Umsteigen von iMovie/iDVD auf Final Cut

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Ahnungsloser, 16. August 2005.

  1. Ahnungsloser

    Ahnungsloser 24" ist nie zu groß

    Wer hat den Umstieg auf Final Cut Express und oder DVD Studio Pro gemacht?

    Wer kann darüber berichten wie groß die Unterschiede sind bzw. wie lange die Einarbeitung dauert?


    Ich erstelle bisher Videos und DVD?s für den privaten Zweck.

    Habe aber Lust auf mehr.
     
  2. petervogel

    petervogel Active Member

    ich kenne imovie ziemlich gut und habe mal final cut express ausprobiert: ist schon eine ganz andere baustelle und da muss man eine steile lernkurve durchlaufen.
    wenn du mit imovie an deine grenzen stösst (war bei mir auch so), dann gibt es halt nichts anderes.

    kannst dir ja mal "avid freedv" laden. das ist kostenlos und von der bedienung her eher so wie final cut express. nur, um mal einen eindruck zu bekommen.
     
  3. polysom

    polysom Gast

    Also ich find Final Cut ziemlich kompliziert. Man kann zwar mehr Sachen machen aber man braucht ziemlich lange bis man sich reingearbeitet hat.
    Das würd ich nur empfehlen wenn man viel mit Videoschnitt macht oder von den iMovie Bugs die Schnauze voll hat.
    DVD Studio Pro hingegen finde ich viel besser als iDVD, dort umzusteigen würde sich schon eher lohnen, wenn man denn auch tüchtig DVD's brennt.
     
  4. anoshi

    anoshi Member

    Es hat ziemlich gedauert (so ca. 5-10 Wochenenden), bis ich mit FCE und DVD Studio Pro die Sachen machen konnte, die man mit den entsprechenden iApps mal eben so gemacht hat. Insbesondere die intuitive Bedienung hat mir sehr gefehlt (am Handbuchstudium geht kein Weg mehr vorbei). Wenn man es dann aber kapiert hat, möchte man eigentlich nicht mehr zurück, denn die Möglichkeiten der (halb-) professionellen Programme sind erheblich größer.

    In der Lernphase habe ich mir damit geholfen, dass ich Sachen, die ich mit FCE nicht hingekriegt habe (Ken Burns Effekt bei Standbildern) in iMovie gemacht habe und diese Projekte dann in FCE importiert habe. Was mir in DVD Studio richtig fehlt, sind die fertigen Themen von iDVD. Man kann über deren visuelle Qualität streiten, aber so 2-3 sind doch ganz schön. Etwas ähnliches in DVD Studio nachzubauen, habe ich noch nicht hingekriegt.

    Alles in allem muss man sich bei den großen Programmen sehr intensiv mit der Materie und dem ganzen technischen Drumherum (PAL oder NTSC, Keyframes, Bitraten, Dateiformate etc.) auseinandersetzen, um zu einem halbwegs professionellen Ergebnis zu kommen. Dazu kommen noch die Macken der Programme (so gerät z.B. bei Compressor 1 die Synchronität von Bild und Ton bei längeren Filmen auseinander, Compressor 2 soll bei falschen Einstellungen sehr langsam werden), die einem den Spaß ziemlich verleiden können. Dann ist intensive Internet-Recherche insbesondere in englischsprachigen Foren angesagt, da sich die Handbücher über solche Macken natürlich ausschweigen.

    Kleines Fazit: Hat man die Funktion der "Großen" erstmal kapiert, fällt einem erst auf, was einem bei den iApps alles fehlt und möchte nicht mehr zurück. Der Weg dorthin ist allerdings ziemlich steinig.
     
  5. Sluggahs

    Sluggahs Teilzeitschizzo

    Ich hab mal Final Cut Pro bei nem Bekannten getestet und ich muss zugeben, dass ich absolut begeistert war. Bis jetzt hab ich nur mit kompletten Schnittsystemen gearbeitet (Casablanca Kron und Casablanca Solitaire, falls das jemandem was sagt), die speziell für Videoschnitt konzipiert sind. Final Cut steht denen im Leistungsumfang in nichts nach, nur die Arbeitsgeschwindigkeit ist bei Casablanca um einiges schneller, aber das ist nur logisch. Ich würd mir sofort Final Cut Pro holen, wenn ich das Geld grade hätte! Absolut genial, wenn auch ziemlich umfangreich. Um die Lektüre des Handbuchs (bei Final Cut Pro immerhin stolze 1800 Seiten oder so) kommt man wohl nicht herum.
     
  6. Ahnungsloser

    Ahnungsloser 24" ist nie zu groß

    Das klingt ja alles nicht so als müsste man umsteigen.

    Bei einer so langen Einarbeitungszeit und vor allem bei den zusätzlichen Kosten scheint mir iLife die bessere Lösung.

    Was spricht denn für einen Umstieg?

    Was können die semiprofesionelleren Progs besser?
     
  7. K0Pi

    K0Pi New Member

    Du hast halt prinzipiell mehr Kontrolle über Dein Material. Außerdem kann FCE/FCP mit mehr als einer Videospur umgehen, d.h. es gibt schon eine Menge mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Außerdem ist bei FCE HD ja auch noch Livetype (zur Titelgestaltung) und Soundtrack mit dabei, die es früher nur bei der Pro-Variante gab.

