Unwort des Jahres: Humankapital

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von ab, 18. Januar 2005.

  1. ab

    ab New Member

    Tagesschau: "Das Unwort des Jahres 2004 heißt "Humankapital". Dies gab eine Jury aus Sprachwissenschaftlern in Frankfurt bekannt. Das Wort degradiere nicht nur Arbeitskräfte in Betrieben, sondern Menschen überhaupt "zu nur noch ökonomisch interessanten Größen", lautete die Begründung des sechsköpfigen Gremiums."

    Da sag ich nur noch: Na Ihr Euronen, wie geht's Euch denn heute so?

    ab
     
  2. DasBo

    DasBo New Member

    Dabei heißen die Personalabteilungen größerer Firmen schon seit Jahren "human ressources" - das ist auch nicht viel besser...
     
  3. Hodscha

    Hodscha New Member

    ich kann an diesem wort nichts negatives entdecken
     
  4. donald105

    donald105 New Member

    Wir hatten vor ein paar jahren jemanden im management, der einen einzelnen reinzeichner zum >profit center< machen wollte.
    :crazy:
     
  5. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Nicht schön, aber wenigstens ehrlich, dieses Wort. So, wie sie beim Militär immer von "Material" sprechen, wenn sie ihre Leute meinen.

    Da fand ich den Begriff "Mitarbeiter" für Angestellte/Untergebene eigentlich immer viel verlogener.

    ciao, maximilian
     
  6. DasBo

    DasBo New Member

    Als ausgleichende Gerechtigkeit bedeutet "Management" ja ursprünglich auch schlicht und ergreifend "Verwaltung" und nicht "Gottgleiche Führungspersönlichkeiten mit Unfehlbarkeitsdogma und Optionsscheinen" - das tröstet...
     
  7. Pahe

    Pahe New Member

    Hallo,

    man redet in Wirtschaftskreisen ständig von Humankapital geht aber völlig inhuman damit um.
    Wenn der Begriff schon verwendet wird, dann sollte man auch mal das Kapital in die Bilanz aufnehmen.
    Dann würde bei Freisetzung auch ensprechender zu versteuernder Gewinn anfallen. - Ob dann noch solch leichtfertige Freisetzung betrieben würde wie jetzt darf bezweifelt werden.
    Als Bewertung mögen sämtliche angefallene Kosten für die Bereitstellung von Geburt an, inklusive Bildungskosten und auch die Kosten, die von der öffentlichen Hand übernommen werden, zuzüglich angemessenen Aufschlag herangezogen werden.

    Dann erst kann man Humankapital erst als solches "straffrei" bezeichnen.

    Gruß
    Pahe
     
  8. maiden

    maiden Lever duat us slav

    in einer kleinen Softwareklitsche in Lilienthal bei Bremen wurden die einzelnen Zimmer in CompetenceCenter umbenannt.
    Geholfen hat´s auch nicht.
    Sind halt oft nur gutverdienende Maulhelden, diese Unternehmer.
     
  9. ab

    ab New Member

    Und wie der Reinzeichner das hörte, kündigte er und machte sich erfolgreich selbständig. Damit gehörte ihm nicht nur das "center" sondern auch der "profit". :)

    ab
     
  10. Macziege

    Macziege New Member

    Sag bloß, immer noch? Ich habe in meiner Zeit bei der Bundeswehr einen Kapitänleutnant wegen dieser Bezeichnung angezeigt. Der wurde entlassen!
     
  11. maiden

    maiden Lever duat us slav

    du Held der Welt:rolleyes:
     
  12. Macziege

    Macziege New Member

    Das hat eher etwas mit Selbstachtung zu tun, nichts mit Heldentum.
     
  13. maiden

    maiden Lever duat us slav

    wegen "Material" wird also ein Kaleu gefeuert. So so
     
  14. Macziege

    Macziege New Member

    Wegen des Unworts Menschenmaterial mit dem er seine Leute betitelte.
     
  15. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Im Fernsehen+Film sagen sie das jedenfalls noch. Im wahren Leben habe ich keine nähere Berührung mit diesem Verein gehabt, ich war immer nur auf Besuch dort.

    Aber wenn nicht beim Militär, dann auf alle Fälle beim Sport: "Gutes Spielermaterial" hört und liest man selbst als Bundesligamuffel recht häufig.

    Ciao, Maximilian
     

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