Trautes Heim

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von macNick, 26. April 2004.

  1. macNick

    macNick Rückkehrer

    Welche Bücher zum Thema »Hauskauf« können diejenigen Insassen empfehlen, die sich bereits in dieses Abenteuer gestürzt haben?

    Es sollte das kleine ABC des Immobilienerwerbs drin stehen, also Finanzierungsvarianten, gängige und versteckte Nebenkosten, Steuerliches, Fallstricke usw.

    Nein, ich habe nicht geerbt und auch kein Geld gefunden. Ich will mich nur beizeiten informieren.
     
  2. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Die Zeitschrift "CAPITAL" hat schon öfter über das Thema berichtet. Vielleicht findet sich etwas in einem digitalen Heftarchiv.
     
  3. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Das spezielle Buch, das Du suchst, schreibt alleine das Leben ... um es pseudophilosophisch auszudrücken :)

    Auch mir haben damals wohlmeinende Freunde Bücher und Broschüren aller Art in die Hand gedrückt (danach weiss man erst, was Banken, Bausparkassen, Wirtschaftsmagazine, Verbrauchermagazine, Versicherungen und dergleichen für die 'Publishing'- und 'Printing'-Industrie tun) - es hilft aber alles nichts, denn es kómmt alles anders als man denkt.

    Zwei Sachen habe ich gelernt (hätte so auch in keinem Buch gestanden):

    1.) Traue keiner Finanzierunszusage einer Bank, es sei denn, mindestens der Vor- Vor- Vorgesetzte Deines Bankberaters hätte sie unterschrieben. Falls Du so einer Zusage dennoch vertraut haben solltest, halte Deine Herztropfen bereit, wenn Du zwei Tage vor dem Geldübergabetermin Deinen Bankberater besuchen gehst um ihm mitzuteilen, dass Du 'das Geld' übermorgen brauchst!

    2.) Wenn Du etwas anderes als einen Neubau zu kaufen/bauen gedenkst, multipliziere den Kaufpreis mit 2, plane den Umzugstermin nicht eher als 8 Monate nach dem Kauftermin (18 Monate, falls nicht ein Archtiekt die Renovierungs-/Umbauarbeiten betreut, denn ohne Architekt dauert jede Genehmigung doppelt so lange, und die Handwerker kommen erst gar nicht) - aber nur, wenn zum Zeitpunkt des Kaufes keine Mieter mehr im Haus sind. Falls doch, verlängere vorsichtshalber Deinen eigenen Mietvertrag nochmal für 5 Jahre...

    In manches kalte Wasser muß leider doch jeder für sich alleine springen!

    ciao, maximilian
     
  4. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Mit Do-it-yourself und der Verwendung von Naturmaterialien lässt sich außerdem jede Menge Geld sparen (s. Bildbeispiel). :klimper:
     
  5. turik

    turik New Member

    Ich habe "es" mit einer kleinen Regionalbank "Auge in Auge" getan und bin gut gefahren. Es war kein Neubau, aber die Bausubstanz war gut und es gab keine Probleme.

    Entscheidend ist die Lage, die Lage, die Lage. Denn das wirkt sich dramatisch auf die Bewertung und damit auf den Wiederverkaufswert und somit auf die Höhe der Belehnung aus.
    Wichtig ist, genug Kapitalhäufchen zu haben (hierzulande ca. 20 %) und eine einigermassen sichere, intakte Einkommenssituation.

    Ich habe es nie bereut, obwohl wir uns oft einschränken mussten.
    Einen Architekten brauchte ich für den Umbau nicht. Solange du nicht an der Statik des Gebäudes herumschnipselst, machst du das direkt mit den Handwerkern. Musst dann halt auch mal tagsüber auf der Baustelle sein.
     
  6. macNick

    macNick Rückkehrer

    Was Du da so beschreibst, hat man ja irgendwie schon geahnt bzw. immer mal wieder gehört.
    Aber es kann doch wohl nicht sein, dass alle schriftlichen Ratgeber Murphy's* Law und die teutonische Bürokratie ignorieren, oder?

