*USA-Bericht und -Bilder*

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von macixus, 12. August 2003.

  1. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Tja, wo fängt man da an - bei den schönen oder den schlechten Erlebnissen?

    Ich fange mit den schlechten an - es gab keine.

    Und die schönen? Chronologisch? Oder nach einem Highlight-Top-Ten-System?...

    Weder - noch. Ich versuch's mal mit ein paar Stichworten. Dann hoffe ich auf Nachfragen eurerseits, was ausführlicher geschildert werden sollte oder ob ich was vergessen habe. Davor aber noch mal mein aufrichtiger Dank an alle Tippgeber, die mir vor Reiseantritt die eine oder andere "schlechte" Erfahrung erspart haben (Produo, friedrich, akiem, nanoloop, Teaddy...).
    http://forum.macwelt.de/forum/showthread.php?s=&threadid=72162

    Stichwort Geld

    Das meistzuhörende und zu -lesende Wort ist Dollar. Ohne bucks kein Mucks. Ohne Kreditkarte keine Existenz. Eine Rolle Dollarnoten in der Tasche hellt die Gesichter der Dienstleister weiter auf - und die gibt es zuhauf: ob in den Supermärkten zum Tütenpacken und Tütentragen oder in den Hotels für die Zimmermädchen und Zimmerbuben - ein paar Dollar hie und da verstreut hilft ungemein. Und man macht es gern, weil man weiß, dass diese Leute drauf angewiesen sind, um am american way of life teilhaben zu können. Dienstpersonal überwiegend jung und weiß (Schüler, Studenten) oder alt und bunt (schwarz, braun, rot, gelb). Bis auf "schwarz" sprechen viele davon kein Wort Englisch, aber sie verstehen es oder lächeln jedenfalls so, als ob sie es verstehen...Erfreulich: 90% aller US-Geldautomaten akzeptieren problemlos die hiesigen Geldkarten der Sparkassen und Banken. Gebühr so einen Dollar fuffzich - kann man nicht meckern und man ist nie buck-los.

    Stichwort Verkehr

    Nein, nicht der. Ich rede vom Straßenverkehr. Er ist im Vergleich zu früher (vor 20 Jahren) hektischer und dichter geworden, aber im Vergleich zu unserem Geltungsk(r)ampf auf den Verkehrswegen immer noch ein Genuß. Man muss nur die Himmelsrichtung wissen, in die es gehen soll und wissen, wie man "Cruise" für seine Karre programmiert. Dann Füße und Hände von den Pedalen und Hebeln und den kleinen Finger zum Steuern einsetzen und schon geht's über die überwiegend mehrspurigen (bis zu 8 Spuren) "Interstates" und "Highways". Speedlimit 35 mph innerorts, ausserorts bis zu 75 mph (sind so 120 km/h). Überwachung oft per Flugzeug. Bei Übertretung um 20 mph und mehr Auto weg und Knast. Darunter sehr saftige Geldbußen (500 bucks so als Mittelmaß...). Man wählt seine Lane und bleibt drauf und alles gleitet dahin, rechtsüberholen erlaubt. Auffallend: viele Pickups und 8 Zylinder-Riesenjeeps unterwegs, dazu Vans en Masse. Kaum Kleinkram wie Audis und VWs und so EU- oder Japankram. Drive american! Spritpreis ca. 1,70 Dollar je Gallone und das sind so knapp 4 Liter. Da lässt es sich gut großvolumig dahinblubbern. An der Tanke erst zahlen, dann zuzzeln.

