Tipp

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von gunja, 29. Juni 2006.

  1. gunja

    gunja New Member

    Tipp

    In Bremen gibt es

    - eine Ausstellung der Vera Molnar für Interessierte an Computerkunst (in der Kunsthalle)

    und für eher an Figuren Interessierte gleich daneben im Marckshaus

    - eine Ausstellung von winzigen Figürchen in großen Sälen und als Zugabe oder eher Entschädigung eine Ausstellung von Riesinnen in einem kleinen, ja winzigen Häuschen.

    Vielleicht ist jemand zufällig in der Gegend und braucht was für den Kunstsinn. Schlangen wie bei den sogenannten großen Ausstellungen braucht niemand fürchten. Es ist angenehm ruhig, kein Fußballgeschrei, keine zusammenbrechenden Fans, wenn die Mannschaft verliert, keine Bierflaschenberge.

    Erzählen kann man davon auch weniger Kunstbegeisterten: Man habe einen Picasso gesehen! und eine Nana von Niki de Saint Phalle! Ihr müsst ja nicht dazusagen, dass die Figuren winzig klein sind *lach*. Es gibt aber auch ein freundliches Schwein und ein paar komische Esel. Wie gesagt, die Riesinnen entschädigen ... meiner Ansicht nach.

    Geheimtipp für Sponsoren: Die Riesinnen sind noch preiswert und in edlem Apfelweiß.

    Wer wirkliche Anstrengung sucht, müsste auch noch in die Weserburg.
    Da gibt es den Gotthard Graupner nun nicht mehr zu sehen - *ätsch*. Der wär ja auch zu schön gewesen. Aber es gibt noch diverses anderes, u.a. Jan Fabre, den Wolkenvermesser, da hab ich aber nur kurz reingeguckt, oben einen Boltanskiraum und anderes, um die Seelenkräfte zu testen - mich hat ein Teil gehörig erschreckt! - aber da waren meine Kräfte dann auch am Ende und ich wollte nun doch lieber und nur noch ein Stück Fußball gucken ...
     
  2. maiden

    maiden Lever duat us slav

    hach, Bremen Mon Amor

    Im August vielleicht
     
  3. gunja

    gunja New Member

    Im August sind die Ausstellungen noch da, aber nicht den ganzen August!

    Molnar bis 13.8. und Effern bis 20.8. - Montags geschlossen!
     

    Anhänge:

  4. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Würde ich in Bremen wohnen, täte ich es mir ansehen.
     
  5. gunja

    gunja New Member

    Nette Antwort!

    Manchmal fragen ja Forumler, was sie in dieser oder jener Stadt tun könnten. Der Tipp war eher so gemeint, dass man auch mal in eine Ausstellung gehen könnte. Anlass war eine kleine Notiz in der Zeitung, die informierte, dass das durchschnittliche Gehalt eines Künstlers gesunken sei. Nein, es lag davor nicht bei zehn sondern schon deutlich unter einem Tausender.

    Man setzt sich in einer Stadt womöglich lieber mal in ein Café oder in einen Biergarten oder spaziert an einem Fluss entlang, eventuell besichtigt man auch Gebäude, aber in eine Ausstellung, es sei denn, dort gebe es Macs zu sehen, scheinen nicht so arg viele zu gehen.

    In Berlin könntest du mal die Werke der Tine angucken und darüber berichten. Aber auch sonst dürfte dort die Anzahl der Ausstellungen relativ und absolut ziemlich hoch sein und die Auswahl groß. Öffentliche Museen sind hoch subventioniert, so dass die "Schnäppchen"leute eigentlich täglich dort ihr Quantum an Schnappi absahnen könnten, aber komischerweise wollen sie lieber noch ein weiteres Teil, was bloß Platz wegnimmt, wohingegen nach dem Besuch einer Ausstellung allenfalls eine Eintrittskarte zu entsorgen wäre, die anderen Ergebnisse aber alle umweltfreundlich im Kopf und Seele gespeichert werden. Nunja, da ist natürlich auch nicht unbegrenzt Platz.

    Die Riesinnen haben übrigens den Titel "Simone tanzt" und von dem Durchschnitsgehalt eines Künstlers sind sie nicht zu bezahlen.
     
  6. Lila55

    Lila55 New Member

    Finde ich eine prima Idee von dir, diese Tipps weiterzugeben. Und vielleicht reg(t)en sie ja den einen oder anderen zu einem Wochenendausflug an - Bremen ist sicher auch abseits der Ausstellungen besuchenswert :)
     
  7. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Wir (meine Frau und ich) haben – als wir jünger und noch nicht selbständig waren – sehr viel kulturell unternommen. Alle großen (und auch kleine) Ausstellungen, die eine Stadt wie Berlin bietet, besucht. Die Freie Berliner Kunstausstellung mit ihrem vielfältigen Angeboten – von Mist bis hochwertiger Kunst – haben wir über viele Jahre jedes Jahr besucht. Dazu jeden Monat mindestens einmal ins Theater (seit Anfang der 70er Jahre) oder in Konzerte. Ich meine wir haben die vielfältigen Angebote genutzt, waren häufig Gast in Galerien. Und das nicht zu Vernissagen, die wir schnell haßten. Das blasierte Getue nicht weniger Anwesender ging uns auf den Senkel. Wir haben auch Kunst gekauft und sie in unserer Wohnung aufgehängt und gestellt.
    Seit ich selbständig bin fehlt mir leider die Zeit. Ich brauche einfach (sicher auch altersbedingt) mehr Zeit zur Regenerierung. Hätten wir einen 8-Stunden-Tag, würden wir sicher noch so leben, wie wir das früher getan haben.

    Eins wissen wir, wenn wir auf Rente sind, werden wir unser altes Leben, soweit es uns möglich ist, wieder aufnehmen und uns vieles was uns interessiert, anschauen.
     
  8. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ähhh, noch was. Sehr stark ist den Künstlern aber nicht damit gedient, sich die Sachen nur anzuschauen und im Kopf aufzubewahren. Davon kann kein Künstler leben. Es gilt ja Kunst, seinem Geldbeutel entsprechend, zu kaufen, um das Schicksal der Künstler zu verbessern. Und unsere Wohnung ist voll mit Kunst, wenn mal Neues hinzukommt, muß umgehängt bzw. ausgetauscht werden, weil kein Platz mehr vorhanden ist. Wir haben noch nicht einmal mehr Platz einen größeren Kalender aufzuhängen. Alles was hängt sind Originale, die wir im Laufe unseres Lebens kauften. Sicher nichts Bedeutendes darunter, aber eben Bilder, die uns persönlich gefielen. Von daher muß ich kein schlechtes Gewissen Künstlern gegenüber haben. Wenn alle soviel Geld für Kunst ausgegeben hätten...
     

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