    Aber schön zusammengefasst hast Du es allemal!


    * In diesem speziellen Fall stimmt das Apostroph, weil englisch!
     
  7. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Das besondere an Murphys Gesetz (*) ist eben seine ganz eigene Unvorhersehbarkeit! Nicht einmal die Autoren des großen 'Capital (= 'AnlegerBild') -Bauherren - Ratgeber' kennen alle Paragraphen dieses Gesetzes!

    Und was die teutonische Bürokratie angeht: Die ist wenigstens zuverlässig, im Guten (so es das gibt) wie im Schlechten... Meine Eltern haben sich in irgendeinem Wahn dazu verstiegen, ihr Häuslein in Italien zu bauen ... die Auswüchse der dortigen Bürokratie haben sich bisher noch jedem Versuch entzogen, sie in schriftlicher Form festhalten zu wollen - aber so etwas hast Du hoffentlich nicht vor, oder?


    ciao, Maximilian

    (*) Wenn man es auf Deutsch schreibt, geht es auch ohne Apostroph :D

    PS: Falls Du ein älteres Objekt im Auge haben solltest, beschäftige Dich beizeiten mit der 'Wärmeschutzverordnung' ... eine kleine Nachlässigkeit kann da schnell den Kaufpreis verdreifachen ...
     
  8. macNick

    macNick Rückkehrer

    Neenee, was konkretes habe ich überhaupt nicht im Auge.
    Es ist nur so, dass sowohl ich, als auch die Ente meiner Wahl dieses Jahr mit den »Lehrjahren« fertig werden und deshalb das Schreckgespenst der zusammenbrechenden Altersversorgung am Horizont langsam an Deutlichkeit gewinnt.
    Und bevor ich die nächsten 30, 40 Jahre irgendeinem Vermieter Kohle in den Rachen schmeiße, die am Ende einfach weg ist - naja, die Argumente für den Hauskauf sind ja bekannt.
     
  9. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Die dagegen hoffentlich auch? :embar:

    Wie z.B.:

    - Verreckt die Heizung, kann man niemandem mehr einen netten Brief schreiben in dem steht: Nach Rücksprache mit meinem Anwalt möchte ich Ihnen hiermit folgendes mitteilen: Wenn Sie nicht bis übermorgen (in Worten: ÜBERMORGEN!!!) für die Erneuerng unserer Heizung gesorgt haben, werden wir die Miete für die nächsten 20 Jahre im voraus einbehalten! Und ausserdem für jeden Tag, an dem die Temperatur in der Besenkammer unter 24 Grad fällt, ein Schmerzensgeld von Euro 850 (pro Person!) rückwirkend auf die bereits bezahlte Miete einfordern... Dann hilft nur noch gemeinsam frieren, denn die im Interesse einer schnellen Abzahlung allzu großzügig bemessenen Raten lassen leider keine Luft für unvorhergesehenes...

    - Was ist, wenn in zwei, fünf oder 10 Jahren ein ganz toller Job an einem ganz tollen Ort mit ganz toll netten Leuten lockt? Das Haus (immer mit Verlust!) verkaufen? (Falls doch ein Gewinn dabei herauskommen sollte, wobei Ihr die ersten wärt, die das schaffen!, holt sich den das Finanzamt, Stichwort 'Spekulationsfrist'). Einstweilen vermieten? Und wenn die toll netten Leute vom ganz tollen Job in Wirklichkeit ganz große A****löcher sind (das sind solche Leute nämlich immer) und man nach zwei Jahren reumütig zurückkehrt, kann man fünf Jahre lang zur Miete im Nachbarhaus wohnen und den Mietern (Stichwort 'befristeter Mietvertrag' - eine ganz böse Falle und ein großes Betätigungsfeld für Mr. Murphy wenn es um die Feinheiten solcher Verträge geht!) im eigenen Haus eine Heizungsreparatur nach der anderen bezahlen ... während man selbst im Nachbarhaus friert, weil das Geld nie und nimmer für Miete (die man selbst bezahlt ist immer viel höher als die, die einem andere zahlen!), Raten, Heizungsreparaturen und dann noch das Gas für die Heizung der eigenen Wohnung reichen wird...

