Warum Linux, wenn man OSX hat?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Aschie, 9. Juli 2004.

  1. Aschie

    Aschie New Member

    Vor ein paar Tagen habe ich mir spaßeshalber Yellow-Dog-Linux auf meinem G4 installiert. Ist ja alles schön und nett, aber wer braucht's, wenn man OSX zur Verfügung hat?

    Gibt's jemanden hier im Forum, der mit Linux arbeitet und kann mir sagen, worin die Vorteile gegenüber OSX liegen?

    Danke für alle Infos.
     
  2. kawi

    kawi Revolution 666

    Wenn man OS X hat brauchts kein Linux mehr.
    Linux ist für arme PCler nen Möglichkeit nihre Kisten wenigstens mit einem halbwegs vernünftigen OS auszustatten. auch für leidvolle OS 9 User war Linux ne unterhaltsame Abwechslung ... Als OS X user sehe ich an Linux keinen Bedarf und keine Vorteile. Eher hat OS X den Vorteil das über einem *nixen Kern eine brauchbare und durchdachte GUI liegt.
     
  3. the_shulz

    the_shulz New Member

    ich würd scho gerne linux am mac nutzen!
    softwareangebot für macosx, besonders opensource, ist lückenhaft...progs zu kaufen - keine lust...die progs, die für *nix geschrieben wurden, für macosx zu portieren - aufgabe für profis...von x11/darwin leider wenig ahnung...daher linux mit gutem gui wäre schon eine lösung...mit meinem suse am pc komm ich ganz gut zu recht
     
  4. Aschie

    Aschie New Member

    Hab' ich mir fast gedacht. Aber dann versteh' ich nicht, warum immer noch eine Menge Leute an Linux für PPC herumbasteln. Kann es sein, dass Linux für PPC bald ausstirbt?
     
  5. kawi

    kawi Revolution 666

    du kannst doch z.B. mit Fink und/oder X11 einen nicht unberheblichen teil der linux apps nutzen.
    Und wenn du es schaffst ein löinux app unter verschiedenen linbux distris zum laufen zu bringen, dann schaffst du das auch mit X11 und/oder fink
    Besorg dir doch mal fink als packetmanager und lass dich überraschen was dir da alles für linux open source apps zur verfügung stehen. Die auswahl ist wirklich reichhaltig.

    gibts das? ich meine gute linux guis gibts sicher, aber vergleichbar im handling mit Os X?
     
  6. kawi

    kawi Revolution 666

    nein, warum sollte es. Windows sirbt nicht aus, Linux stirbt nicht aus, selbst andere Nischen Systeme sterben nicht aus, aus BeOS wurde Zeta und für z.B. komplette Renderfarmen ist ein Linux das wohl beste OS was man bekommen kann, für mathematische berechnungen oder Riesen Clustersysteme.

    Man darf nicht vergessen das Linux im Prinzip NUR das reine OS ohne jegliche GUI bezeichnet. OS X ist ein Heimanwender System und hier Linux einfach überlegen. das heisst aber nicht das die existenz von Linux auf PPC unsinnig ist. Ich denke es gibt sicher etliche anwendungsgebiete und sei es in wissenschaftlichen instituten für die Linux eine perfekte basis ist.
     
  7. Aschie

    Aschie New Member

    Hm. Kann mir nur nicht vorstellen, warum man dann noch Apple-Hardware verwenden sollte.

    Aber für mich ist es gut zu wissen, dass ich ohne Linux nichts verpasse. ;-)
     
  8. kawi

    kawi Revolution 666

    Weil sie in vielen Bereichen jenseits eines desktop anwendungsgebietes teilweise deutlich preiswerter ist.
    ein Dual 2,5 Ghz G5 System leistungsfähiger ist als ein preislich vergleichbares Intel system (so kostet z.B. ein DELL Dual Xenon 3,06 ca 300 € mehr)

    Bestes Beispiel auch der Supercluster - 1100 G5 Systeme sind hier auf Platz 3 der Top 500 Supercomputer - das nächstplazierte System kostete in der Anschaffung das 10 fache.

    Und dann gibts ja noch die X-Serves. Warum nicht Apple hardware? Im Serverbereich kosten auch andere gute Hardware Lösungen ab 10 000 € aufwärts. da sind die Apples X-Serves mehr als konkurrenzfähig.

    So ein Server oder Cluster System ist ja nur bedingt mit einem desktop system zu vergleichen.
     
