Warum "IT-Typen" Macs rausschmeissen wollen...?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von frisco68, 17. Juni 2003.

  1. frisco68

    frisco68 New Member

    Kann mir jemand einen vernünftigen Grund nennen, warum IT-Leiter - oder EDV-Fuzzys (wie wir sie früher nannten) den Mac als Feindobjekt Nr. 1 sehen?
    Sie haben doch überhaupt keine Arbeit mit nem Mac - weil sie sich eh nicht auskennen. Soweit ich weiß müssen sie beim NT - Server oder wie das jetzt auch immer heißt, grad mal "Services für Macintosh" anklicken.
    Der Mac läuft einfach - verhält sich unauffällig im Netzwerk. ABER sie haben keinen Zugriff drauf - ist das vielleicht DER Grund?? Der Mac - das unbekannte Wesen? Da orten sie "Sicherheitslücken", behaupten Systemupdates wären Schweineteuer und zudem gibts alle Programme auch für den PC und "wer arbeitet schon noch auf einem Mac"...
    Aber eben - das ist der Punkt. Besagter Mac steht in der Abteilung "Pressearbeit" - darauf werden nicht nur Texte getippt, sondern auch diverse Broschüren im Haus selbst gestaltet, z. T. Bilder der Digicam überarbeitet. und nicht zuletzt eine wöchentlich ersch. Zeitung erstellt... etc. etc. und mit den Daten gehts dann ab in die Druckerei.

    Und dahin soll jetzt ein PC, weil angeblich die Firma XY auch ihre Macs an die Luft gesetzt hat und durch PCs ersetzt hat...

    Immer das Gleiche mit den IT-Fritzen! Gehts euch auch so???

    Zum Glück ist es bei uns umgekehrt! :)
    Vor einigen Wochen erst einen Windoof-Rechner entfernt, und sobald unsere GL-Assistentin sich mit Mac-Giro besser auskennt, wird dieses eierschalenfarbene, hässliche Teil, welches neben ihrem TFT-iMac steht auch rausgeschmissen!
     
  2. palatino3

    palatino3 New Member

    Die IT-Fuzzys in großen Firmen haben einen relativ "lockeren" Job. Außer Ihnen kennt sich kein Schwein mit dem ganzen Kram aus, die Intel-MS-Umgebung sorgt dafür, dass ihnen die Arbeit nicht ausgeht. Wenn nun aber Macs daherkommen, die gar keine Probleme verursachen, bzw. deren Problemchen der "normalschlaue" User selbst beheben kann, gefährdet dies in erheblichem Maße die Daseinsberechtigung mancher aufgeblähter IT-Abteilung. Dies weiss man zu verhindern, in dem man Gerüchte, Mutmassungen, und falsche Behauptungen in die Welt setzt. Sollte der "Mac-Fan" dagegen mit fundierten Argumenten, Beispielen usw. entgegnen, wird dieser von der "IT-Mafia" als "unfähig, nichtwillig und wasweissich bezeichnet" (Parallelen zur realen Politik sind natürlich NUR ZUFÄLLIG). Je mehr Getöse und Geschrei man veranstaltet, umso beeindruckter ist die Vorstandsetage ob des großen Engagements dieser Abteilung. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder?
     
  3. hofmeyer

    hofmeyer New Member

    Also die "Services for Macintosh" unter NT kann man gebrauchen, wenn man mit 5 Macs arbeitet, aber nicht mit 100. Die Anbindung von Macs (unter OS 9 wohlgemerkt) an ein bestehendes Windows Netz ist schwierig, hakelig und arbeitsintensiv, auch bei Fileservern unter Linux mit Samba unt netatalk hat man immer noch Probleme, vor allem mit der Benutzerverwaltung und der vernünftigen Handhabe bei Zugriffsrechten.
    Ich habe zwei Jahre in einer IT Firma mit hohem Mac Anteil gearbeitet und konnte die Gründe für das Runterfahres desselben gut nachvollziehen. Wir haben vor allem im Bereich Verwaltung die alten historisch bedingten Macs rausgeschmissen, was vor allem auch daran lag, daß Lotus Notes als Groupware eingeführt wurde und der Macclient da wirklich scheiße ist. Da ist es schon mal passiert, daß die Teamassistenz eine Flug für jemanden gebucht und in dessen Kalender eingetragen hat und der da eine Stunde zu spät eingetragen wurde, ohne das jemand das gemerkt hat, bis der wirkliche Flug dann verpaßt war 8(.