    Trotzdem ... ich würde es wieder tun :)

    ciao, Maximilian

    PS: Was auch in keinem Buch so genau steht: Die 'Eigenheimzulage' beträgt für 'Gebrauchtimmobilien' nur die Hälfte (also fast nichts). Wenn aber die Renovierungskosten dieselbe Größenordnung erreichen wie die Anschaffungskosten (und das tun sie immer, siehe mein erstes Posting ;) - und der Steuerberater was drauf hat und man ausserdem alle Belege brav gesammelt hat), dann bekommt man die volle Eigenheimzulage. Aber nur, wenn man dem Finanzamt gegenüber sehr, sehr hartnäckig bleibt.
     
  10. macNick

    macNick Rückkehrer

    Bist Du der Typ aus der Fußgängerzone mit dem Schild »Das Ende ist nah!«...?
     
  11. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Nein, aber wenn das so weitergeht, werde ich bald einer von den Typen aus der Fussgängerzone sein, die sich mit den Tauben und Enten um die weggeworfenen FishMacs balgen ... wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, sich Adelskrone (oder wie immer die Aldi-Plörre gerade heisst) sixpackweise zu verabreichen!

    Ob ich vielleicht vorher doch das richtige Buch hätte lesen sollen ? ;(

    ciao, maximilian
     
  12. Singer

    Singer Active Member

    Hallo, macNick,

    es gibt auch speziell zu diesem Thema Bücher/Broschüren von den Verbraucherzentralen. Diese Ratgeber scheinen mir schon deshalb seriös, weil kein Eigeninteresse dahintersteckt. Die 16 DM, die die früher mal gekostet haben, lohnen sich bestimmt.

    http://www.vz-nrw.de/UNIQ1081595970014065318/doc42A.html
     
  13. macNick

    macNick Rückkehrer

    Tauben sind unter der Würde eines jeden Erpels.
     
  14. macNick

    macNick Rückkehrer

    Sechzehn Mark? Wovon soll ich denn dann noch ein Haus kaufen? Irrsinn!
     
  15. Singer

    Singer Active Member

    Nun, ich denke, damit hat sich das Thema dann erledigt.

    :)

    Oder - heh, wart' mal, Du wolltest wahrscheinlich kein Haus, sondern eher eine Brutstätte erwerben, oder? Vielleicht gibt es da ja was passendes von Lego oder so…
     
  16. macNick

    macNick Rückkehrer

    Naja, wenn ich Geld hätte, dann würde ich einfach hergehen, und ein bis neun Häuser kaufen, mal sehen was passiert.

    Leider werde ich die dafür nötigen 300-400 T€ nicht so ohne weiteres aus den Federn schütteln. Aber an 9 € für eine Broschüre soll es nicht scheitern...
     
  17. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Neun Häuser für 400T Euro? Wo, wie, was? Ich auch will!

    ciao, maximilian
     
  18. macNick

    macNick Rückkehrer

    Ok, ich geb' Dir eins ab.
     
  19. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    MONOPOLY :embar:
     
  20. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Auf dem Heimweg habe ich noch ein bischen über diese Frage nachgedacht (je schöner man wohnt, umso weiter muss man fahren ... wieder so eine Weisheit, die in keinem Buch steht ...), zwar sind mir keine Buchtitel zum Thema eingefallen, aber ein paar ernsthafte Tips (darunter einige hanebüchene Binsenweisheiten, wie ich fürchte) muss ich doch noch loswerden:

    0.) Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!
    Die Zinsen werden wohl nicht mehr viel günstiger werden - und wenn man ein halbwegs gesichertes Einkommen (und/oder ausreichende Ersparnisse bzw. Sicherheiten) hat, ist es sehr viel angenehmer, Zins und Tilgung für ein eigenes Objekt zu zahlen, als Monat für Monat seine Miete 'wegzuschmeissen'. Man kann heute, zumindest in unserem Teil Deutschlands, für die Miete einer Dreizimmerwohnung die ganzen Zinsen (aber nicht die volle Tilgung!) eines kleinen Hauses zahlen. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass die monatliche Belastung insgesamt größer wird, jedenfalls dann, wenn man den Zeitpunkt der vollständigen Abzahlung selbst erleben will! Dazu kommt natürlich, dass man alle Reparaturen und Nebenkosten von Anfang an in voller Höhe selbst tragen muss.

