Unberechenbar

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Ganimed, 21. Juli 2004.

  1. Ganimed

    Ganimed New Member

    Wie ich heute von einer Arbeitskollegin erfuhr, wurde ihr Ehemann vor wenigen Tagen vom eigenen Dobermann angegriffen und so schwer verletzt, dass er intensivmedizinisch behandelt werden musste. Der Rüde hat den Polizeihundeführer (!) aus einer alltäglichen Situation (Füttern) heraus angegriffen und ihm den Unterarm durch Zubeissen gebrochen. Der Hund hielt sich bereits mehrere Jahre bei eben dieser Familie auf und besaß auch eine "Unbedenklichkeitsbescheinigung", weiss leider nicht, wie man dieses Zeugnis jetzt genau nennt...
    Die Konsequenz ist beiden alles andere als leicht gefallen, aber sie liessen ihren Hund einschläfern.

    :rolleyes:
     
  2. Macziege

    Macziege New Member

    Und? Was lernen wir daraus?
     
  3. macmercy

    macmercy New Member

    Hunde grundsätzlich nicht füttern. Dann kann das nicht passieren.

    Sagt der Feldwebel zu seinen Leuten: 'Vorsicht beim Munitionstransport - dabei sind letzte Woche 7 Kameraden um's Leben gekommen!' Antwort vom Gefreiten: 'Kann uns nicht passieren, wir sind nur 5...'

    Spass beiseite: Tier bleibt Tier. Wer so was zu 100% ausschliesst hat keine Ahnung. Gut, dass es kein Kind erwischt hat. Gute Besserung!
     
  4. suj

    suj sammelt pixel.

    hui, hefitg. Hunde und ihr Futter sind ja so ne Sache, aber den eigenen "Herr" anzufallen, da gehört schon was dazu :crazy:
     
  5. Macziege

    Macziege New Member

    Jeder Hund ist das, zu was man ihn erzogen hat. Viele Menschen können einfach nicht richtig mit Tieren umgehen. Sie finden nicht das richtige Verhältnis mit ihnen. Kein Wunder, dass dann so etwas passiert.

    Klaus
     
  6. soma

    soma Member

    Beim Futter hört der Spaß auf. Da gehts ums eigene Überleben und es ist ein prima Anlaß für eine Rangordungsklärung. Das ist aus Hundesicht schon zu verstehen.

    Selbst meine sanftmütige Retriever-Hündin war beim Futter sowas von ich-bezogen, dass sie den Fressnapf durchaus verteidigt hätte.

    Nichts gegen für die Polizei tranierte Dobermänner, aber was lernt so ein Köter denn da? Schon auch zupacken, oder?

    Tut mir natürlich trotzdem leid für den Gebissenen.

    Wuff

    soma
     
  7. donald105

    donald105 New Member

    ich behaupte ja nun nicht, mit hunden umgehen zu können - die meisten finden mich aber ok. Bis auf den Kampfdackel der nachbarin meiner eltern. Dieses Kräät kennt mich seit es sich dort tummelt. Zur Begrüßung hab ich diesem vieh - wie tausendmal vorher - meine hand zum beschnuppern hin gehalten, und das rabenaas hat kommentarlos zugebissen.
    Die rechte hand. Anläßlich des 70. geburtstags meines vaters. Und am nächsten tag hatte ich die tatze komplett eingewickelt und vergipst und einen präsentationstermin bei einem neukunden.

    Ich warte jetzt, dass er mal eine vergiftete ratte frisst...

    nicht der kunde - der daggel!
     
  8. soma

    soma Member

    Biet ihm doch eine an.
     
  9. donald105

    donald105 New Member

    gute idee.
    *strychninsuch*
     
  10. christiane

    christiane Active Member

    Bei dem Stall, in dem ich mein Pferd stehen habe, leben auch zwei Rottweiler. Die passen in Abwechselung auf das Grundstück auf. Mich mögen sie, aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht doch irgendwann irgendwas an mir anders ist, und sie auf mich los gehen.

    Letztes Jahr kam ein Radfahrer vorbei und beschwerte sich bei den Stallbesitzern, dass die Hunde nicht angeleint sind und ihn auf dem Fahrrad verjagt haben. Der Man war verständlicherweise aufgebracht und wurde schon etwas laut. Das einzige, was der Besitzer sagte: Wenn ich meinen Hund auf Sie gehetzt hätte, würde das anders aussehen. Aber in was für einen Ton. Anstatt sich zu entschuldigen...

    Aber das sind genau solche Hundebesitzer, die sagen, ich habe alles unter Kontrolle. :wuerg:
     
  11. soma

    soma Member

    Das ist echt ein unendliches Thema - Menschen und ihre Hunde. Ich kenne solche Fälle auch wie oben beschrieben und ich frage mich wirklich, ob die Leute eigentlich wissen, was sie sich und dem Hund antun.

    Man kennt das: "Der will nur spielen". Die klassiche Aussage von Hundeführern/ innen, die ihren Doggy nicht unter Kontrolle haben. Beschwert man sich, wird man angemacht, damit die eigene Inkompetenz verdeckt wird. Diese Leute sinds, die das Image des Hundes täglich ein Stück kaputt machen.

    soma
     
  12. donald105

    donald105 New Member

    mit einer dogge hatte ich mal viel spaß! war der agenturhund bei einem kunden. ein kalb von über 50 kilo, das jeden besucher begeistert begrüßte, indem es sich auf die hinterbeine stellt und die vorderpfoten auf die schultern des ankömmlings legte. ophelia wollte auch immer gerne „schößchen“, was bei meiner damaligen statur problematisch wurde, der hund war genauso groß wie ich. wir haben uns gut verstanden, die dogge hielt sich wohl selbst für einen malteser.
     
