surfverhalten überwachen

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von MacLake, 4. Juni 2005.

  1. MacLake

    MacLake New Member

    Gleich vorab: ich weiß, dass das ein schwieriges Thema ist!

    ich habe einen neuen Mitarbeiter und nach 3 Tagen habe ich bereits das komische Gefühl, dass ich, wenn ich ausser Haus bin, die Leistung "einbricht". Gestern Abend habe ich mal den Verlauf in Safari auf seinem G5 angeschaut und das "Einbrechen der Leistung" war auf einmal sehr verständlich - da waren gute 200 Seiten-Aufrufe drin, die mit allem zu tun haben - nur nicht mit der Arbeit.

    Jetzt wird's ein Gespräch gebe und so weiter, aber wie kann ich nachverfolgen, ob das in Zukunft dann nicht mehr passiert. Man kann ja den Verlauf einfach löschen, oder Privates Surfen aktivieren und dann steh ich da und kann womöglich die Leistungseinbrüche eben nicht mehr kontrollieren.

    Damit eins noch klar ist, ich bin kein panischer Überwacher, aber dieses Verhalten ist absolut unfair den anderen Mitarbeitern gegenüber, die hier für gute Leistung gut bezahlt werden. Ich darf das nicht tolerieren, dass die Team-Motivation derart untergraben wird.

    Gibts ein Tool mit dem ich rechnerbezogen nachvollziehen und nachweisen kann, welche Internetseiten aufgerufen wurden?

    Für Eure Hilfe vorab vielen Dank!

    Gruß MacLake
     
  2. graphitto

    graphitto Wanderer

    Hallo MacLake,

    ich würde an deiner Stelle nicht auf Tools setzen (weiß auch gar nicht, ob es Spyware für den Mac gibt). Die schaffen nur Mißtrauen und das willst wohl nicht.
    Versuch es doch so: Erst mal ein Einzelgespräch mit dem Mitarbeiter führen. Ihm klar sagen, was du von der Geschichte hältst, ohne ihn peinlich zur Rede zu stellen.
    Ihn fragen, wie er mit der Arbeit/dem Team klar kommt. Möglicherweise liegt die Ursache seines Verhaltens gar nicht in der Lust am Surfen.

    Dann vier Wochen abwarten und den Traffic beobachten. Wenn sich nichts ändert, ein zweites Gespräch führen, dies mal aber mit dem gesamten Team und den betreffenden Mitarbeiter darin direkt ansprechen. Ihn ggf. fragen, ob er sich unterfordert fühlt. Im Team versuchen, eine Lösung zu finden, die ihn nicht runtermacht, aber ihm auch die Lust am privaten Surfen nimmt. Möglicherweise wirst du erstaunt sein, was da für Vorschläge kommen.
    Vielleicht im Team den Vorschlag machen, ein gewisses Maß an privatem Surfen zuzulassen. Deine Leistungsträger fragen, wie die das sehen.
    Dabei immer darauf achten, das das Ganze nicht zur Denunziationsveranstaltung verkommt.

    Letztlich also einen Prozess anstoßen, in dem deine Truppe den Neuen einbezieht und gegenseitig darauf achtet, das sich keiner ausgeschlossen fühlt.

    Soweit ein paar Gedanken dazu. Allerdings ist Mitarbeiterführung und Kommunikation ein zu komplexes Thema um es hier endgültig durchsprechen zu können.

    gruß
     
  3. ghostgerd

    ghostgerd New Member

    mach ich auch :)
    aber mit dem segen vom chef :biggrin:
    er hat nichts dagegen wenn ich meine e-mail mal abrufe oder gelegentlich mal die eine oder andere seite ansurfe wenn es im rahmen bleibt
    gut 200 seiten ist da schon happig find ich vielleicht hat er zuhaus keinen online zugang sollte das vielleicht in seiner mittagspause machen
    habe da schon en bar interessante seiten gefunden die ich auch dann meinen chef gezeigt habe (berufsbezogen) war auch da recht angetan
    man sollte vielleicht ne lösung finden mit dem alle leben können
    die anderen mitarbeiter machen das bestimmt auch nur halt net in solch einen umfang

    CU
     
  4. MacLake

    MacLake New Member

    schlecht bei nem ScreenDesigner, oder?
     