    Stichwort Hotel

    Wir waren in Hotels der Mittelklasse untergebracht mit zwei "Queens" in einem Zimmer (das sind zwei riesige Doppelbetten). Swimmingpool und Bad/Dusche/Toilette/Telephon/TV/Radio ist da Standard. Geparkt wird (bis auf die Großstädte) direkt vor dem Zimmer (Muster Motel), um sich Fußwege über 20m zu ersparen. Dafür gäbe es sonst die Marschehrenmedaille in Bronze, ab 100m in Gold. Darüber einen Eintrag in der jeweiligen Hall of Fame des Orts...Mit anderen Worten: Fußgänger sind sowas von verdächtig (Ausnahme San Francisco und Las Vegas)! Deshalb Ausweis bereithalten, man wird unweigerlich von einem Sheriff überprüft, wenn man nachts zu Fuß unterwegs ist. Und noch was erfreuliches: immer mehr Hotels bieten ein Breakfast-Buffet an. Inhalt: Eier nach Wunsch, Bacon, Würstchen, Kartoffeln in Form von Rösti oder als Bratkartoffeln, Pfannkuchen, French Toast, Cornflakes, Toast aller Art, Ahornsirup, Marmeladen, Kaffee, Saft, Früchteplatte bis zum Abwinken. Kostet pro Nase um die 10 Dollar und hält bei einem normalen mitteleuropäischen Magen bis 1700 Uhr - also Dinnerzeit und ist damit nicht teurer als bei Buffalo Bill's Breakfast Diner um die Ecke. Gute Sache, einwandfreie Qualität. Und auch der Kaffee wird seit dem Aufblühen von "Starbucks" (eine amerikaweite Kaffeekette allererster Sahne) durchaus geniessbar! In allen Fastfoodtempeln und den Fressmeilen der Malls wird einmal ein Softdrink gekauft und kann beliebig oft nachgefüllt werden.

    Stichwort Fernsehen und Zeitungen

    TV unerträglich. RTL 2 wäre im Vergleich arte in den USA. Man wird mit "Commercials" zugeschissen, die Serien und Talkshows in den Werbeunterbrechungen sind bis auf wenige Ausnahmen nicht anzusehen, weil immer von den gleichen Plasticpeople bevölkert. Nachrichtensendungen beschränken sich aussenpolitisch auf den Irak (wo ist Saddam? wie voll haben unsere boys die Schnauze?) und innenpolitisch auf die nähere Umgebung (Governator Schwarzenegger). Der Rest sind Katastrophen (Überschwemmungen in der Osthälfte der USA, Waldbrände in der Westhälfte), Verkehrsunfälle, Verbrecherjagden, Hochzeiten, Hundeprämierungen und dergleichen Dünnpfiff mehr. Weiten Raum nehmen "Gesellschaftsveranstaltungen" aller Art ein: Geburtstage, Schulabgänge, Unifeten. Dazu viel Sport, wenn es sich um Baseball und Basketball handelt. Tour de France wurde kurz erwähnt, weil der Sieger aus den USA stammt und das fünfte Mal gewonnen hat. Und dann "back to baseball".
    Zeitungen: regionale Blätter sind regionale Blätter. Alles was mehr als 100 Meilen weit weg ist existiert nicht. Kommt nicht vor. Gibt's nicht. Überregionale Blätter ähnlich wie TV-Nachrichten: USA und sonst nichts oder kleine Randnotiz auf Seite 5, sofern da amerikanische Soldaten oder Bürger betroffen sind. Mit anderen Worten: 3 Wochen Urlaub in den USA sind 3 Wochen nachrichtenfreie Zeit für einen Nicht-Amerikaner...Mein Lieblingskanal war demnach der WeatherChannel, um das Wetter für die nächsten Tage zu erfahren.

    ...gleich geht's weiter....
     
  2. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Stichwort Highlights

    Jetzt wird's schwierig: die ganze 3 Wochen Reise war ein einziges Highlight und wir fühlten uns wie Schwämme, die alles in sich aufsaugen. Dementsprechend "vollgesaugt" waren wir des abends - meistens fielen wir ab 2100 Uhr ins Bett, dafür um 0600 Uhr ab zum Frühstück und ab zur nächsten Etappe. Die abschliessenden 4 Tage am Strand von Santa Monica konnten wir gut gebrauchen, um die über 2500 Meilen durch California und Teile von Arizona und Nevada nachschwingen zu lassen. Das absolute Highlight war für alle der Grand Canyon - man kann ihn nicht beschreiben, auch nicht photographieren. Man muss an seinem Rand stehen und 1600m in die Tiefe, 25 000m in die Breite und in 2 Milliarden Jahre Erdgeschichte schauen, um ganz still und ehrfürchtig zu werden...Besonders auch deswegen, weil sich diese einmalige Schlucht völlig unvermittelt aus einer Hochebene auftut. Natürlich sind tausende Besucher vor Ort - aber dank ausgedehnter Viewpoints und Wanderwege entlang des Canyons kann man 100m nach rechts oder links gehen oder sich auf eine der vorspringenden Klippen setzen und man ist mit sich und diesem Naturwunder alleine. Dazu majestätisch kreisende Kondore...wie gesagt: you must see it to believe it. Wir haben uns noch einen 25 min Flug mit dem Hubschrauber über den Canyon gegönnt - mit klassischer Musik im Kopfhörer und ein paar erfreulich wenigen erläuternden Worten zum Gesehenen - auch das unvergesslich und die 115 Dollar je Nase jede Sekunde wert. Sohn Patrick: "Wenn mich einer fragt, wie der Grand Canyon ist, sage ich dem, fahr' hin. Ich habe keine Worte dafür."