  13. akiem

    akiem New Member

    ist eine reine rangordnungsfrage. ein hund der seinen rang kennt beisst niemals ein ranghöres tier (in diesem fall mensch). der hälfte der hundehalter gehört sofort der hund abgenommen, da sie das wichtigste der hundehaltung die rangordnung nicht geklärt haben. diese gruppe von "tierfreunden" ist schlichtweg unfähig einen hund zu halten und eine gefahr für ihre mitmenschen. es gehört endlich ein "wesenstest" für den menschen als hundehalter zu vorschrift gemacht. der idiot ist nie der hund, sondern der idiot am anderen ende der leine.

    die story von dem polizeihund halte ich für einen fake oder einecherzählung. wenn eins geklärt ist bei einem polizeihund, dann ist es die rangordnung.

    http://homepage.mac.com/akiem1/.cv/akiem1/Sites/Rang1.html.rtf-link.rtf
     
  14. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Genauso würd` ich das beim Reingucken ins nächste Hornissennest machen. ;)
     
  15. soma

    soma Member

    Genau, der Hund ist Inspektor und sein Herrchen Oberinspektor.

    Harry, den Wagen bitte.
     
  16. soma

    soma Member

    Wie geht das mit dem folgenden Zitat aus dem verlinkten Text zusammen?

    "Nur in wenigen Situationen, meist wenn es um die Übernahme der ranghöchsten Position durch ein bisher rangtieferes Tier geht, kann es auch zu ernsten Auseinan- setzungen kommen, bei denen die Kontrahenten gezielt darauf aus sind, den Gegner zu verletzen oder gar zu töten."

    soma
     
  17. AndroGrün

    AndroGrün New Member

    Wir haben in direkter Nachbarschaft (Reihenhaus 100qm Garten 108qm Wohnfläche) eine Familie, auchwennichjetztgesteinigtwerde, die mal Arbeitslos mal nicht ist (immer auf Stütze Optimierung aus, der Eindruck entsteht zumindest).

    Familienmitglieder:
    mehrere Kinder (4-6) aus unterschiedlichen Beziehungen

    1 Königsphyton
    2 Frettchen (schon mal gerochen??)
    mehrere Spinnen (Vogelspinne, schwarze Witwe)

    und

    1 Rottweiler

    Grundsätzlich ist mir ja egal was einer auf seinem Grundstück macht, aber wenn der Rottweiler wiederholt durch die Siedlung streunt (natürlich ohne Aufsicht, weil vergesssen wurde die Haustür zu schließen), hört bei mir die Freundschaft auf.

    auchwennichjetztgesteinigtwerde: Da passt alles ins Bild!!

    Nix im Leben unter Kontrolle und leben fürstlich von meinen und euren Steuergeldern

    Ordnungsamt unternimmt nichts, sondern sammelt nur die Vorgänge, wahrscheinlich um sich abzusichern wenn eins der 9 Kinder unter 7 Jahren in der Siedlung schwer oder tödlich verletzt wird.

    Zu dem beschriebenen Fall: ein Tier ist ein Tier ein Kampfhund ein Kampfhund, das sollte jeder wissen, der einen Kampfhund hat. Solange es nicht Unbeteiligte trifft ist es ok für mich, der wollte ja den Hund.
     
  18. soma

    soma Member

    In welches?
     
  19. christiane

    christiane Active Member


    Ich glaube, das (den ersten Absatz) kann man auf alle Herdentiere ausweiten.
    Ich sehe es im Reitstall. Wenn ich beobachte, mit welchen riesigen Tieren die Leute da umgehen und sich immer wieder über den Haufen rennen lassen oder das Pferd nicht stehen bleibt, wenn es stehen soll. Und dann sagen: Das Pferd ist eben so, das mag nicht stehen bleiben etc. Da könnte ich echt wieder gehen. Bei großen Pferden ist die physische Präsenz stärker und der Mensch hat mehr Angst/Respekt. Dann getrauen sich die Mädels nicht durchzugreifen. Dabei ist das so notwendig, um sicher dieses Hobbie zu betreiben.

    Dabei wäre alles einfach, wenn einmal die Position geklärt wird, der Mensch ist das Leittier und das Pferd hat sich unterzuordnen. Auch große Pferde.
    Ist ja in der Herde auch nicht anders. Wenn da der Junghengst aufmüpfig wird, bekommt er einen Tritt oder wird weggejagt. Irgendwann kommt er wieder an und fügt sich in die Herde ein.
    Und wenn das Pferd das Leittier anerkannt hat, wird es viel ruhiger, denn es gibt jemanden, der aufpasst und die Verantwortung übernimmt. Ob das nun die Leitstute oder der Mensch ist, ist unerheblich für das Pferd.

    Nur nicht für den Mensch, der oben drauf sitzt oder als Spaziergänger entgegen kommt.
     
  20. macKnall

    macKnall Halbtagsphilosoph

    Ein Ende ist abzusehen
     

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