Ust.-Voranmeldung selbst erstellen leicht? Und mit welcher Software?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von niko67, 5. Dezember 2004.

  1. niko67

    niko67 Gast

    Ich mache als Freelancer (Grafiker) jedes Quartal die Umsatzsteuer-Voranmeldung über meinen Steuerberater.
    Der kostet mir aber langsam zu viel. So schwer kann das doch nicht sein, dies selber zu erstellen. Und mit welcher
    Software habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
     
  2. benjii

    benjii New Member

    Das Thema hatten wir erst neulich mal. Ich bin auch gerade am Überlegen.
     
  3. graphitto

    graphitto Wanderer

    Genau. Sehr zu empfehlen ist die Seite 2 des Themas. Und Monkey lohnt mehr als einen Blick.

    gruß
     
  4. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

  5. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    Bleibt lieber bei dem, was ihr könnt.

    Ihr ratet ja auch nicht einem Steuerberater, seine Geschäftsausstattung und CD selbst zu entwerfen, oder?
     
  6. benjii

    benjii New Member

    Na ja, bei meinem Steuerberater sitzt erwiesenermaßen der Azubi an meinem Unterlagen und stellt die fertig. Dafür zahle ich richtig viel Geld an den Mann. Also irgendwie nervt mich das halt.
     
  7. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Versprochen! ;)
     
  8. Rotweinfreund

    Rotweinfreund + Jevers Liebhaber

    das ist ein Spiel und heißt:
    "Was kann ich?"
     
  9. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    Nun, wenn dein Auto in der Werkstatt ist und von einem Azubi repariert wird, ärgert dich das dann auch, und du machst es selbst?

    Mal ernsthaft, selbst ein Azubi hatt viel mehr Ahnung von dieser Materie als jeder Grafiker (es sei denn, er war im früheren Leben auch so ein Zahlenverdreher). Selbst wenn der Azubi was falsch machen sollte und sein Chef nix merkte, bist du immer noch über die Vermögensschadenhaftpflicht des Beraters vor finanziellen Schäden geschützt. Spätestens bei einer Umsatzsteuersonderprüfung wirst du an meine Worte denken.

    Und noch was: Kein Steuerberater in Deutschland wird ungeprüft am Jahresende deine selbstgeschusterte Jahresbuchhaltung für den Jahresabschluss übernehmen. Da wird richtig hingeguckt und das kostet echt Asche...
     
  10. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Jetzt mach ihm mal keine Angst.

    Es gibt reichlich gute Steuerliteratur, mit deren Hilfe auch der steuerliche Laie sich in die Materie einarbeiten kann. Nicht anders habe ich es gemacht.

    Keine Sorge, robdus, du wirst schon nicht arbeitslos, denn für viele ist die Materie weiterhin zu langweilig und kompliziert.
    ;)
     
  11. benjii

    benjii New Member

    Es stimmt, macmacfriend, die Materie ist mir zu kompliziert und es langweilt mich fürcherlich. Aber ich zucke jedes Mal zusammen, wenn ich die Abrechnung des Steuerberaters kriege. Und jedes Mal kommt wieder der gleiche Gedanke: "Brauch ich das? Geht das nicht anders?"
     
  12. thosiw

    thosiw New Member

    Nur Mut. Ich mach meine Voranmeldungen jetzt auch seit 4 Jahren selbst. Ich seh es halt nicht ein, dass ich dafür auch noch was abdrücken soll. Die Erklärungen macht dann wieder der Steuerberater, also biegt er das, was ich vorgelöhnt hab wieder hin, und nachzahlen muss ich eh immer.
    Wer sich selbständig gemacht hat sollte (muss) sich auch mit dieser (dämlichen) Materie auseinandersetzen, ansonsten wird er nicht lang selbständig bleiben.

    Thosi
     
  13. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Klar geht es anders. Aber dann sind wir wieder bei der Kompliziertheit und Langeweile angelangt. ;)

    Kleiner Tipp: Für uns Journalisten gibt es bei der Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung z. B. eine schöne Arbeitsvereinfachung durch § 23 UStG i. V. m. § 69 UStDV. Sie lohnt besonders bei im Verhältnis zu den Einnahmen geringen Ausgaben. Statt mühsam die Steuer aus allen Ausgabenbelegen rausrechnen zu müssen, kannst du 4,8% der Netto-Einnahmen (also ohne die berechnete MwSt.) pauschal als Vorsteuer (= Umsatzsteuer, die dir das Finanzamt erstattet) geltend machen. Link: http://www.mediafon.net/recht_steuern.php3#40bf462dba94f

    Wenn du mehr wissen willst, bleibt dir die große Langeweile aber nicht erspart ... :klimper:
     
  14. benjii

    benjii New Member

    macmacfriend: Ja, genau, von dir kam der Tipp!!! Allerbesten Dank! Ich habe das Dokument nämlich damals ausgedruckt, als du im Forum darüber berichtet hast und es an meinen Steuerberater weitergereicht. Ich bin gespannt, was er damit anfängt.