    Friedhelm
     
  4. Spiderman

    Spiderman New Member

    Howdy zusammen,

    man kann es sich natürlich auch einfach machen, mit Mac macht nie Probleme... das stimmt so einfach nicht.

    Bei uns im Netz kommen auf ca. 1400 PCs etwa 35 Macs. Diese werden wiederum in komplett verschiedenen Bereichen genutzt, als DTP- Maschine, als Auswerterechner im Labor...

    Nur mit den Appleservices ist es nicht getan.
    Jedem ist sicherlich klar, je homogener ein Netz, desto sauberer und einfacher zu verwalten ist es. Jeder Dienst mehr auf dem Server und jede zusätzliche Anwendung bedeutet deutlich mehr Aufwand, viele zusätzliche Fehlerquellen und somit auch automatisch mehr Kapazitäten die benötigt werden, sei es Technisch, als auch menschlich.
    Natürlich gehört auch Unwissenheit dazu, aber auch durch sie entstehen auch wieder ungeahnte Sicherheitsrisikos und Probleme. Welcher Admin hat auch Zeit, sich mal eben in die Materie Mac so einzuarbeiten, um das Netz sauber und sicher zu halten? Kann man bei uns z.B. wegen der paar Macs einen Macadmin einstellen?

    Ein paar Beispiele für Probleme durch Macs?

    Netztempo in manchen Segmenten von einem "sauberen" Mac total in die Knie gegeangen.
    Datenverschieben von einem Server auf den anderen- Macdaten völlig defekt.
    Zusätzliche Dienste belasten Netz und Server, wie Macdienste.
    Man muß viele Arbeiten doppelt erledigen, Drucker einrichten.
    Jede Software muß in zweifacher Ausführung und Version besorgt und bezahlt werden.
    Kosten generell, von Hardware und Software- deutlich teurer.
    ...

    Ich kann die Liste noch deutlich verlängern. Ich arbeite in der IT. Ich bin zwar kein Admin, aber der Einzige hier, der sich um die Macs kümmert und dafür muß ich mir ziemlich den Arsch aufreißen, da ich ein MacDAU bin, zumindest dafür, daß ich den Support hier alleine dafür mache...
    Wenn ich dann so unqualifizierte Bemerkungen wie von Palatino3 höre, geht mir echt einer ab! Kennst Du: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...?! Du kanst jetzt natürlich argumentieren, daß wir ja alles auf Mac umstellen, aber dazu brauch ich ja nicht erst was sagen, oder?

    Ich möchte mal feststellen, daß ich mir diesen Job hier selber ausgesucht habe und das ich gerne mit den Macs arbeite, auch wenn es jeden Tag aufs Neue Jugend forscht für mich ist (saß vor ca. 1 1/2 Jahren das erste mal überhaupt davor). Allerdings muß ich sagen, wer behauptet Macs wären so viel einfacher zu handeln als PCs und machen gar keine Probleme, auch nicht in nem gemischten Netz mit NT/2000-, Novell- und Linuxservern, der hat einfach KEINERLEI Ahnung.

    Des Weiteren könnt Ihr mir alle sagen was Ihr wollt, die Unterschiede, die es früher mal gab, sind heute hinfällig. Was ein Mac kann, kann auch ein PC und umgekehrt. Wenn heute jemand Bild- Video- und Musikbearbeitung ausschließlich auf dem PC machen will, dann kann er das auch, auch ohne Mac!

    So genug gesabbelt, solltet nur mal drüber nachdenken, daß nicht alles so einfach ist wie es aussieht, daß nicht alle Menschen faule Arschlöcher sind, außer Euch, daß nicht alle Menschen nur unfähig sind, im Gegensatz zu Euch...

    Euer Multiculti

    Spiderman
     
  5. frisco68

    frisco68 New Member

    Es geht hier um einen einzelnen Mac, der in der Presseabteilung steht - in der eben wirklich alles in Sachen Werbung, etc. gemacht wird - daher auch ein Mac. Die in dem Bereich tätige Person (mein Schwesterherz) hat sich erfolgreich bei ihrer Einstellung FÜR den Mac eingesetzt. Denn was sie als langjähriger Mac-User auf ihrer Kiste "zaubert" - mußte davor erst in der Druckerei gesetzt und aufgearbetiet werden - und was das kostete... Da war der Mac x-mal drin!
    Nur halt von Anfang an gegen den Willen des IT-Leiters!

