Unglaublich, dass der Mann überhaupt zahlen musste ...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von pewe2000, 19. April 2012.

  1. pewe2000

    pewe2000 New Member

  2. McDil

    McDil Gast

    Was für eine bescheuerte Rechtsprechung ist denn das?

    Ich habe es allerdings schon lange aufgegeben, Recht und Gerechtigkeit in irgendeine Beziehung setzen zu wollen – abgesehen von der sinnfreien Buchstabenfolge "R-E-C-H-T"
     
  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Die Mutter müsste mit zur Verantwortung gezogen werden!
     
  4. McDil

    McDil Gast

    Was heißt "mit"? Es kann doch wohl nicht sein, dass ein Samenspender allen aus seinen Spermien entstandenen Kindern unterhaltspflichtig ist!:crazy:
     
  5. Singer

    Singer Active Member

    Wird sie ja auch. Bei Unterhalt geht es ja nicht um die komplette Übernahme der Kosten für Kleidung, Verpflegung, KiTa, Schulsachen etc., sondern um einen anteiligen Beitrag, dessen Höhe, soweit ich weiß, von Amts wegen geregelt ist. Die Eltern teilen sich also die Kosten - wobei derjenige Elternteil, bei dem die Kinder aufwachsen, natürlich sehr viel mehr Zeit für die Betreuung aufwendet, als der andere, der bloß via Unterhaltzahlung sein Teil beisteuert.
     
  6. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

  7. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Schon klar aber wer fahrlässig so etwas macht müsste eigentlich einen größeren Beitrag dazu leisten als eine Frau die völlig normal, also mit Einwilligung bzw. Zutun des Partners schwanger wurde. Wenn man die Summe des Unterhalts, welche die Ärzte nun zu bezahlen haben durch 3 teilt und sie bekäme nur 2/3, das würde ich als gerecht empfinden. Aber wahrscheinlich würden die Kinden dann darunter leiden müssen, was natürlich auch wieder nicht gerecht wäre.

    Sie gehört bestraft, hat den völlig an der Situation unschuldigen Mann um eine nicht kleine Summe gebracht. Sie war die treibende Kraft in dieser Geschichte, die Ärzte sind wohl kaum zu ihr gekommen und haben sie gefragt „Wir haben hier noch Sperma ihres ehemaligen Lebenspartners hier herum liegen, kurz vor dem Verfallsdatum – wie wäre es, wenn sie ihm noch mal ordentlich schaden?“.

    Das ist ähnlich fies wie die Geschichte des Samenspenders, der einem lesbischen Paar eine Mutterschaft ermöglichte, die ihn nun ebenfalls anzapfen. Das müsste bei solchen Fällen ausgeschlossen sein.

    Da muss man ja als Mann sein Sperma hüten wie, wie, wie ...

    ;)
     
  8. McDil

    McDil Gast

    Kann mir mal jemand erklären, welcher Idiot unter solchen Umständen noch eine Samenspende abgibt?:eek:)
     
  9. pewe2000

    pewe2000 New Member

  10. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Eltern können nicht belastende Erklärungen für Kinder abgeben, indem sie das Einkommen des Kindes auf Null setzen.

    Das war bisher auch immer geltende Rechtsprechung.

    Insofern hat der Herr Pädagoge sehr blauäugig gehandelt.

    Es fehlt da eine Entlastungsregelung für Samenspender. Das wiederum würde die Frauenverbände auf den Plan rufen, da dann die Belastungen der Erziehung - insbesonders natürlich die finanzielle - allein die Mutter zu tragen hätte.
    Das würde darauf hinauslaufen, dass ein solcher Vater mit dem Kind nicht verwandt wäre und dann wäre es auch aus dem Erbrecht raus.
     
  11. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Warum soll denn jemand einer meist Wildfremden Samen spenden, wenn ihm das droht? Ich kann mir kaum vorstellen, dass Frauenverbände das fair finden. Die Folge wäre ja, dass Frauen auf solche Art nicht mehr an Sperma kommen. Dann würden die Frauenverbände dafür sorgen, dass Männer zur Spende zwangsverpflichtet würden mit anschließender langjähriger Zahlung?
     
  12. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Das wäre dann eine Frage des Interessenausgleichs. Eine derart ausgewogene Haltung darf man von den Feministinnen vom Schlage "Schwarzer" nicht erwarten. Die wollen Interessen durchsetzen.
    Und ich befürchte, dass da Politik schnell nachgiebig wäre.

    Beispiel aus einem anderen Bereich: Ich habe schon erlebt, das Frauen trotz erwiesener Schlechtleistungen während der Probezeit nicht gekündigt wurde, weil man sich nicht dem Vorwurf der Diskriminierung aussetzen wollte. Die sind heute noch da und leben ihre Disfunktionalität fröhlich aus, einfacher formuliert: Sie spielen Arbeit.
    Jeglicher Versuch, dies abzustellen, führte zu heftigen Reaktionen der feministischen Hackfressenfraktion.
     
  13. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das scheint die Rache dafür zu sein, dass es zuvor Jahrhunderte andersherum lief. Aber man sollte ein Unrecht nicht durch ein anderes gut zu machen versuchen.
     
  14. maclin

    maclin New Member

    Richtig.

    Damit wieder von einer fairen Gleichberechtigung die Rede sein kann, muss sich der Mann mittlerweile emanzipieren.

    Bis die Gesellschaft die tatsächliche Leistung eines Menschen als Leistung anerkennt und dabei übersieht, von welchem Geschlecht sie erbracht wurde, wird wohl noch einiges passieren müssen.

    Ein guter Schritt bei Bewerbungen für einen Arbeitsplatz finde ich die anonymisierte Form. Da sollte die Bewertung auf Grund der genannten Punkte erfolgen, ohne dass ein Geschlechtsmerkmal einen Einfluss hatte.
     

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