    1.) Bauen oder kaufen?
    Es gibt zwei grundsätzliche Typen von Menschen: Die 'Häuslesbauer', das sind diejenigen, die sich nur richtig wohlfühlen, wenn sie ihr Domizil von Anfang an (und möglichst in allen Details) selbst mitplanen konnten, und die Wert darauf legen, dass alles im Haus neu und unbenutzt ist. Die anderen, ich nenne sie mal 'Renovierer', lieben alte Häuser, gerne auch auch mit Komplikationen - dafür aber zum Schnäppchenpreis (vermeintlich!, denn insgeheim wissen sie alle, dass die Folgekosten quadratisch mit der Einsparung beim Kaufpreis steigen); aber vor allem lieben sie ein Haus dann, wenn es viele Möglichkeit zur individuellen Umgestaltung bietet. Als 'Renovierer' sind einem glücklicherweise ein paar grundlegende Entscheidungen bereits abgenommen worden, dafür findet man sich aber mit einigen fremden Präferenzen konfrontiert, die man _so_ nicht gefallen und für die man schleunigst eine bessere Lösung finden muss. 'Renovierer' sind die Leute, deren Augen beim Blättern in Immobilien-Exposés zu leuchten beginnen und denen beim Anblick von Bauplänen Sätze entfahren wie: 'Die Wand hier müßt Ihr unbedingt wegmachen, dafür gehört da eine Treppe hin und dort vorne wäre ein Wintergarten genau richtig'.
    Werdet Euch also vorab darüber klar, zu welcher Gruppe Ihr gehört - in einem 'sterilen' Neubau, auch wenn er in einem familien- und kleinkinderfreundlichsten und infrastrukturmäßig optimal erschlossenen Neubaugebiet steht, kann kein 'Renovierer' glücklich werden. Es gibt da einfach nichts für ihn zu tun! Genausowenig wird der 'Häuslesbauer' auch nur eine einzige ruhige Nacht verbringen im weinumrankten Hexenhäuschen mitten im Wald, mit Siebenschläfern unterm Dach, und Spinnen in jeder Mauerritze und Silberfischen im Ausguß und ohne Müllabfuhr und DSL und Kabelfernsehen, dafür aber mit einer Zufahrt, die nach zwei Tagen Regen zum Schlammloch wird ...
    Bauen ist wesentlich kalkulierbarer, ich würde es aber trotzdem nur 'schlüsselfertig zum Festpreis' tun! Und keine Zahlungen vorab leisten, immer nur 'Abschlagszahlungen gemäß Baufortschritt'.
    Beim Renovieren einen eventuellen Hang zum Perfektionismus in die Schranken verweisen! Ein altes Haus in einen 'perfekten' Neuzustand zu versetzen kostet mehr, als ein neues zu bauen! Ins Uferlose führt auch dieses 'konsequente' Denken: "Jetzt lassen wir schon alle Fenster erneuern, dann machen wir doch auch gleich neue Türen rein -und wo wir gerade dabei sind, könnten wir eigentlich auch das Dach neu decken und ausserdem..." Da kann ich ein Lied davon singen!