    Vom besagten Arbeitsplatz (in der Verwaltung einer kleineren Stadt) aus ist auch keinerlei Zugriff auf die Datenbanken - und was auch immer der Stadt - nötig!
    Lediglich die Internetanbindung, Mail....


    Komme auch aus einem Betrieb (Verlag) - dort waren ca. 300 Macs im Einsatz und etwa 30 - 40 Win-PCs. Die ITler mußten sich 80% der Zeit mit den PCs und Problemen mit Win herumärgern - während die Macs liefen und liefen - wenns Ärger gab - dann oftmals DAU-Fehler....
     
  6. palatino3

    palatino3 New Member

    Ja so ein Mist! Jetzt habe ich doch glatt einen Spass-Button vergessen. Evtl. hätte ich auch "Satire" oder "Achtung: Witz" drüber schreiben sollen. Habs vergessen, sorry. ich dachte aber auch nicht, dass sich gleich wieder so jemand dermaßen getroffen fühlt. Dass der dann gleich mit so bösen Worten rumschmeißt, tz tz tz.
    Aber ich versichere Dir hiermit: Du bist ein sehr hart arbeitender Mac-Betreuer: Du tust alles, um den Apple-Dampfer im Meer der tausenden PC's nicht untergehen zu lassen und meine Bewunderung sei Dir versichert!
    So - und jetzt mach' Dich mal locker ...




    Ach ja - fast wieder vergessen:

    ;) ;) ;) ;) ;) ;) :D
     
  7. Gollum

    Gollum Gast

    das ist nicht so ganz richtig.....

    wir haben hier eine grosse win admin truppe und die versuchen jedes app. als win version einzukaufen oder soagr als win version portieren zu lasssen. unsere abteilung plädiert hingegen zu unix versionen das hat einen sehr guten grund. wir arbeiten mit unix und sind unsere eingenen admin's da brauchen wir nicht extra ne admin truppe. leider sitzt die win admin truppe in der hauptverwaltung und den "direkten" draht zu den einkäufern.... naja 2 mal haben die jetzt schon voll in die scheisse getretten. eine win app. für 6 milo. euro tuts heute noch nicht richtig. da lacht sich schon jeder hier einen ast ab. eine app. die damals auf OS/2 und jetzt als win version läuft ist echt der hit. da kannste schon die uhr nach stellen wann das ding abraucht. die nächsten UMTS apps wurden auch erstmal als win version eingekauft, aber da das nicht rund läuft gibs unix versionen. yehhr :)

    ich hab nix gegen win, arbeite selber damit, aber in grossen geschäft mit datenbanken usw. kannste das vergessen nur wollen das einige lobby-hobby admin's nicht so recht verstehen.....
    und es ist schon richtig das ganze ist reien macht erhaltung der win admin truppe. würden wir zb. unsere abteilung ganz auf unix umstellen können da locker 3 win admin jungs gehen :D
     
  8. Spiderman

    Spiderman New Member

    Der einzelne Mac, wie mit Deiner Schwester beschrieben, der nicht wie ein "vollwertiger" Netzrechner arbeiten muß, macht auch wenig Probleme, daß gebe ich gerne zu, aber sobald er alle Anbindungen wie ein PC in o.g. Netz haben soll wirds echt hakelig, kämpfe ich jeden tag mit...

    Dies sind natürlich Gründe warum IT- Chefs immer versuchen ihr Netz so homogen wie möglich zu machen. Ein IT- Chef in ner Firma die 90% Macs fährt, würde auf jeden fall, auch logischerweise, versuchen die restlichen 10% PCs zu eliminieren...

    Über Win kann man sich auch mächtig ärgern, keine Frage, aber ich denke, daß sich mittlerweile beide Seiten langsam annähern:
    Die Macs sind samt Betriebssystem nicht mehr das, was sie mal waren, immer noch sehr gut, aber halt nicht mehr so... und die PCs mit XP Pro laufen echt verdammt gut! Gib mir nen 95, 98, oder ME und ich kriege Ausraster, aber XP Pro und 2000 Pro, damit kann man schon arbeiten.