    Das zweite Highlight war San Francisco, das immer noch so schön und einzigartig ist wie bei meinem letzten Besuch vor 20 Jahren. Einmalige Lage auf Hügeln am Pazifik, europäisch anmutende Architektur und eine unbeschreibliche "Stimmung" bei allen Leuten - freundlich, heiter, gelassen, humorvoll. So ein bisschen Hippie ist da noch jeder. Die Golden Gate Bridge blieb uns verborgen: Nebel immerdar wegen kaltem Pazifik (18 - 19°C) und warmen Land (27°C). Frage an den Taxifahrer: "wann können wir die Bridge sehen?" Antwort: "Ab September bis Ende Mai..." Er stammte übrigens aus Stadthagen, 12 km von hier. Das Auto blieb stehen, wir holten uns für 6 Dollar eine Tageskarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel einschl. Cable Car, U-Bahn und Fähren. Und nochmal: in SF gibt es jede Menge Fußgänger und die nicht nur in den Fußgängerzonen.

    Highlight Nummer 3 war das Death Valley unter dem Meeresspiegel. Eine höllische Hitze vergleichbar der beim Öffnen eines Heißluftherdes nach dem Pizzabacken - das aber nicht nur im Gesicht, sondern am ganzen Körper. Übernachtung in einer Hotelranch mitten in der Gluthölle - klimatisiert, Swimmingpool, Golfplatz vor dem Hotelfenster. Minus 240 ft: unser Hotel, Furnace Creek Inn and Ranch Resort. Eine Oase weit unter dem Meeresspiegel, entstanden vor etwa hundert Jahren als Farm für Futter für die Mulis für den Transport von Borax über die Bergpässe. So was bringen nur Amis...

    Highlight 4 waren die rostroten Berge um Sedona/Arizona. Nummer 5 der Pazifikhighway Number 1 "Pacifica" von San Francisco entlang der Küste bis L.A. Highlight 6 Las Vegas: diese Stadt der Hotelpaläste inmitten der Wüste ist Fun-America pur. Die Nacht wird zum Tag, das Rattern und Klappern der Spielmaschinen geht schon fast in ein ohrenbetäubendes Rauschen über, die Lichtreklamen machen Blinde wieder sehend. Es ist der pure Wahnsinn bzw. Wahnwitz, was hier abgeht...Alles noch bunter, noch greller, noch schriller. Dazu der Lärm der tausende von Slotmachines mit ihrem Gegonge, Geklingel, Geratter. Mit Beginn der Dämmerung in den Trolleybus geklettert und den "Strip" nach Süden gefahren bis zu den "Großen": Bellagio, Treasure Island, Mirage, Cesar's Palace, Venetia und und und. Immer noch größer, noch gewaltiger, noch gigantischer. Es ist unbeschreiblich, was hier in die Wüste gehämmert wurde. Die Augen flimmern mit, der heiße Wüstenwind im Gegensatz zur klimatisierten Künstlichkeit, die Lichtreklamen und Großbildleinwände allüberall. Eine Reizüberflutung ohnegleichen. Auch hier - you must see it to believe it und dann nichts wie weg! Ein weiteres Highlight war für mich der Besuch von Cupertino - leider Samstags und da sind die Mädels und Jungs am Strand oder beim Golf und nicht am Arbeitsplatz. Ich habe mir erlaubt, an einen der dortigen Bäume Wasser abzuschlagen aus lauter Not - vielleicht bin ich ja auf dem Security-TV zu bewundern. Highlight Nr.7 ist Monterey und da besonders die hunderte von Seelöwen inmitten des Hafens und in Ruderbooten oder auf Surfbrettern vor sich hin faulenzend.

