System Optimizer. -Wer hat schon Erfahrung damit?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von galahead, 24. April 2004.

  1. galahead

    galahead New Member

    Hallo,

    in irgendeiner MAC-Zeitschrift (ich glaube macnewspaper) wurde das Programm "System Optimizer" empfohlen (http://macupdate.com/info.php/id/7076).

    Soll den Mac und Internet schneller machen (besitze selber ibook
    700) und RAM effizienter verwalten.

    Nutzt es jemand und könnte es empfehlen? Ist ja für 12$ relativ günstig.

    danke prentizz
     
  2. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Totaler Müll.

    Solche Apps sind simple Frontends über die im System vorhandene Processe aktiviert werden können.

    Die 12 $ sind rausgeschmissenes Geld.
    Wenn Du schon solche sog. Optimizer benutzen willst, dann nimm kostenlose.
    Ansonsten kannst Du die ganzen Funktionen über das Terminal per Kommandozeile ausführen lassen.

    Kostet auch nix. ;-)

    -
    Über Sinn und Unsinn solcher Programme würde über die Jahre hinweg ausschweifend diskutiert.
    Deshalb kein Kommentar von mir zu den einzelnen Funktionen.
     
  3. galahead

    galahead New Member

    Danke für die schnelle Antwort.

    @gratefulmac:
    Aus der Sicht eines Terminal-Befähigten ist so ein Programm wie System-Optimizer sicherlich rausgeschmissenes Geld. Ich selbst gebe lieber einmalig 12 $ Dollar aus, um mir die Zeit des Anlernens der Terminal-Sprache zu ersparen (Wie heist es so schön: Zeit ist Geld). Bentuze ja auch GoLive um mir die HTML-Sprache nicht ausschweifend anlernen zu müssen.

    In meiner Frage geht es eigentlich um die Zuverlässigkeit des Programms, d.h. ob jemand damit schlechte Erfahrung gemacht hat oder worauf man achten sollte. Die Kontroverse um Norton ist doch ein gutes Beispiel. Außerdem wurde seit den letzten Versionen von System Optimizer dass Programm hier im Forum nicht erwähnt.
     
  4. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Die Liste der Alternativen:

    Cocktail
    Onix
    Xupport
    MOXoptimizer
    Broadbandoptimizer
    MacJanitor
    ect.

    -
    Alle tun ähnliche Dinge wie, Cronjobs ausführen; Cache lehren; Firewall aktivieren, Journaling an und ausschalten, Rechte reparieren ect.

    Einen großen Teil kannst Du über das Festplattendienstprogramm durchführen.
    Cronjobs erledigt der Rechner automatisch in der Nacht.
    Letztlich bleibt nicht viel übrig, was die 12 $ lohnt.

    Und das wichtigste, Du mußt eh wissen was die Tools im System machen.
    Ansonsten kannst du schon Problemchen bekommen.

    (Suche jetzt mal den Link zum Problemchen ;-) )
     
  5. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Nur mal zur Richtigstellung:

    Ich spreche mich nicht gegen Systempflege als solche aus.
    Ich bin nur der Meinung, das die "Pflegemittel" , welche OS X als Standard mit bringt und welche im Ordner "Dienstprogramme" zu finden sind, hinreichend genügen.

    Ich persönlich halte die kostenpflichtigen Systemoptimizer für schlichte Abzocke.
    Denn , bis auf die Erstellung der GUI mittels dem Gratisprogramm Xcode, wird nichts eigenes an Arbeit von den Herstellern der Tools eingebracht.
     
  6. ihans

    ihans New Member

    Halte von diesen tools auch nichts, das einzige was läuft, ist macjanitor(crons) da der rechner nachts aus ist.für ein paar systemveränderungen(rollpfeile hoch/runter sind oben und unten) nutze ich tinkertool.Das wars, der rechner läuft und läuft läuft und läuft läuft und läuft läuft und läuft.....
     
  7. mausbiber

    mausbiber New Member

    Ich halte ebenfalls nix von den ganzen Optimierungstools...

    Zur Systempflege benutze ich lediglich
    das Festplattendienstprogramm nach Softwareinstallationen um die Benutzerrechte zu reparieren.

    Macjanitor - weil es schlicht kompfortabler ist als das Terminal zu starten und die 3Befehle einzugeben - und welcher Privatrechner läuft schon Tag und Nacht...

    und CarbonCopyCloner als Backupprogramm und als kostenlosen Defragmentierer.
    Das Thema Defragmentieren wurde hier auch schon häufig besprochen - und eigentlich braucht man das bei OSX auch das nicht.
    Allerdings hab ich festgestellt, daß wenn man häufig Videofilme von einem Digitalem Camcorder importiert,bearbeitet...(da kommen einige zig Gigabyte zusammen)....
    die HD nach einiger Zeit schon etwas anfängt zu rattern.
    Wenn man jetzt mit CCC die HD clont und dann wieder zurückspielt läuft die HD anschliessen ruhiger - das ist zumindest mein Eindruck.
    Aber falls Du für so was den Rechner nicht einsetzt ist auch das eigentlich unnötig.

    Ansonsten kommt der ständige Defragmentierwahn eigentlich von der Windows-Seite - FAT16/32 waren tatsächlich eine Katastrophe in dieser Hinsicht.
    Selbst bei OS9 hat das Defragmentieren kaum was gebracht - auch dort war das simple hin-und-zurückkopieren völlig ausreichend.