    Grüßle

    Spiderman
     
  9. Gollum

    Gollum Gast

    win xp wird es bei uns nicht geben.win 2000 ist auch gut, bei win/nt was wir hier leider auch noch sehr oft haben bekomme ich die kriese. aber eins kann keine win maschine..... das switchen auf verschiedenen app. in kurzer zeit. da ruckelt es schonmal . da hat unix keine probleme mit.
     
  10. Spiderman

    Spiderman New Member

    Stimmt! NT ist ziemlich bescheiden und wirklich nur in sich halbwechs nutzbar, möchte ich auch nicht geschenkt haben;-)

    Switchen stimme ich Dir zu, es läuft auf dem Mac wirklich schön flüssig!

    Spiderman
     
  11. baumpaul

    baumpaul New Member

    Ich bin selbst Informatiker arbeite am PC mit WIN XP und einem Linux Samba server. Aus meiner erfahrung heraus muss ich sagen dass in einer kleinen Arbeitsgruppe ein NT Server nicht schlecht ist aber ich halte Linux für das Maß der dinge.
    Von Apple Servern habe ich leider keine Ahung was mich aber sehr intressieren würde.

    Es ist einfach nicht möglich für alle Firmen jetzt zu sagen das der Apfel das beste ist. Es ist immer eine Geldfrage. Wieso alles umstellen wenn sich jeder schon mit Windows oder Linux auskennt. Es ist nicht nur die Hardware die Geld kostet. Die betreuung und die Software ist ein größeres Problem.

    Gruß
    baumpaul
     
  12. Spiderman

    Spiderman New Member

    Ich meinte auch unter NT nicht Server, die sind völlig ok. Die Clients sind allerdings nicht so angenehm zu nutzen...

    Ich versuche hier dauernd durchzusetzen einen Appleserver nur für die Macs zu installieren und dann nur die Server miteinander quatschen zu lassen, was fürs Netz sicherlich viel sauberer wäre, als dieser gemischte Kram, aber ich bin ja nur ein kleiner dummer UHD'ler ;-))
    Wäre auf nen Appleserver auch ziemlich heiß...ziiiemlich heiß ;-)

    Vor allem lohnt ne Umstellung nicht wenn man alles bedenkt, Kompabiltät mit anderen Firmen, die Schulungen füe alle MA, die hardware, neue Lizenzen... HORROR! :)

    Grüßle

    Spiderman
     
  13. Multiuser

    Multiuser New Member

    Egal was hier geschrieben wird, nix kann man über einen Kamm scheren. Problem ist, wenn man sich auf dem Mac auch etwas auskennt, man ist halt ein alter PCler und ist vielleicht sogar Microsoft certified. Der ganze breite PC Markt funktioniert doch nur deshalb, weil soviel Support benötigt wird. Mit billigen Preisen wird man gelockt und hat man erstmal investiert, wird man völlig abgezockt. Entscheidend sind doch eher nackte Zahlen. Dann kann man sich auch mal leichter dazu entscheiden, ganz umzusatteln. Sagte doch letztens noch ein Freund zu mir, er ist Volkswirt und Admin auf ner Uniklinik. Der Kostenunterschied für Neugeräte wäre dermaßen hoch, daß man auch mehr Support machen kann und immer noch billiger wegkommt. Der ist jetzt Volkswirt und kann doch nicht rechnen oder will nicht, was ich eher vermute. Man ist ja sooooooo wichtig, als PC-Admin, weil ohne einen geht nix.
    Die erwähnten Probleme im gemischten Netzwerk rühren doch daher, daß MS sich nicht auf "Standards" einläßt, sondern diese benutzt, um ihren eigenen Mist einzubinden, weil sie ja so ne Marktmacht haben. Dieser eigene Mist ist aber auch die Ursache, warum dann Fremdrechner in solchen Netzwerken nicht so flott sind, wie sie sein könnten. Das zieht sich doch durch die gesamte MS-Politik. Deshalb sollte man diesen nicht länger die Stange halten, sondern sie dazu zwingen, Standards zu beachten. Das kann man nur, indem man keine MS Sachen mehr benutzt, wo es nur geht. Übrigens ist Linux-Unix zwar ne schöne Sache, aber ich nenne das mal das Totkonfigurations-System, was der Realität entspricht. Das ist auch der Grund, warum sich dann noch viele Itler eher zu Linux, als zu OS X hinreißen lassen. Denn unter Linux, gehts genausowenig ohne den Admin, wie bei MS.