  9. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Aus der Biologie ist uns bekannt, das nur die Vielfalt der Arten die Evolution vorantreibt.
    Das trifft natürlich auch auf vom Menschen geschaffene Systeme zu.
    Eine größere Vielfalt an OS kann nur von Nutzen sein.
    Deshalb hat Linux genauso eine Berechtigung auf RISC wie auf CISC.
    Bzw. macht dieses OS sogar gegenüber anderen Anbietern auf dem Betriebsystememarkt konkurrenzfähiger weil es auf beiden Prozessorarchitekturen lauffähig ist.
     
  10. BlauAufmBau

    BlauAufmBau New Member

    Der wichtigste Grund für Linux ist wohl so offensichtlich, dass ihn keiner nennt: Es läuft auch auf x86!

    Übrigens: So schlecht ist die GUI bei Linux-Systemen mit zB Gnome oder KDE nicht, mit Windows kann man da schon locker mithalten, mit Panther vielleicht noch nicht ganz, aber wer weiß...


    Apropos OS X: Bei mir ist heute der Finder ganz übel abgeschmiert als ich während eines Kopiervorgangs via SMB den iBook Deckel schloss. Nach dem Aufwachen war der Finder total tot, konnte nicht mal mehr neustarten... Nur ein mehrsekündiger Druck auf den Ein/Ausschaltknopf half. :(
    Sowas derartiges ist mir mit meinem Debian linux noch nicht vorgekommen.

    BTW: Warum Yellow Dog statt Debian für PowerPC, kenne erstgenanntes praktisch gar nicht.
     
  11. Aschie

    Aschie New Member

    Schon klar. Aber ich wollte wissen, warum man sich Linux auf Apple-Hardware installieren sollte.

    Hat sich so ergeben, ohne besonderen Grund. Ließ sich leicht runterladen. Ist Debian besser? Wenn ja, warum?
     
  12. Krikri

    Krikri New Member

    Vielleicht, weils kostenlos ist?
    Hab auch so nen Linux-Fanatiker in der Klasse, der meint, es sei das einzige gute Betriebssystem...

    Die Spinnen, die Linuxer...
     
  13. bus

    bus New Member

    Ist halt Mainstream. YDL gibt's bei der Army und bei der Navy.
     
  14. Aschie

    Aschie New Member

    Kennt der MacOS X?
     
  15. kawi

    kawi Revolution 666

    Wie gesagt, es gibt ja nicht nur Apple Desktop Rechner und in großen Clustern, Render oder ganzen Serverfarmen ist die apple Hardware zum teil preiswerter in der anschaffung imk vergleich zur leistungsfähigkeit, selbst wenn man für den betrieb Linux einsetzt ...
     
  16. kawi

    kawi Revolution 666

    Nunja, was die "Optik" und das Look & Feel betrifft ist KDE oder Gnome sicher Windows schon an einigen Stellen vorraus, allerdings verschlingt eine schöne GUI auch hier enorme Systemressourcen, die Linux an sich für den betrieb gar nicht benötigt ... und von der Übersichtlichkeit, der Ergonomie und dem handling her rennen auch moderen Linux GUIs dem OS X hinterher. Setz mal einen Anfänger vor ein KDE und vor einen Panther. Da in der Linux GUI jeder so sein Flickenwerk beisteuert sieht das ganze zwar schick aus, ist aber von benutzerfreundlichkeit oder gar einer einheitlichen Benutzerführung noch meilenweit entfernt. Jedes GUI Element für sich ist da zwar schick aber zusammengenommen ist man da schwer am suchen und sich zurechtfinden.

    Das moderne Linux GUIs heute schon augenfreundlicher sind als jedes Windows steht auf einem anderen Blatt. Dazu kommt erschwerend das auch Linux nicht gleich Linux ist, so müssen verschiedene Programme auch hier für verschiedenen Distributionen neu kompiliert werden und Gnome apps laufen nicht unter KDE etc ...
     
  17. BlauAufmBau

    BlauAufmBau New Member

    Tut mir ja leid, aber hierzu muss ich sagen, dass Deine Aussage schlicht und ergreifend falsch ist. :sabber:
     
  18. MacBelwinds

    MacBelwinds New Member

    Bestimmt nicht, sonst wäre er ja anderer Meinung....

    :D
     
  19. Max.Renn

    Max.Renn Anti-Besserwisser

    Jetzt muss ich doch direkt mal gucken, ob bei der Foren-Software hier ein Wordfilter aktiv ist ...

