warum java 1.4.1 "so scheisse" ist....

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von garymueller, 17. März 2003.

  1. garymueller

    garymueller New Member

    http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=5246

    "Langsam nervt mich dieses ständige Bugfixing von Java. Nicht, daß Ihr mich falsch versteht, das Konzept einer portablen und skalierbaren Sprache mit Spielstärke (OO) und guter Erlernbarkeit (nicht die ewigen Probleme mit der Speicherverwaltung wie bei C++) sind ein sehr guter Gedanke.

    Aber ich behaupte, daß Java einfach nicht portabel ist und einer der Hauptgründe ist diese Bugfixerei. Die Bugs sind nämlich sehr oft so schwerwiegend, daß Applikationen gebaut werden, die um die Bugs herumprogrammiert werden, mit der Folge, daß sie bei zukünftigen, gefixten Java-Versionen nicht mehr laufen.

    Das ist alles kein Problem, wenn wir es nur mit einer Applikation zu tun haben. Ein Upgrade eines Systems auf ein neues Java-VM ist bei Clustern mit Java Application Servern (die sinnigerweise in der Wirtschaft aus Sun-Systemen aufwärts bestehen)  durchzuführen, ist dann gar nicht mehr so trivial; von den Problemen, das System erstmal so hochzupatchen, daß das neue Java-VM läuft, ganz zu schweigen (neues VM, wildwütige Solaris Patches, die sich dann unter Umständen mit einer anderen Komponente beißen).

    Dumm ist aber, wenn ich auf einem Client mehrere Applikationen betreiben möchte, die unterschiedlichste VMs benötigen (die eine 1.3.0, die nächste 1.3.1 bx, die nächste 1.4.0 aber garantiert nicht 1.4.1, da da einige Bugs gefixt sind, die bei der Applikation schmutzig umgangen wurden). Vor allen Dingen gibt es bei Client-Software-Herstellern neuerdings den Sport, per Active-X zu testen, ob auch wirklich die richtige VM installiert ist. Sonst startet das Ding einfach nicht, also erst recht nicht auf Linux/Mozilla, selbst wenn da die richtige VM existiert (aha, läuft also portabel eh nur noch auf Windows).

    Auf Windows-Systemen ist es nicht oder nur schwer möglich, unbegrenzt viele VMs gleichzeitig im System zu halten und unter Unix muß man auch ziemlich herumstricken, um das zu bewerkstelligen. Wiederum gilt: auf einer einzelnen Maschine ist das vielleicht noch zu verkraften. Wenn ich mir aber Gedanken machen muß, wie ich meine Multi-VM-Tricks auf mehrere hundert Maschinen bekommen soll, wird das ganze schon teuer.

    Und als Software-Hersteller sollte ich mich mal fragen was billiger ist: systemabhängige Compilate meines perfekten Codes (Softwarehersteller machen doch nur perfekten Code oder?) in C++ oder Ähnlichem (hey, das ist nur ein Beispiel, nennt mir eine perfekte Sprache...) oder die Produktpflege durch ständiges Testen, ob denn mein System nun auch noch mit dem aktuellen VM-Release wirklich noch fehlerfrei tickt. "


     
  2. menz

    menz New Member

    Ich kann nur sagen, dass ich sehr viele Programme (z.B. Raytracer in Java) unter Windows mit Java 1.3.1 entwickelt habe, die auf dem Mac mit Java 1.3.1 nicht liefen. Mit 1.4.1 läuft alles auch auf dem Mac. Die GUI ist schneller geworden und das ganze System scheint robuster zu sein.

    Ich finde es prima!

    Gruß

    menz
     

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