    Was nicht so toll war wie erwartet: der Yosemite-National Park (viel Wald, die Highlights wie der größte Baum der Welt oder ein toller Wasserfall Fahrtstunden auseinander, der Rest Natur pur für Camper, Angler, Kletterer, Wanderer und nichts für "Durchreisene"). Auch nicht toll: L.A., diese Megastadt mit 100 mal 100 km Ausdehnung. Hollywood schmuddliger Touristenkrempel und die Wohnviertel der rich and beautiful people hermetisch abgesichert und weit oben auf den Hügeln um L.A. Dagegen die Strände vor L.A. penibel gepflegt, sehr weitläufig und amerikatypisch mit Karussels und sonstigem Funzubehör versehen. Viele Surfer, Skater, Rollerblader und die Shopping-Malls und -Meilen ein Gedicht an Auswahl und Aussehen. Der AppleStore in Santa Monica ist da nur ein Beispiel, wie ein "Laden" auszusehen hat, um Spaß beim Shoppen zu haben.

    Stichwort Leute

    Kontakt zur Bevölkerung sehr wenig. Einmal schätzt der Amerikaner seine Privacy über alles, zum anderen waren wir meistens on the road und abends zu kaputt, um noch Plauderstündchen abzuhalten. Verständigungsschwierigkeiten keine - meistens sprachen wir besser amerikanisch als der Mexikaner, der Chinese oder der Indianer. Gelegentliche Bitten um Wiederholung des Gesagten werden gerne erfüllt - genauso schnell und unverständlich wie zuvor, aber bei der dritten Wiederholung wurde klar, was wer gemeint hat. Freundlichkeit des Personals beispielhaft, ohne einem auf den Keks zu gehen. Man wird einmal angesprochen und dann erst wieder, wenn man eine Frage hat. Verkäuferkletten dort unbekannt. Das Warenangebot ist riesig, alle Shops ein Muster an Sauberkeit und Kundenfreundlichkeit, dazu sind die Dekorationen und die Präsentation der Waren eine Augenweide! In den Malls immer eine ausgedehnte Fressmeile mit Gerichten aus allen Ecken dieser Welt und immer erschwinglich und sehr geniessbar. Die Sandwich-Orgien der Amis wären ein eigenes Kapitel wert, so vielfältig und riesig fallen diese Wunderwerke an Fastfoodfrass aus - wobei das die falsche Bezeichnung ist: die Zutaten sind allererste Güte an Vielfalt und das Auge kann da jederzeit mitessen.

    Armut? Ja. Jederzeit sichtbar in den Parks und Grünflächen aller Art. Weiße und Bunte gleichermassen, ihr Hab und Gut in tausend Plasiktüten verstaut und diese auf ausrangierten Einkaufswagen oder Fahrrädern liegen sie auf dem Rasen rum oder betteln um "Change" (Münzen) oder "Cigarettes". Das alles unaufdringlich und nur einmal - gibt man nichts, erfolgt keine Beschimpfung. Gibt man was, erhält man ein "Thanks" und "God bless you". Die Security-Leute (und davon gibt es jede Menge überall!) lassen sie in Ruhe und greifen erst ein, wenn sie "auffällig" werden. Da ich dies aber nie erlebt habe, existieren reich und arm nebeneinander am gleichen Ort. Nirgendwo sieht man auch so viele crazy Typen wie in Kalifornien: der Neger äh Afro-American in einer Plastikritterrüstung mit Pelzumhang, die dicke Negermammi im Pyjama mit Neonregenjacke, der mit Haaren zugewachsene Althippie im indischen Gewand - keiner dreht sich danach um oder wundert sich eine Sekunde. Und diese Leute laufen nicht vereinzelt, sondern häufig rum. Die "Normalen" wie du und ich sehr gepflegt und teuer gekleidet, sehr auf ihr Äusseres bedacht. Dazu überwiegend schlank. Daumenregel: fett = arm, schlank = wohlhabend.

    Stichwort Mitbringsel

    Souvenirs kann man an jeder Ecke haben - den üblichen Taiwanschrott wie überall sonst auch, meistens nur etwas schriller in den Farben und geschmackloser als in den hiesigen Türken- oder Russenläden. Die Latinos wollen das so und die stellen inzwischen über 50% der Bevölkerung und der Touristen. Will man dies nicht, kauft man Kleidung aller Art und dies preisgünstig und in ausgezeichneter Qualität. Beim Kauf eines Paar Schuhe gibt es das zweite Paar für die Hälfte, beim Kauf einer Hose eine zweite dazu. Jeder Laden überschlägt sich mit Sonderangeboten und Specials aller Art. Auch stets eine Augenweide, die Buch- und Zeitungsläden. Immer mehrere ungestörte Schmökerecken, der Starbuck-Kaffeeausschank in Reichweite. Unvorstellbar auch die Auswahl an Snacks und Süßigkeiten aller Art und dazu 5000 unterschiedliche Softdrinks. Kaum einer, der ohne Nuckelbecher mit einem "Smoothie" (Shakes aller möglichen und unmöglichen Geschmacksrichtungen) durch die Gegend pilgert. Getränke- und Eisautomaten (für die Getränke) in jeder Straßenecke oder Hotelflurecke. Ach so, bei Mitbringseln war ich - bei uns war es Kleidung (Hosen, Hemden, Schuhe) und Kleidung (T-Shits und Caps) und Kühli-Magneten und schräge Postkarten und selbst geschossene Photos und selbstgeschriebene Tagebücher.