    Grundsätzlich ist es eine andere Arbeitsweise als mit iMovie. Schau Dir doch einfach mal in einem Buchladen die Bücher von Andreas Zerr zu FCE bzw. FCP an, da kann man schnell erkennen, wo die Unterschiede zu iMovie liegen. Wobei für Deine Zwecke FCE wohl mehr als ausreichend sein wird. Mit den Tutorials die dabei sind, ist die Lernkurve auch nicht ganz so steil.

    Also ich denke, der Umstieg lohnt sich, wenn man Spaß an der Videobearbeitung hat.
     
  8. Ghostuser

    Ghostuser Active Member

    Ich habe den Umstieg auf FCE HD diesen Sommer vollzogen. In meinen Ferien hab ich ca. 3 Tage die Manuals mit etwas Testmateriel durchgearbeitet, bis ich mich an die ersten echten Filmszenen gemacht habe. (Es braucht schon etwas Zeit zum Umsteigen.

    Abgesehen davon, dass viel mehr Übergänge und Filter dabei sind, finde ich das Arbeiten mit mehreren Spuren für Video und Audio sehr interessant. Was ich jedoch das wesentlichste Detail finde, ist dass FinalCut xx zerstörungsfrei schneidet. Du kannst jederzeit die Ein- und Aus-Punkte einer Szene ändern.


    Gruss GU
     
  9. Switcher

    Switcher New Member

    Das ging mir auch so. Habe mir dann FCE (1.0) geholt und das Buch von A.Zerr.
    Nachdem ersten größeren Projekt bin ich z.Zt. wieder bei iMovie gelandet.
    Ich kann mich an die Bedienung einfach nicht gewöhnen. Es werden z.B. bei einem Import vom meiner Digi8 nicht die einzelnen Szenen automatisch getrennt. Man setzt In & Out Punkt (macht mich Wahnsinnig). Oder man markiert beim sichten die Szene die man haben also importieren möchte. Dann wird das Band zurückgespult, importiert, nächte Szene markieren,... war zumindest bei Version 1.0 noch so. Hat zwar den Vorteil, das man nur Szenen hat die man auch benutzten will, aber schneller geht es bei mir nach der iMovie-Methode: alles rein, dann löschen.
    Hin und wieder packt es mich und ich kram FCE wieder raus, aber meistens nur für 2-3 Stunden.
    Schau doch mal, ob nicht in einer Filiale von z.B. Gravis (duckundweg) FCE aufgespielt ist und teste es da.

    Switcher
     
  10. rudkowski

    rudkowski New Member

    hallo!

    der umstieg klappt super leicht mit dem buch von andreas zerr! super nett und unterhaltsam zu lesen, war lange zeit meine bibel.

    das handbuch zu final cut kannst du vergessen...

    der umstieg lohnt in jedem fall, ich bekomme inzwischen eine vollkrise, wenn ich (für schulungszwecke) mit imovie arbeiten muss...

    einzige ausnahme: das capturen (überspielen von der videokamera). ich habe keine ahnung, warum die sogenannten profiprogramme dieses feature nicht unterstützen, aber die automatische szenenerkennung in imovie ziehe ich dem capturen mit final cut immer noch vor. allerdings muss man dann in final cut den ton nachträglich rendern, weil imovie ein anderes tonformat benutzt. ist aber keine große sache und geht schnell.

    von avid free kann ich nur abraten, ich habe dieses programm nicht einmal ansatzweise zum laufen bekommen, obwohl ich massig erfahrung mit imovie, final cut pro, premiere pro, magix video maker u.s.w. habe!

    gruß martin
     
  11. Ghostuser

    Ghostuser Active Member

    Ich weiss nicht, was ihr für Probleme mit dem einspielen des DV-Films bei FCB habt?

    Ich habe FCB-HD und da kann ich die Kamera anschalten und ein beliebiges Stück Film importieren. Anschliessend zeige ich mir die Szenen-Marken des DV-Timecode an und setze die IN- und Out-Punkt. Die so definierte Szene ziehe ich dann an die gewünschte Stelle in die Timeline.


    Gruss GU
     
  12. rudkowski

    rudkowski New Member

    ne ne ne, das ist nicht ganz das selbe im endergebnis :)


    spätestens, wenn du zwischen zwei deiner auf diese weiser erzeugten clips übergänge oder effekte einfügst, können ungewollt kurze ausschnitte aus anderen nachbarszenen sichtbar werden!

    dieses manko lässt sich nur beheben, wenn du die dv-start-stopp-erkennung laufen lässt, den riesenclip in die timeline ziehst, dann an jeder neuen szene den großen clips durchtrennst, um dann aus jedem einzelnen einen subclip zu erzeugen.

    das macht aber viel arbeit, außerdem kannst du die nicht benötigten szenen nur im projektbrowser löschen, platz auf der festplatte kannst du nicht frei machen, da die subclips ja immer noch quasi "alle an einem faden hängen"...

    imovie legt wirklich für jede szene einen eigenständigen clip an. nicht benötigte szenen kann ich sofort echt löschen, die bildqualität ist genauso gut, der unterschied besteht wirklich nur im tonformat.

    gruß martin
     
  13. Ahnungsloser

    Ahnungsloser 24" ist nie zu groß

    Ich habe mir mittlerweile mal ein Buch von A. Zerr besorgt.

    Das FCE ist ja hammerkompliziert. :kotz: :kotz:

    Bei iMovie 1 habe ich das Prog in 10 Min. kapiert...


    Nee ich denke ich bleibe bei der Dilettantenversion.

    Das Beareiten von Videodaten kostet so schon sehr viel Zeit, da will ich mich nicht auch noch Wochenlang mit der Software rumschlagen die mir eigentlich alles erleichtern sollte.
     

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