  5. Hodscha

    Hodscha New Member

    Zuerst einmal muss ich ja feststellen, dass es ein nicht so schlauer Mitarbeiter sein muss, wenn er noch nicht einmal daran denkt den Verlauf und den Cache zu leeren.

    Rechtlich gesehen ist die private Nutzung von EMail und Internet im Unternehmen eine schwierige Sache.
    Es gibt bereits zahlreiche Publikationen zu diesem Thema und auch einen Verband.
    Dieser Verband, namens Bitkom, hat eine sehr gute Veröffentlichung unter dem Titel "Die Nutzung von Email und Internet im Unternehmen" herausgebraucht.
    Du kannst sie unter diesem Link kostenlos herunterladen.
     
  6. MacLake

    MacLake New Member

    die Problematik ist bekannt, Danke. ich lese gerade...

    Unter welchen Gesichtspunkten ich eine solche "Spyware" einsetzen darf, ist aber mal egal - ich weiß ja noch nicht einmal ob ich das überhaupt will.

    Ich hab mir mal ein Benutzerbild zugewiesen, dass meine Denke darüber unterstreicht ;-)

    ich will nur wissen, ob es so was für den Mac gibt und wenn ja wo.

    Das heißt nicht dass ich das einsetze!!
    Gruß MacLake
     
  7. Hodscha

    Hodscha New Member

    Sollte ja auch nur zur Information dienen. :) Vielleicht gibt es ja auch noch andere hier im Forum, die es interessiert.

    Läuft der Internetzugang über einen Server und wenn ja, welche Software benutzt du auf dem Server? Denn wenn es ein Windows- oder Linuxserver ist, dürfte es kein Problem sein dafür passende Tools zu finden.
     
  8. MacLake

    MacLake New Member

    Der Internetzugang läuft über einen Router. An diesem hängen alle Rechner und das DSL-Modem. Soviel zur Konfiguration.

    Ja, das ist schon ein "Cleverle".

    Zur Information: es waren (ich hab sie zählen müssen) 252 Seiten und davon rd. 230 auf einem Portal, auf dem über Partys berichtet wird. Da seh' ich leider auch keinen Vorteil für das Unternehmen, weil die Chance auf dem Portal was zu finden, was uns zu einem geschäftlichen Vorteil gereicht doch sehr sehr gering sein dürfte.
     
  9. MacLake

    MacLake New Member

    's macht in dem Fall schon Sinn, weil das Projekt, das wir da umsetzen halt "im Netz" wachsen soll, damit der Kunde das mitverfolgen kann. Ich kann leider niemand anderen an das Projekt setzen, weil wir sowieso am Anschlag laufen.

    Aber ich möchte keine Personaldebatte (ich kann das Wort Personal nicht ab!)besser Mitarbeiterdebatte im Web führen. Verständlich oder?

    Über Spyware (auch ein sch… Wort) ist leider noch nicht viel gekommen…

    Gruß MacLake
     
  10. Hodscha

    Hodscha New Member

    Schau doch mal unter www.intego.com die angebotenen Programme an.

    Mit dem Programm ContentBarrier kannst du den Zugriff auf einzelne Webseiten sperren und auch alle aufgerufenen Seiten werden von diesem Programm erfasst und gespeichert.

    Vielleicht suchst du ja sowas.

    "Wissen Sie immer, was Ihre Kinder gerade lesen? Beim Surfen im Internet können Kinder sich alles ansehen, was sie möchten. Es sei denn, sie werden dabei von einem Erwachsenen beaufsichtigt.