    ...gleich geht's weiter...
     
  3. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    So, das war's erstmal auf die Schnelle. Da Bilder mehr als 1000 Worte vermitteln, hier eine kleine Auswahl der genannten Highlights.

    http://homepage.mac.com/macixus/Reiseimpressionen/Menu46.html

    Jetzt hoffe ich auf eure Nachfragen, was ihr noch wissen wollt, bevor ihr euch auch auf die Reise macht.

    Sie lohnt sich!
     
  4. neuer-imac-fan

    neuer-imac-fan New Member

    Hab Text gelesen und Bilder angeschaut! Wirklich ein traum!!!

    darf man fragen was sooo eine wahre traumreise kostet?

    *anfang-mit-sparen*
     
  5. QNX

    QNX New Member

    cool

    und schöne Bilder :)


    QNX
     
  6. quick

    quick New Member

  7. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Klar darf man - und gespart habe ich auch, indem ich im letzten Jahr auf eine Reise verzichtet habe und im nächsten Jahr auch "im Lande bleibe".

    Ich habe die Reise als sog. "Package Tour" bei TUI gebucht, weil nur die die gewünschten Großraumzimmer (4 Personen) vermittelt hat.

    Linienflug (Lufthansa) hin und zurück für ca. 3300 Euro, Leihwagen (6 Zylinder Dodge-Van mit viel Platz und Komfort) und Hotelübernachtungen nochmal um die 3000. Dazu kommen die Essenskosten mit ca. 100 Dollar pro Tag (und das ist nicht nur Fastfood, sondern auch mal Lobster im guten Restaurant) und Benzin (2500 Meilen haben mich etwa 200 Dollar gekostet). Alle Preise für 4 Personen gerechnet.

    Das ganze lässt sich preiswerter gestalten mit einem Charterbilligflieger, einem kleineren Auto oder einer Busreise und mit "einfacheren" Hotels. Da ich mich aber seit Jahren auf diese Reise gefreut habe, sollte nicht auf den Cent geschaut werden.

    Die Mitbringsel gingen zu Lasten des jeweiligen Taschengeldes bzw. Omageldspenden ;)
     
  8. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Kurze Frage:

    Durftest Du auf der Straße rauchen, oder mußte man seinem Laster auf irgendeinem Klo nachgehen.
     
  9. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Dafür blieb die U-Hose weg, damit Luft ans Getriebe konnte. :cool:
     
  10. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Meine Tochter nahm sich 2 Stangen Luckys mit, da Zigis dort 4-5 Dollar je Schachtel kosten. Geraucht hat sie eine halbe Stange und anderthalb wieder mitgebracht.

    Rauchen ist nur in veschwiegenen dunklen Ecken ausserhalb von Gebäuden möglich oder in Las Vegas an den Slotmachines. Alles andere ist absolut geächtet. Einmal gab es ein Frühstücksrestaurant mit Raucherabteilung, dazu auf jedem Tisch ein Warnhinweis, wie gefährlich das Rauchen ist. Der Laden war proppevoll...

    Vor den Hoteleingängen immer eine Sitzbank mit diskretem Aschenbecher daneben. In den Hotels soll es auch für Raucher Zimmer geben - erlebt haben wir nie eins.
     
  11. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Bevor die Frage kommt: meine Ixus hat klaglos die Reisestrapazen überstanden mit auch das mitgenommene Speichermedium PB12. So konnte ich abends schon eine erste Photoauswahl treffen und mein Tagebuch tippen. :)
     
  12. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    In San Francisco auch ?
     
  13. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Auch da.
     
  14. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Habe ich auch bedauert, das kein Gespräch ausser dem üblichen Wischiwaschi zustande kam - lag aber weder an den Amis noch an uns, sondern an den Umständen. Das mit dem Farmurlaub schwebt mir auch vor - auf der Terrasse im rocking chair :D

    70% Müll ist leicht übertrieben, aber 50% fielen durchschnittlich durchs Rost. Sind aber immer noch über 1000 übrig ohne die Photos vom Sohneknipser (Freihändigphotographierer).