    Unix, unix

    Edit: Ok, ist nicht (dachte nur, weil auf der Vorseite ständig "*nix" steht)

    :)
     
  20. kawi

    kawi Revolution 666

    eher andersrum oder am Ende gar doch? Okay hab mich nochmal belesen - du hast recht, man kann schon Apps beider desktops auf dem anderen laufen lassen.
    Die meisten "großen" Anwendungen wie Firefox, Thunderbird und OpenOffice.org lassen sich unter Gnome genausogut wie unter KDE betreiben, sie laufen "out of the box". Es ist zwar prinzipiell auch ebenso möglich, KDE-Programme unter Gnome auszuführen, doch benötigt man dafür die umfangreichen KDE-Libraries und wenn man die nicht hat sollte man sich lieber gleich nach einem Gnomw Ersatz umsehen einem Ersatz umzusehen. (Für KMail etwa Sylpheed-Claws etc)
    So komplett falsch ist die Aussage dann jedoch nicht, denn ohne die dazugehörige Installation des kompletten KDE mitsamt seiner tonnenschweren Librarys kann man unter gnome die K-Apps nicht benutzen.

    Oder wie die Computerwelt scheibt
    Mit dem fortschreitenden Ausbau der beiden Systeme entstehen aber zunehmend getrennte Softwarewelten. Die Desktops repräsentieren nämlich nicht nur unterschiedliche Benutzeroberflächen, sondern auch voneinander abweichende Programmiermodelle für Anwendungen.

    Beide bieten Entwicklern eine Fülle von Bibliotheken, Komponenten und Tools. Während etwa KDE für die GUI-Entwicklung auf „Qt“ der Firma Trolltech zurückgreift, nutzt Gnome dafür das dem „Gimp“-Projekt entstammende GTK+ sowie die „Gnome Widgets“. Wenn die nötige Infrastruktur des jeweils anderen Desktops in Form von mehreren Libraries installiert wurde, lassen sich allerdings unter beiden grafischen Oberflächen auch jene Programme ausführen, die für den Konkurrenten entwickelt wurden. Aus der Benutzerperspektive weichen Gnome- und KDE-Programme jedoch in ihrem Aussehen und der Bedienerführung deutlich voneinander ab.


    Okay, es funktioniert demzufolge - aber der Umstand das ich um alle möglichen Applikationen zu nutzen das komplette paket des jeweils anderen Desktops installieren muss, hat nicht mehr viel mit meinem Verständniss über ein doch angeblich so einheitliches und kompatibles OS zu tun. Es wird so zu einem Riesengroßen ressourcenverschwendenden Monster und die unterschiedliche Struktur auch in der Bedienung und Optik von Gnome und KDE Apps machen das Gnaze sicher auch nicht leichter zu verstehen.
    Und ich kenne mehr als einen Menschen der erst sich bei der Installation eines Linux mühevoll für die Installation EINES Desktops entscheiden hat um dann festzustellen das das Ausführen verschiedener Programmme davon verhindert wurde das diesem die Librarys des anderen fehlten.

    aber wie ich gerade gelesen habe sollte das zukünftig weniger Probleme machen da derzeit verstärkt an QtGTK Bibliotheken gearbeitet wird die GTK+ Programme in den KDE-Desktop besser integrieren sollen. Durch QtGTk gewinnen alle GTK+- und GNOME-Programme die Option, auf KDE- und Qt-Dialoge zuzugreifen.

    Soweit so gut. Dann ist man also schon soweit das man Programme beider Desktops unter dem jeweils anderen ausführen kann, aber unter einer Heimuser einleuchtenden Handhabung stelle ich mir dennoch etwas anderes vor ;-)

    Man hört ja immer davon das Linux ja so ein schlankes schnelles system sei und der heimanwender geht davon aus es auf seiner alten Kiste installieren zu können auf der XP nicht mehr läuft - und träumt davon mit Linux ein eben so komfortables nur eben flinkeres OS zu haben und wird enttäuscht. Da "Linux" meist auch nur "Linux" bedeutet, also ohne Desktops etc kann man es zwar auf nem alten Rechner installieren und es ist auch voll einsatzfähig - aber man hat deswegen noch keine grafische Oberfläche.
    Ein aktuelles KDE jedoch was einem erst eine einigermaßen gehobene Benutzerführung erlaubt ist auch auf einem PII mit 400 Mhz und 300 MB RAM nur eine lahme Krücke.
    Und wenn ich einen mindestens ebenso schnellen PC hinstellen muß wie ich für ein aktuelles Windows bräuchte um mein Linux ähnlich komfortabel mit einem grafischen desktop bedienen zu können - dann habe ich vom eigentlich schnellen Linux genau NULL.

    Klar, wer sich auch mit spartanischen GUIs zufrieden gibt weil er weiß was er tut und was er benötigt und wie er es zur Not auch über eine Shell erreicht - der wird in Linux ein schnelles und vor allem stabiles System finden.
    Ich finds mitsamt seiner Lösungen aber nicht vergleichbar und weit entfernt von einem OS aus einem Guß wie OS X.
     

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