    Vergleich Aufwand Support Macintosh - Windows

    Beispiel Migros: (das ist auch der beste Vergleich)

    Verwaltung Limmatplatz Zürich
    500 PC`s Windows; 12 Personen Support, 42 Geräte pro Person; 24`000 Std / Jahr 48 Std / Gerät und Jahr

    Beispiel Migros Genossenschaftsbund Zürich
    1000 Macintosh; 3 Personen Support, 330 Geräte pro Person; 6000 Std / Jahr 6 Std / Gerät und Jahr

    Beispiel ETH Zürich
    3000 Macintosh ca. 5 Std / Gerät und Jahr

    Beispiel Uni Zürich
    4000 Macintosh ca. 5 Std / Gerät und Jahr

    Beispiel PSI Würenlingen
    300 PC`s Windows und 40 Macintosh
    Support 99% für Windows, 1% für Macintosh
    Aufwand Support Faktor 13 mal grösser für Windows (Extremfall)

    Beispiel EPA
    350 Macintosh
    350 PC`s Windows
    Aufwand Support Faktor 3 mal grösser für Windows

    Beispiel EMS Chemie
    750 PC`s, 650 in Ems, 100 im Ausland, alle
    angeschlossen an 11 NetWare-Servern
    Support 5 Personen, 1680 Std /Jahr; 11.2 Std / Gerät und Jahr

    Erfahrung SAMD
    24 Geräte Macintosh; Support 150 Std / Jahr 6.25 Std / Gerät und Jahr

    Fazit; Der Support - Aufwand für PC`s liegt um Faktor 2 bis 5 höher als für Mac`s
    12.97/HRM
    Diese Zusammenstellung wurde von Herrn Müller, Alpine Mittelschule Davos erstellt. Sie ist kein
    offizielles Apple-Papier. Wir bitten um Kenntnisnahme.
     
  14. Spiderman

    Spiderman New Member

    Howdy,

    Natürlich hast du Recht, wenn Du sagst, daß man nicht alles über einen Kamm scheren kann. Sicherlich auch, daß Windows sich um viele Dinge einen feuchten schert.
    Wo auf der anderen Seite diese Zahlen herkommen, oder wie sie entstanden sind, wir wissen alle, daß man jede Statistik so drehen kann, wie man möchte, mal hat man auch fähige IT'ler, mal weniger fähige, dann benötigt man auch mehr davon...
    Zusätzlich sind Macuser generell bewanderter im Umgang mit ihren Maschinen als PCuser, da sie sich fast immer mehr selber helfen müssen und deshalb auch können, stelle ich zumindest immer wieder fest.

    Hat man aber ein sauberes homogenes Netz, ist auch der Support unter Windows nicht mehr soo riesig, Bsp.:
    Kumpel betreut als Admin für eine Firma deutschlandweit ca. 350 Server, fast alleine, 2, sagen wir mal Aushilfen, unterstützen ihn dabei. Ist Win 2000. Ist auch nicht wirklich viel, oder?

    Bin auch nicht der Windws Verfechter, aber solange es keine wirklichen Alternativen gibt, oder sie nicht wirklich ohne übermäßigen Aufwand realisierbar sind, wird sich auch nichts ändern, oder nicht viel, denke ich.