    Letztendlich hast du natürlich vollkommen Recht - reinknien hieße die Devise. Aber ich knie gerade in so vielen Sachen... Weißt ja, wie das ist.

    ;)

    Beste Grüße,

    benjii
     
  15. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    Nene, da mache ich mir keine Sorgen. Ich bin ohnehin nicht derjenige, der Umsatzsteuer-Voranmeldungen erstellt bzw. für Buchhaltung herangezogen wird. Ich mache solche Sachen wie Umwandlungen, Due Diligence und so weiter...

    Ich glaube euch ja, dass man sich einigermaßen in dieser Materie fit machen kann, aber ist eure Zeit dafür nicht zu wertvoll? Stchwort Opportunitätskosten: Für die 8-10 Stunden Arbeit für diese monatliche Buchhalung zahlt ihr beim Steuerberater ca. 350-500 Euro im Monat. Jetzt setzt das mal in Relation zu eurem eigenen Stundensatz. Und der wird garantiert nicht unter 30 Euro liegen.

    Quintessenz: Gebt (oder lasst) diese Tätigkeit in die Hände von Profis und verdient euer Geld weiterhin als Profi und nicht als Amateurbuchhalter.

    Übrigens: Der Steuerberater verdient an der Fibu so gut wie gar nichts, lediglich der Jahresabschluss lohnt sich, und da kann man mehr sparen, als man denkt. Belegwesen ordentlich führen, keine fehlenden Angaben, frühzeitiges Einreichen der Unterlagen und zuletzt Kooperationsbereitschaft sind die Schlüssel zu einer angemessenen Rechnung vom Berater...
     
  16. thosiw

    thosiw New Member

    Ist das ernst gemeint?:D Nichts gegen deine Tätigkeit robdus, aber wenn ich monatlich so viel dafür ausgeben würde müsste ich entweder so viel verdienen, dass mir eigentlich alles wurscht sein kein, oder ich könnte von vornherein dichtmachen.;)
    350-500 Euro im Monat kann ich sinnvoller verbraten.

    Thosi
     
  17. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Womit wir beim nächsten Punkt wären: Es ist nicht nur eine Frage eigener steuerlicher Fähigkeiten, sondern auch von Firmengröße und Budget, ob man sich den Dienstleister Steuerberater leisten kann und will.

    Ich kann, will aber nicht! :D
     
  18. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    Ja klar ist das ernst gemeint, allerdings spreche ich hier nicht von Kleinunternehmern, sondern von Agenturen. Daher hinkt mein Vergleich etwas.

    Ich habe hier eine Agentur, die monatlich eine Rechnung von mir für die Fibu von 1.600 Euro ohne USt bekommt. Das ist allerdings auch der Spitzenreiter. Im Schnitt zahlen meine Mandate zwischen 300 und 600 Euro für die Fibu pro Monat
     
  19. thosiw

    thosiw New Member

    Für die Agentur wird es mit Sicherheit günstiger sein, dir 1600,- im Monat zu zahlen als einem angestellten Buchhalter 4000,-. Da macht das Outsourcing freilich Sinn.
    Bei einem Freelancer oder selbständigen Grafiker ohne eigene Angestellte wäre das natürlich "Blödsinn".
    Wenn ich mich alle 3 Monate einen Freitagnachmittag lang hinsetze und meine Zettel sortiere und die Belege in ProSaldo eingebe (Ein- und Ausgangsrechnungen kommen automatisch von OfficeWarp) dann hält sich der Zeitaufwand in Grenzen und ich bekomme zumindest einen kleinen Überblick in meine FiBu.

    Thosi
     
  20. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Um noch einmal kurz aufs ursprüngliche Thema zurückzukommen:

    Ich habe eben mit der ZDFin-Stelle bei der OFD Koblenz telefoniert, die mit für ELSTER zuständig ist. Dort sieht man in Sachen Mac-kompatibler Software - ich zitiere - „noch einigen Handlungsbedarf“.

    Gleichzeitig empfiehlt man, bis zur Bereitstellung geeigneter Mac-Freeware, beim Finanzamt einen Antrag zu stellen, bis dahin die USt-Voranmeldungen wie bisher schriftlich abgeben zu dürfen. Für das 1. Quartal 2005 gilt ja ohnehin noch eine Übergangsfrist, in der das noch ohne gesonderten Antrag möglich ist.
     

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