    2.) Professionelle Hilfe suchen!
    Unbedingt, unbedingt, unbedingt _von_ _Anfang_ _an_ Profis hinzuziehen:
    - Beim Häuser/Bauplätze-Besichtigen, zumindest wenn es in die ernste Phase geht, unbedingt einen Architekten mitnehmen! Er kann einem realistische Folgekosten beim Kauf eines alten Hauses beziffern - und er hat am ehesten die Möglichkeit herauszufinden, warum Gemeinde X plötzlich in großem Umfang Wohngebiete erschliesst und zum unglaublich günstigen Quadratmeterpreis anbietet. Die Entscheidungen für den Bau von Autobahnbrücken, Müllverbrennungsanlagen, Startbahnen und dergleichen fallen lange bevor der erste offizielle Antrag dafür im Gemeinderat auftaucht.
    Mit Verträgen und Vertragsentwürfen baldmöglichst zum (eigenen!) Rechtsanwalt gehen. Das kostet vielleicht 200 Euro, kann einen aber davor bewahren 200.000 Euro in den Sand zu setzen (Stichwort: Immobilien, die zum Kaufzeitpunkt noch vermietet sind; Immobilien, die nicht im Besitz einer einzelnen Person sind).
    Mit den Finanzierungsangeboten der Banken/Bausparkassen/Versicherungen zum Steuerberater gehen. Klingt vielleicht überflüssig, hat uns aber sehr geholfen (Stichwort: Volle Eigenheimzulage). Ausserdem haben die Stb. normalerweise einen guten Überblick über das aktuelle Zinsniveau und die Konditionen.
    Größere Revovierungs- und Umbauarbeiten vom Architekten koordinieren und überwachen lassen! Er weiss, wie lange ein Fliesenleger für x Quadratmeter brauchen darf und läßt sich von ihm keinen Bären aufbinden. Ausserdem interessieren sich viele Handwerker nicht sehr für Kleinaufträge von Privatleuten ("Mein Mann ist gerade auf der Baustelle, aber er ruft Sie gleich zurück, wenn er wieder da ist" haha!), kommt derselbe Auftrag aber vom Architekten, wird er zügig ausgeführt, weil man auf fette Folgeaufträge hofft!

    3.) Finanzierung frühzeitig klären.
    Nichts ist blöder, als sich in ein 'Traumhaus' oder das 'Traumgrundstück' zu verlieben, nur um herauszufinden, dass einem niemand Geld dafür leihen will! Sei es, weil es im Vergleich zum eigenen Einkommen einfach zu teuer ist, sei es, weil es die Bank nicht als Sicherheit akzeptieren mag. Hier haben die Bankangestellten aber einen viel größeren Ermessensspielraum, als man denkt - wenn Pläne/Fotos den Banker nicht überzeugen, hilft manchmal eine Besichtigung!

    4.) Absichern nicht vergessen.
    Auch wenn es die Banken nicht (mehr) verlangen, ist eine Lebensversicherung des 'Hauptverdieners' die beste Garantie dafür, dass der Rest der Familie im eigenen Haus wohnen bleiben kann, wenn diesem etwas zustossen sollte. Damit er selbst auch da wohnen bleiben kann, im Falle dass sein Unfall (oder Krankheit oder was auch immer) nicht ganz tödlich ist, empfiehlt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die ist aber nicht billig und sollte rechtzeitig in die Kalkulation einbezogen werden.
    Eine Gebäudeversicherung verlangt meistens schon die Bank (sofern das Gebäude als Sicherheit dient), ansonsten sollte der gesunde Menschenverstand ausreichen, um die 200 Euro im Jahr als sinnvolle Ausgabe erscheinen zu lassen.
    Während der Bau-/Umbauzeit ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sehr sinnvoll (und mit ca. 100 Euro auch noch günstig) - falls jemand in die Baugrube fällt oder von einem Dachziegel getroffen wird.

    5.) Folgekosten nicht unterschätzen.
    Wenn man schon x00k€in seine Immobilie gesteckt hat, will man natürlich keine Lampen vom Lidl an der Decke haben ... also geht man in einen richtigen Lampenladen, aus dem man dann mit drei Kartons unterm Arm wieder herauskommt, die dafür aber einen vierstelligen Eurobetrag gekostet haben. Auch sehr verbreitet ist es, zusätzliche Schulden zu machen ("Ob ich 400.000 oder 450.000 € zurückzahlen muss, ist doch wirklich egal!"). Viele junge Familien kaufen deshalb zusammen mit dem neuen Haus auch gleich ein neues Auto!

    So, das reicht jetzt aber, sonst schreibe ich wirklich besser ein Buch zum Thema!

    ciao, Maximilian
     

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