Verlustsozialisierung

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von edwin, 29. Juli 2008.

  1. edwin

    edwin New Member

    Verlustsozialisierung - Der amerikanische Sozialismus

    aus (Link) Handelsblatt

    Zitat: "Dass das Beispiel der Verlustsozialisierung ausgerechnet im Land der größten Kapitalismusfreunde Schule macht, ist ein Treppenwitz der Wirtschaftsgeschichte."

    Zitat: "Zum Stopfen der riesigen Hypothekenlöcher müssen bald die öffentlichen Ausgaben fallen und die Steuern steigen. Das ist der Preis, den das Land für die Fehler seiner Eliten bezahlt."

    :confused: :shake:
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juli 2008
  2. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Abgesehen davon, daß ich dem zitierten Text keinen verständlichen Sinn abgewinnen kann, nutze ich die Gelegenheit zum Stellen einer Frage, die mich schon lange unruhig schlafen lässt:

    Was ist eigentlich ein Treppenwitz?

    Grüße, Maximilian
     
  3. edwin

    edwin New Member

    Das ist ein Link. Sieht man seit dieser Umstellung besonders gut.

    Noch ein Link aus wikipedia. (http://de.wikipedia.org/wiki/Treppenwitz)

    Daraus Zitat: "Heute wird der Ausdruck Treppenwitz auch – abweichend von der ursprünglichen Bedeutung – für „Ironie des Schicksals“, „alberner Witz“ oder „unangemessenes, lächerliches Verhalten“ verwendet. So werden geschichtliche Begebenheiten, die – vor allem im Nachhinein – absurd oder ironisch wirken, als „Treppenwitz der Geschichte“ bezeichnet."
     
  4. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Aha. Wieder was dazugelernt. Nur kann ich hier auch mit dieser weit gefassten Definition des Begriffes keinen Treppenwitz erkennen.

    Grüße, Maximilian
     
  5. edwin

    edwin New Member

    Wenn Du es schaffst, Schulden zu machen, lässt Du dann Andere dieses bezahlen?
     
  6. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Wenn ich kann, schon :p.

    Aber im Ernst: Natürlich ist das Credo der Amerikanischen Wirtschaftspolitik immer die Nichteinmischung des Staates und die Selbstregulierung des Marktes geweswen. Es ist aber auch immer schon das erste Prinzip der Amerikanischen Politik gewesen, für das Wohlergehen des Landes als ganzes zu sorgen. Auch dann, wenn man sich dafür kurzfristig in die Wirtschaft einmischen muß. Z.B. werden immer dann neue Flugzeugträger in Auftrag gegeben, wenn es der Werftfindustrie schlecht geht. Oder Boeing bekommt vermehrt Militäraufträge, wenn Airbus mal wieder einen Aufrag weggeschnappt hat. Insofern ist die aktuelle Situation weder etwas besonderes noch in irgendeiner Weise witzig.

    Grüße, Maximilian
     
  7. edwin

    edwin New Member

    Verrätst Du mir den Trick?:eek:)

    Finde ich aber in sich gesehen (also nicht Deine Aussage) inkonsequent und empfinde dies als einen Widerspruch zum Propagiertem.
     
  8. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Der Trick besteht einfach darin, meine Staatsbürgerschaft nicht zurück zu geben. Denn die Schulden, die der Staat in meinem Namen gemacht hat und weiterhin macht werde ich garantiert nicht zurückzahlen können :p

    Ja und nein. Auch die Amerikanische Politik kennt Abstufungen zwischen Schwarz und Weiß. Wie ich sagte, muß man manchmal seine Konsequenz angesichts wichtigerer Interessen hinten anstellen. Warum soll das für die Politik nicht gelten? "Bonum ante principiam" sagt mein selbstgemachtes Lateinisches Bonmot zum Thema.

    Grüße, Maximilian
     
  9. edwin

    edwin New Member

    Ich sitze einfach am falschem Ende (der Macht). :cry:

    Ich kann nicht einfach so eine Firma aufmachen, sie groß werden lassen, sie wieder in die Pleite fahren und dann die Schulden nicht bezahlen müssen. :teufel:
     
  10. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    In den USA schon. Da gibt es schon lange das Chapter 11 (neben Chapter 7 und 13), das es bankrotten Firmen und Privatleuten erlaubt, weiteruzmachen als sei nichts gewesen. Einige große US Fluglinien (z.B. Delta und Northwest Airlines) operieren schon seit Jahren unter Chapter 11.
    Auch Apple hat, wenn ich mich recht entsinne, schon die eine oder andere "Entschuldung" nach Kapitel 11 hinter sich...

    Grüße, Maximilian
     
  11. edwin

    edwin New Member

    Irgendwie typisch für den Kapitalismus: Schreit danach, dass der Staat sich aus dem Markt halten soll, nicht mal Richtungen vorgeben darf, aber wenn es schief geht, immer wieder doch nach dem Staat schreien und das einzige, was Kapitalisten interessiert, vom Staat fordern. Dem hätte ich als Staat schon längst einen Riegel vorgeschoben. Wer soll das bezahlen? Laufend der Steuerzahler? Soviel Gehalt bekomme ich nicht, dass ich mir das leisten kann. Sollen sich Kapitalisten sich auf kapitalistischem Wege absichern und sich Versicherungen gegen das Pleitegehen kaufen. Das wäre in sich wenigstens konsequent!
     

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