    ContentBarrier schützt Ihren Computer wie durch eine unsichtbare Mauer. Mit seinen bereits vordefinierten Kategorien können Sie wählen, welche Informationen Ihren Kindern nicht zugänglich gemacht werden sollen. Selbstverständlich können Sie auch Ihre eigenen Kategorien definieren.
    ContentBarrier blockiert Websites mit Inhalten für Erwachsene, Websites mit nicht kindgerechten Inhalten und sogar Dialogsysteme (Chats), in denen nach persönlichen Daten gefragt wird. ContentBarrier blockiert also den Empfang anstößiger Informationen aus dem Internet.
    In ContentBarrier können mehrere Benutzer eingerichtet werden. Wenn Sie mehrere Kinder haben, können Sie für jedes Ihrer Kinder gemäß seinem Alter oder seiner Reife unterschiedliche Kategorien konfigurieren.
    Sie können festlegen, ob ein Kind Zugriff auf Newsgroups hat oder in der Lage sein soll, Dateien aus dem Internet herunterzuladen. Sie können das Programm so konfigurieren, dass ein Kind nur an bestimmten Tagen und/oder zu bestimmten Uhrzeiten Zugriff aufs Internet haben soll. Das Programm kann Sie sogar per E-Mail über bestimmte Ereignisse informieren.
    ContentBarrier führt ein vollständiges Protokoll aller aufgerufenen Websites, d. h. auch aller gesperrten oder eingeschränkt zugänglichen Websites."

    In der Beschreibung wird zwar immer von der Überwachung von Kindern gesprochen, aber du kannst ja auch deine Mitarbeiter damit kontrollieren :D

    Du kannst eine kostenlose Demo Version für 30 Tage herunterladen.
     
  11. rootzone

    rootzone New Member

    Zunächst einmal: Deine Mitarbeiter sind im RECHT. Du musst es ihnen explizit und schriftlich verbieten. Ich würde damit auch gleich die gesamte private Nutzung verbieten, denn nur so kannst Du auch Mails und Datenverkehr filtern, ohne Dich selbst der Datenunetrdrückung strafbar zu machen. Es gibt hierzu ein recht junges Urteil, wo Mitarbeiter eine Uni der Unterdrückung (Filterung!) schuldig gesprochen wurden.

    Ich persönlich präferiere die organisatorische Lösung statt der Softwarelösung. Die Internetnutzung ist eher hilfreich. Aber offensichlich stimmt bei Dir "klimatisch" im Betrieb etwas nicht, wenn sich die Mitarbeiter nicht mit der Arbeit identifizieren. Dann ist klar: wenn der Antreiber weg ist, wird mal auf die Pauke gehauen. Ohne Dich beleidigen zu wollen: Lass Dich coachen - das hilft, Du lernst etwas fürs Leben und Deine MA werden produktiver! Das ist wie mit der Super-Nanni ...
     
  12. graphitto

    graphitto Wanderer

    Genau da sehe ich das eigentliche Problem (siehe meinen ersten Post). Aber wenn er lieber überwachen will... :frown:
     
  13. MacLake

    MacLake New Member

    Das habe ich nun ganz anders gelesen und 2 Rechtsanwälte haben den Sachverhalt in der Vergangenheit und aktuell geprüft und anders bewertet. Es ist auch im Web zu lesen, dass der Arbeitnehmer nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis davon ausgehen kann, daß er dazu berechtigt ist und muß daher mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen rechnen.

    Generelles Verbot werde ich heute durchsetzen.

    Coachen ist sicherlich ein guter Ansatz, aber wenn 4 Leute hervorragend zusammenarbeiten, und Nummer 5 meint hier in Urlaub zu sein, dann ersetze ich Nummer 5 durch eine neue Nummer 5, die den Teamgeist begreift und mitzieht. Mit dem Geld was ich durch's Coaching spare machen wir lieber einen Ausflug und 2 Partys.

    ABER: wie ich schon sagte, ich bin nicht bereit, hier meine Entscheidungen zur Diskussion zu stellen, ich habe nach einer Softwarelösung gefragt, habe eine Antwort bekommen. Was jetzt passiert, ist genau das was ich vermeiden wollte, weil ich, der Geschädigte, jetzt als der Böse hingestellt werde - siehe graphittos letztem Post.Deswegen klinke ich mich jetzt aus.

    Für die konstruktiven Ansätze vielen Dank!!

    Gruß MacLake
     
  14. ab

    ab New Member

    Kleine Empfehlung: Bestrafe nicht den Rest des Teams für etwas, mit dem sie nichts zu tun haben.

    ab
     

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