Video: quadratische Pixel oder CCIR 601

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von twotothree, 29. November 2004.

  1. twotothree

    twotothree New Member

    Ich brauche ein paar Tips bzgl. Videoformaten:

    Um Video bestmöglich mit einen Projektor abzustimmen sichere ich meine Daten als MJPEG A, ohne Halbbilddominanz, Ein Feld (also nicht interlaced), YUV und mit quadratischem Pixelformat (anstatt CCIR 601) - kann man das so sagen?

    Stimmt es weiterhin, das das Video zusätzlich in einem vom Projektor unterstützten Format (600 x 800, 1024 x 768, 1280 x 1024) sein sollte (und nicht 720 x 576 o.ä.)?

    Und sieht man hinterher den Unterschied zwischen einem projizierten 600 x 800 Video und einem 1024 x 768?

    Ohne eigenen Projektor kann ich das leider nicht hier ausprobieren und muß es aber ziemlich dringend wissen - hat wer einige Erfahrung darin?
     
  2. twotothree

    twotothree New Member

    ... hab´s leider selbst bisher noch nicht rausgekriegt und schieb deshalb die Frage mal wieder hoffnungsvoll nach oben.
     
  3. twotothree

    twotothree New Member

    vielleicht habe ich mich ungeschickt ausgedrückt. Also:

    Ich möchte sehr gerne wissen, welches die optimalen Exporteinstellungen aus Premiere oder aus FCP sind, um den exportierten Film anschließend direkt vom Mac aus auf einen Projektor auszugeben. (DV Pal oder MJPEG A, interlaced oder deinterlaced, welche Halbbilddominanz, wenn überhaupt, quadratische Pixel oder nicht, der gesamte Film im Format des Projektors, also 800 x 600 anstelle von 720 x 576 usw.) Das hat doch bestimmt schon jemand hier getestet ...
     
  4. sandretto

    sandretto Gast

    Da fehlen Informationen! Wie ist die Verbindung vom Mac zum Projektor, analog oder digital? Was für ein Projektor soll den das Bild werfen, es gibt verschiedene Technologien? In welchem Format liegt das Quellmaterial vor?
     
  5. twotothree

    twotothree New Member

    Die Projektoren werden analog angesteuert. Es sind Epson LCD Projektoren, XGA, die 800 x 600 oder 1024 x 768 unterstützen.
    Das Quellmaterial ist verschieden. Zum einen sind es tiffs, also stehende Bilder über die drübergefahren wird und hier ist natürlich jede Größe möglich, zum anderen sind es DV Pal Videos von mini DV.
     
  6. sandretto

    sandretto Gast

    Also wenn die Verbindung per S-Video erfolgt, wird IMMER ein genormtes PAL-Signal von der Grafikkarte ausgegeben, mit der virtuellen Auflösung von 768x576 Bildpunkten (quadratische Bildpunkte 4:3), im Halbbildverfahren. Virtuell deswegen, da analoge Signale zwar sichtbare 576 Zeilen haben, aber keine horizontalen Bildpunkte. Das analoge PAL-Signal besteht aus Frequenzen, Zeitschlitzen und Amplituden, jedoch nicht aus "Pixeln" wie eben oft irrtümlich angenommen. In diesem Fall wäre der DV-Codec ideal, da er für das Halbbildverfahren optimiert ist. Die digital gespeicherten 720x576 Bildpunkte (PAL-DV-Norm, rechteckige Bildpunkte auch 4:3), werden ohne skalieren zu müssen, als analoges PAL-Signal ausgegeben. Wenn das Video im einem Quicktime-Format von 1024x768, oder 800x600 Bildpunkten vorliegt, so wird es eben wieder auf 720x576 rechteckige Bildpunkte runterskaliert, und verliert damit an Qualität. Ausserdem ist das Bild auf dem Projektor, bei S-Video in allen Fällen eher schlecht, da Projektoren erst mit progressivem Material "auf Touren kommen". Besser ist das Bild sicher über VGA, da hier ein progressives Signal vorliegt, allerdings auch analog. Viel besser sind aber reine Digitalübertragungen, per DVI.

    Eine Patentlösung gibt es in deinem Fall nicht, die Tiffs würde ich in einem Quicktime-Format mit 1024x768 erstellen. MJPEG würde ich nicht benutzen, Foto-JPEG komprimiert bei gleicher Qualität besser, und codiert/decodiert bei 75% Qualität schnell. Die DV-Filme würde ich so belassen, und dann mal mit einem Projektor testen, was besser aussieht. DV-Film(720x576) -> S-Video -> Projektor, oder Quicktime-Film (800x600, aus dem DV-Film erstellt) -> VGA -> Projektor. Kommt auch auf den Deinterlacer im Projektor an, wie gut der ist. Hier findest du nur die beste Lösung über's Probieren.
     
  7. twotothree

    twotothree New Member

    bis hierhin klar. Und vielen Dank für die ausführliche Antwort.
    Eins ist noch unklar:
    Wenn es also über VGA geht, ist es dannnn nicht besser, wenn ich das Video gleich deinterlaced als QT Film sichere?

    Gruß - twotothree
     
  8. sandretto

    sandretto Gast

    Ein QT-Film wird immer schon deinterlaced auf der Festplatte gespeichert, ausser die Codecs DV, DVCPRO und MJPEG. Angezeigt auf dem Monitor (egal ob TFT oder Computermonitor/Röhre), oder über VGA ausgegeben, wird der QT-Film IMMER progressiv (deinterlaced), auch wenn der Film mit den Halbbild-Codecs (DV, DVCPRO und MJPEG) codiert wurde. VGA kann nur progressiv!

    Wenn das Quellmaterial Halbbildmaterial enthält (z.B. DV-Cam), dann spielt das Deinterlacing eine entscheidende Rolle. Ob du das jetzt mit einem Software-Deinterlacer am Mac machst (z.B. JES-Deinterlacer, FCP, etc.), oder das den Projektor machen lässt (nur über S-Video/nicht VGA), hängt von der Qualität des Deinterlacer im Projektor ab. Hier gibt es recht grosse Unterschiede. Es gibt Deinterlacer die lassen einfach ein Halbbild weg, und interpolieren das verbleibende Halbbild zu einem ganzen Bild! Die bessere Variante dürfte das Deinterlacen und skalieren auf passende Grösse am Mac sein, und dann das Ganze über VGA ausgeben. Achtung, VGA ist analoge Technik, nicht am Kabel sparen. Nachteil, du hast mehr Arbeit, und brauchst mehr Speicherplatz, da du dann das Original, und den daraus erstellten QuickTime-Film hast.

    Du kannst natürlich auch einfach den originalen Film mit einem passenden Player abspielen (ohne vorher zu skalieren), z.B. VLC, QTPro oder iMovie. Dabei übernimmt der Deinterlacer des Players das umwandeln in progressives Material, falls es Halbbildmaterial ist. Und das in realtime versteht sich. VLC lässt zum Beispiel beim Deinterlacing mehrere Einstellungen zu.

    Eine Patentlösung gibt es nicht, kommt immer drauf an, wohin die Reise geht.
     

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