Und wieder stirbt ein Stück analoge Welt

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von maximilian, 23. Juni 2009.

  1. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Die Nachricht ist wohl schon zwei oder drei Tage alt. Trotzdem traurig. Weil es so endgültig ist. Nie wieder Kodachrome. Nie wieder knallig-amerikanisch-bonbonbunte Popfarben. Der blaueste Himmel von allen für immer perdü. Nach 74 Jahren ist der letzte Film vom Band gelaufen: http://www.kodak.com/eknec/PageQuerier.jhtml?pq-path=2/6868&pq-locale=en_US&_requestid=5278.

    Habe ich früher gerne verwendet. Bis irgendwann Fuji mit Filmen kam, die zwar weniger bunt, aber irgendwie natürlicher waren. Und mehr als einen Blauton und einen Rotton kannten. Trotzdem werde ich sehen, ob ich noch ein paar bekomme. Aus Nostalgie.

    Zum Trost wird uns für immer dieses bleiben, auch wenn viele bald nicht mehr wissen werden, um was es dabei überhaupt geht: Kodachrome - Paul Simon
     
  2. batrat

    batrat Wolpertinger

    Irgendwann wirst du die alten Filme selber entwickeln müssen, weil das nirgendswo mehr angeboten wird. :moust:
     
  3. maximilian

    maximilian Active Member

    So hab ich das Fotografieren damals angefangen. Meinen allerersten Film habe ich bereits selbst entwickelt und vergrössert (hat mir mein Großvater beigebracht), das war allerdings ein Schwarz-Weiss-Negativfilm. Von Ilford. Die gibt es immer noch und ich wage die Prognose, dass es die auch in dreissg Jahren noch geben wird. Genauso wie viele Diafilme, die mit dem E-6-Prozess entwickelt werden (geht problemlos daheim).

    Kodachrome kann man leider nicht selber entwickeln, es gibt dafür weltweit nur noch ein einziges Labor. Deswegen lohnt es sich auch nicht, jetzt noch einen Zehnjahresvorrat von Kodachrome-Filmen zu horten...
     
  4. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ich hab‘ früher auch selbst entwickelt (sw) – und fand’s immer ’ne Riesensauerei und stinkig und irgendwie doof.
     
  5. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Ich erinnere mich auch mit Grausen an meine Dunkelkammeraufenthalte.. uärch!

    Ich denke man kann sich einigen das sich der Niedergang der analogen Foto-Technik verschmerzen lässt?
    So wie heute Butterfässer im Bauernhofmuseum werden sich bald die Aufbauten von Belichtungsstudios im Museum wiederfinden – und die Menschen werden kopfschüttelnd davor stehen und sich wundern was Fotografieren "damals" für eine Sche***arbeit war...
     
  6. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Naja, doof eben. ’ne stinkende Sauerei. Keine angenehme Arbeit. Klar, gab’ schöne Ergebnisse. Aber das war’s auch schon. Ich bin nie gerne im Fotolabor gestanden. Die Magie des erscheinenden Bildes verzaubert einmal, gut, vielleicht auch zweimal. Aber dann is’ die Luft raus und der Gestank kommt rein.
     

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