    Eile mit Weile

    Spiderma
     
  15. Multiuser

    Multiuser New Member

    Das mit der Statistik drehen ist ja eine alte Weisheit und trifft immer dann zu, wenn irgendeine Consulting- oder ähnliche Firma im Spiel ist, die entweder ein eigenfirmierende Tochter eines Unternehmens ist (erinnere hier an den Fall MS / Nasa) oder einfach die Verpflichtung gegenüber langjährigen Auftraggebern.
    Aus diesem Grund habe ich eben nicht die Zahlen von Apple, einem Apple-Händler etc. beigefügt, sondern solche, die von einer Schweizer Mittelschule ermittelt wurden. Ich gehe mal davon aus, daß dies im Rahmen der Bildung gemacht wurde und somit ziemlich neutral sein sollten.
    Hier finde ich speziell die Zahlen aus dem Migros Konzern ziemlich aufschlußreich. Wer Migros kennt, weiß, daß da kein Geld rausgeschmissen wird, was bedeutet, daß da keine unfähigen Admins beschäftigt werden, sondern Topleute. Besonders gut ist dabei, daß die jeweils reinrassig und nicht gemischte Rechnerumgebungen benutzen.
    Zu uns:
    2 Suns, 2 Macs, 2 PCs unter Win NT, 1 PC unter Win 2000 Professional und noch ein ganzer Schrank PCs unter Suse Linux. So kann ich mir selbst ein Bild machen.
    So gut wie gar keinen Aufwand machen die 2 Suns und die 2 Macs, wobei die Suns eigentlich gleich bei 0 stehen, sind sie erstmal eingerichtet. Aber die Suns haben andere Nachteile, z.B. Treiber. Da siehts ganz schlecht aus. Treiber sollte man selbst schreiben können, arbeitet man mit ner Sun und will Pereferieseitig als mal was neues. Eigentlich muß man recht viel Wissen um Solaris mitbringen, wenn man so schnell und flexibel handeln muß, wie man das eigentlich bei PC und Mac auch einfacher kann.
    Problemlos auch die Macs. Support am Mac ist genial einfach und einfach genial. Linux selbst ist saustabil, läuft auch super aber das ist auch alles. Die ständige Suche und Installation von Sicherheitspatches, Treiber für neue Hardware etc., bindet doch schon viel mehr Arbeitszeit, als bei einem Mac. Ja, was bleibt wären noch die PCs. Manchmal läufts ne Zeit lang echt gut, aber dann passiert halt mal das ein oder andere und dann wirds meist übel. 3 PCs machen im Jahr soviel Arbeit wie 10 Linux PCs und 30 Macs. Das ist aber so übern Daumen gepeilt, weil wir nur 2 Macs haben. Aber es dürfte so in etwa passen.
    Das sich Macuser besser mit den Geräten auskennen, als PC-User, entschuldige bitte, ist allerdings ein Gerücht. Denn Mac User sind schließlich deshalb Mac-User, weil sie sich eben nicht auskennen wollen, sondern arbeiten. Kenne eigentlich keinen Kunden, der Macs hat und sich damit so auskennt, wie die Kunden, die PCs haben. Habe aber in den letzten 10 Jahren oftmals festgestellt, daß erfahrene PC-User an nen Mac rangehen, wie an einen PC. Und das tut nicht! Das verursacht früher oder später schwere Konflikte. Diese Unbefangenheit nach PC- Manier in ein Macsystem einzugreifen, ganz nach dem Motto, so anders sind die auch nicht, das sind schließlich auch bloß Computer, tut den Macs meist nicht so gut. Je besser die Jungs am PC sind, desto stärker ist diese Mentalität drin. Ich verstehe das ja, das sind meist erfahrene User oder Admins, die PC-Hard- und Software und deren Zusammenhänge aus dem FF beherrschen und so anders kann ein Mac nicht sein. Leider dürfen die ja nie schuldig sein, dann ist es immer der Mac.

    Jetzt will ich mal den PC nicht ganz so schlecht machen. Das ein PC auch superstabil laufen kann, ist mir nicht neu. Aber die Voraussetzung dafür zu schaffen, benötigt halt mal wieder einen teuren Fachmann. Denn... ein PC wird dann stabil und spurtreu, wenn man ihm vom Ballast befreit. Ich kenne solche Geräte, die viel leisten müssen. Da wurde aber alles, wirklich alles aus dem System entfernt, was nicht benötigt wird. Diese Maschinen sind von den Admins genau auf die Aufgaben eingestellt, die sie leisten müssen. Alles was nicht dazu gebraucht wird, wurde entfernt. Das kann aber ein Normalo nicht und ich finde auch nicht, daß das der Sinn der Sache ist.

    Multi (11 Jahre gemischte Rechnerumgebung) Das sollte ich erwähnen, denn woher sollte ich sonst so sicher sein.
     
  16. Spiderman

    Spiderman New Member

    Nun, wie dem auch immer sei, ich habe erst seit 2 Jahren tägliche Erfahrungen sammeln können und das auch "nur" hier, aber mir hat sich ein etwas anderes Bild gezeigt. In etwas so, wie ich es beschrieben habe.
    Das es natürlich überall Unterschiede gibt ist auch klar.