    Das beste "Optimierungstool" bei OSX ist aber
    RAM RAM RAM RAM......... :D

    Den Broadbandoptimizer hab ich auch ausprobiert - bin mir aber bis jetzt nicht sicher, ob er tatsächlich was bringt.
    Mein 2.Rechner ohne Broadbandoptimizer empfinde ich nicht als langsamer - vielleicht ist auch dieses Tool nur ein Placebo..
     
  8. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    Wenn du die Internetverbindung optimieren willst benutz Broadbandoptimizer ;)

    Gruss
    Kalle
     
  9. kawi

    kawi Revolution 666

    > System Optimizer. -Wer hat schon Erfahrung damit?

    Ich. Ergebniss: trotz (oder vielleicht doch gerade deswegen?) der ständigen Anwendung von "Optimier" Tools hatte ich von 10.1.x bis 10.2.x immer ein irgendwie schwammiges OS, das öfter mal eine kernelpanik brachte (so 1 mal im Monat) und das ich zu Zeiten von 10.2 nur mit 2 kompletten Clean Installs wieder fit bekommen habe. (in 8 Monaten!)

    Beim letzten Clean Install Anfang 2003 hab ich dann geschworen NICHTS mehr ans System zu lassen als das System selbst. Seitdem kein schwammiges OS, nur 2 kernelpanik die allerdings meine webcam mit QT Broadcaster ausgelöst hat und keinen einzigen Clean Install ... selbst 10.3 ist drüber gebügelt.

    Warum: Wenn es keinen grund gibt irgendetwas am OS zu optimieren dann sollte man auch nicht "auf gut Glück" irgendeins dieser Tools mal "drüber laufen lassen" Die Auffassung "es kann ja nix schaden" stimmt nicht. Wenn man nicht krank ist und trotzdem Tabletten und Medikamente zu sich nimmt schadet das auch. So sehe ich es mit optimierern.
    Wenn eine DSL verbindung von Testservern den maximalen Download Speed liefert ( um die 96kb/s) dann gibts keinen grund mit einem Optimierer da rum zu drehen. Was genau machen denn solche Tools? den MPU Wert verstellen? Kann man seit 10.3 auch per Hand. in den Systemeinstellungen.
    Für DSL ist OS X perfekt per default konfiguriert. Womöglich kann man eine ISDN oder Modem verbindung besser abstimmen.

    Wenn mein OS ruhig läuft und keine probleme macht, wieso lass ich dann ein Tool laufen und klicke wie wild auf alle angebotenen Optionen?
    Kann mir jemand einen grund sagen warum man in einem laufendem betrieb ein Pre-Binding auslösen sollte?
    Warum man die ds_store Dateuien von ordnern löscht die im nächsten Moment so oder so wieder selbst angelegt werden?

    Nur weil man die Möglichkeit hat mit diesen Tools sowas zu machen, heisst das noch lange nicht das es in jedem Fall sinnvoll ist. Diese Tools bieten oft 10 Unix Tools unter einer GUI zusammengefasst. Nicht das diese Tools an und für sich sinnlos wären. nein, aber es sind Tools die allesamt jedes für siuch einen komplett anderen Zweck erfüllen, einer komplett anderen problemlösung dienen.
    Aber anstatt sich darüber Gedanken zu machen wird der rat gegeben "mal Onyx drüber laufen zu lassen" sobald das kleinste Problem auftritt. Was impliziert das der Anwender einfach mal so jede einzelne Option anklickt.
    Solche Ratschläge sind kompletter Bullshit. Für EIN Problem das man hat, lohnt es sich vielleicht genau DIESE EINE Option auszuführen, die dafür gedacht ist.
    Stattdessen schießt man aus allen Rohren auf das OS, weil man ja nicht weiß was man genau auslöst.

    Ich hab seit über nem Jahr jetzt ein stabiles OS und habe davor 1,5 jahre ein weit weniger stabiles OS gehabt. Das einzige userverhalten das ich geändert habe ist: Kein einziges dieser Tools mehr an die Platte zu lassen. (macJanitor ausgenommen, bzw ein anderes das die cronjobs auslöst)

    Der Versuchung bei einem dieser Optimiertools auch mal alle Funktionen durchzuprobieren ist wohl irgendwann jeder mal erlegen. Und genau das kann ein an und für sich stabiles OS auch mal eher zum schwimmen bringen, als wenn man es einfach laufen lässt.

    Fazit: Klicke nichts von dem du nicht genau weisst was es tut, was es für auswirkungen hat und ob du tatsächlich bedarf und Grund dafür hast. Auch "Optimier" Tools können sich negativ auf ein stabiles OS auswirkungen wenn sie Grund und Sinnlos durchgeklickt werden.
    Wenn ein OS öfter ist Trudeln gerät, kann oft auch mal die RAM aufrüstung Abhilfe schaffen. ;-)
     
  10. mymy 13

    mymy 13 New Member

    ...und dem ist absolut nichts hinzuzufügen! Ausser vielleicht, dass jeder diesen unsäglichen Verführungen im www. von Zeit zu Zeit erliegt.:)


    Gruß
    Michael
     

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