    Der pazifistische Verkehr ist ein Genuss. Statt Schneidersitz bevorzuge ich allerdings den Lotussitz gedengelt und gestreckt.

    Jetlag wie Hammer - und Amboss. Aber inzwischen geht's wieder. Komischerweise auf der Hinreise nichts verspürt, nur die kleine Tochter hing etwas saftlos durch.

    Trinkgeldbucks überschlägig? Lieber nicht...aber da ich weiß, wie sehr die Leute darauf angewiesen sind und es auch brauchen können, war ich nicht knickerig wie so manch Tischnachbar. Aber eine dreiviertel Ixus400 kommt da locker an Tipgeld zusammen...
     
  15. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ich schon.

    Auf dem Rückweg spendiert die Fluglinie den billigeren Fusel. Da beschwert sich keiner, damit der Pilot die kürzeste Strecke fliegt. :D
     
  16. Rotweinfreund

    Rotweinfreund + Jevers Liebhaber

    1A Bericht!
    1A Fotos!

    ..Mit anderen Worten: 3 Wochen Urlaub in den USA sind 3 Wochen nachrichtenfreie Zeit für einen Nicht-Amerikaner..
    ...habe das zwar schon gehört, aber deine Aussage gibt mir doch Stoff zum Nachdenken und erklärt für mich manche Unverständlichkeiten, die mit den Augen eines durchschnittlich politisch interessierten Mitteleuropäers gesehen für Arroganz gehalten werden und dabei nichts weiter sind als das Fehlen von Wissen bzw. das Bewustsein dafür, das es fehlen könnte.
    Sehr eigenartig!
    Es wird wohl doch ein großer Teil der Bevölkerung sein, dem dieses metropolitische Gefühl abgeht?
    Andererseits hat doch ein großer Teil der US-Bürger ethnisch internationale Wurzeln!?
    ich möchte aber bitte keinen Polit-Thread lostreten.
    Von "den Russen" haben wir das übrigens früher auch so gesagt.

    Gruß Peter
     
  17. ughugh

    ughugh New Member

  18. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ist ganz bestimmt so. Ich würde das nicht so stramm behaupten, wenn meine diesjährige Erfahrung sich nicht mit meinen 7-wöchigen Erlebnissen vor 20 Jahren decken würde. Weder am TV noch an den Zeitungen hat sich da was geändert, eher noch verschlechtert.

    Da der Durchschnittsamerikaner "weiß", dass er im besten aller Länder lebt und er die Spitze des Fortschritts verkörpert, überlässt er die Politik "denen in Washington" und Washington ist weit und voller Spitzbuben. Sein Horizont endet meist an der Stadtgrenze und mehr braucht er nicht zu wissen, um glücklich zu sein. Im Mittelpunkt steht die Familie und die "social community" der Nachbarschaft. Da muss er mitmischen, um nicht zum Outcast zu werden, alles andere ist nicht "sein Ding" und Gott ist eh Amerikaner.

    Die ethnische Vielfalt spielt keine Rolle im Miteinander, da die Ethnien meist unter sich bleiben. Alle Straßenschilder und Bekanntmachungen in Kalifornien sind übrigens zweisprachig - englisch und spanisch. Und viele der Latinos und auch der Chinesen sprechen bis heute kein Wort englisch...

    Übrigens ist dieses "Nichtwissen" auch von Vorteil - keiner in Amerika zerbricht sich den Kopf über seine Regierung oder gar die ausländischer Regierungen mit Ausnahme von ein paar eggheads an der Ostküste. Nicht wissen ist auch sich keine Sorgen zu machen oder keine ausser den eigenen zu haben. Wichtig ist allein das Durchkommen und das Nach-Oben-Kommen. Fremder Reichtum ruft keinen Neid hervor, sondern ist Ansporn für eigene Anstrengungen.
     
  19. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ergänze mit "Geräusch- und Farbkulisse". Wie in Italien - irgendwas quasselt immer ausser der Mama.
     
  20. Rotweinfreund

    Rotweinfreund + Jevers Liebhaber

    ...da habe ich wirklich wieder herzhaft gelacht!
    Ein typisch akiem'scher post!
    :D :D
     

Diese Seite empfehlen