    Da sich meine Macerfahrungen auf noch weniger Zeit beschränken und natürlich durch mein Nichtwissen jeder mit Halbwissen schon klug aussieht, aus meiner Perspektive, mag das eine etwas verzerrte Sicht sein. Nichts desto trotz sind unsere PCuser an Wissen, Möglichkeiten und Selbsthilfe unseren Macusern deutlich unterlegen, auch sie sind schließlich User und nicht Bastler.

    Allerdings hängt der Supportaufwand auch viel von den Möglichkeiten und dem User selber ab- welche Rechte hat er und wie geht er damit um.

    Ich spreche auch wie gesagt nur von unserem Unternehmen und dem Aufwand und es ist leider so, daß sowieso 90% des Supports auf Bedienerfehler zurückzuführen sind, wobei damit ALLE Benutzer gemeint sind, auch UHD und Admins!
    Immer nach dem motto, der Computer ist nur so schlau, wie sein benutzer es zuläßt.

    Erst seit 1 3/4 Jahr Multiuser, aber komme zurecht :)
     
  17. frisco68

    frisco68 New Member

    Zu jenem welchen besagte Mac (eigentlich 2.... erst wars ein G3 - nun ein G4) in besagter Verwaltung:
    Seit 1998 war es ganze 2 mal nötig, jemanden für den Support zu holen. Und der besagte IT-Leiter wurde noch nie mit einem Mac-Problem behelligt.

    Besagte Stadtverwaltung hat vor kurzem umgestellt auf HD-lose Net-PCs. Keine Festplatte, kein CD-Rom-Drive - Disktettenlaufwerk erstaunlicherweise auch keines ( ;-) )
    Verstehe vollkommen, daß es in einer Verwaltung sinn macht und auch leichter zu administrieren ist.
    Offensichtlich wurde jedoch dort günstig eingekauft. Einige der Net-PCs (oder wie das nun auch wirklich heißt) machen Probleme. Viele der superbilligen TFT-Displays müssen ausgetauscht werden - und die dazugekauften Billig-Laserdrucker fressen Toner ohne Ende und wollen auch nicht richtig....

    Besagter IT-Leiter hat nun über besagten Mac eine Aktennotiz verfaßt: "stellt ein Sicherheitsrisiko für das Netzwerk dar..... Computerviren die über den Mac in das Netz eingeschleppt werden könnten ...... Insellösung ... blablablabla"

    Bevor der Mac dort stand - somit auch bevor mein Schwesterherz dort arbeitete - wurde das ganze Zeugs ausserhalb - sprich in der Litho gemacht.
    So fielen "damals" jährlich nur für die Stadteigene Wochenzeitung kosten in höhe von 25.000 Euronen an....
    Die fallen übrigens wieder an, wenn der Mac weg kommt....
     
  18. Spiderman

    Spiderman New Member

    Kann ich nur zu sagen:
    Billig ist in 90% aller Fälle halt nur einmal billig, dann nie wieder. Das trifft allerdings nicht nur auf Pcs zu, sondern auf alles was es so gibt...
    Mein Motto, McDonnalds, schlechtes muß nicht billig sein ;-)

    Das mit der Aktennotiz ist natürlich krass und fast völlig haltlos, sowas gibts bei uns hier nicht, die Macs werden gebraucht, also müssen die Admins sehen, wie sie damit fertig werden! Und mit mir ;-)

    Das mit den Viren ist das einzige Argument, daß ich gelten lasse, daß Problem hatten wir auch schon, daß ein Mac immer wieder einen Virus eingestreut hat, weil er nicht drauf reagierte und die Macantivirensoftware auch nicht, aber sonst? Ist der Mac und das Netz richtig konfiguriert, gibts auch nicht mehr Sicherheitsprobleme als sonst...

    Das mit den Kosten ist natürlich der Hammer, klar ist ein Sicherheitsloch evtl. auch teuer, aber 25 Riesen im Jahr, schafft ein korrekt eingerichteter Mac wohl kaum, ist also blanker Unsinn von Eurem IT'ler, da hast Du völlig Recht!!!
    Aber nicht alle IT'ler denken so. Unsere Admins murren zwar auch immer, aber das bezieht sich mehr auf ihre Unwissenheit und das sie manche Arbeit doppelt machen müssen, weniger aufs nicht haben wollen...

    Schöne Grüße

    Spiderman
     

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