facebook ist, mal ganz abgesehen. Für die Kids von heute ist das inzwischen ein mehr als wichtiges Werkzeug geworden. Und hier schließt sich der Kreis wieder...Aufklärung und Sensibilisierung im Bezug auf die Gefahren, die hier lauern, ist imho das Wichtigste, was man seinen (oder anderen) Kids nahebringen muss.

    Jm2C,
    John L.

    PS. Sorry, dass ich Deine eigentliche Frage an sich nicht beantwortet hab...! ;)
     
  3. Macurs

    Macurs Member

    Hallo John L.

    Wow.....Du hast einiges aufgegriffen und so ziemlich ins Schwarze getroffen.

    Ich bin auch der Meinung, dass präventive Massnamen wesentlich konstrucktiver sind,
    als alles zu kontrollieren und zu verbieten und ja, die Computerwelt ist zumindest für uns Eltern nicht immer einfach zu begreifen.

    Was Facebook betrifft, bin ich voll und ganz deiner Meinung. Den scheiss der da abgeht ist kaum zu ertragen. Dieses Ding hat ihm seine Mutter auf die lichter gedrückt. So kam es, wie es kommen musste. So hat er dort nach längerem ein Verhalten an den Tag gelegt, das ich nicht mehr tolerieren konnte. Da musste ich kurzerhand hart durchgreifen und die Notbremse ziehen. In der realen Welt ist mein Sohn überdurchschnittlich anständig lieb und einsichtig. Alles in allem geniesst er hohes Vertrauen meinerseits und er zeigt erstaunlichen Respekt mir gegenüber, aber die virtuelle Welt war für ihn wie eine schöne Fantasiewelt, die sozusagen nicht existierte, wo jeder jedem alles an den Kopf werfen kann wie er will. Da denke ich nur an das Thema Justin Biber. Ich musste ihm zuerst die Augen öffnen. Mittlerweile scheint er nicht mehr an FB interessiert zu sein. Im Moment scheinen meine leute eher an Movistarplanet zu hängen, wobei ich vom Verhaltensmuster her keinen grossen unterschied zu FB sehe. Ist eigentlich alles derselbe Sch.....dreck.

    Du hast recht! Ich werde weiterhin so fortfahren und ihm mit präventiven Gesprächen
    begegnen..

    Danke für Diene Ausführungen!

    Gruss Macurs
     
  4. maclin

    maclin New Member

    Das finde ich gut.
     
  5. Macurs

    Macurs Member

    Das kommt vor allem daher, weil er seit der 2. Klasse Diabetiker geworden ist und mit allem was daran hängt viel Verantwortung übernehmen musste. Ich habe ihm ja
    damals schon ein PrePaid-Handy für alle Fälle zugesteckt und er geht wirklich vorbildlich damit um. 15Fr. Guthaben reichen heute noch 4 Wochen lang. Unnötiges telefonieren gibt es bei ihm bis jetzt nicht. Ist wirklich toll. Mal sehen, wie lange er diesen Zug noch fährt.
     

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