Weltkulturerbe in Gefahr

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 6. Juli 2008.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

    Ein Weltkulturerbe wird für den Autoverkehr zerstört. :eek:
    Ich könnte kotzen vor Wut :kotz:

    http://www.n-tv.de/989648.html
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,563797,00.html

    "Das Elbtal ist seit 2004 Unesco-Welterbe. Doch schon zwei Jahre später wurde es wegen des Brückenbaus auf die Rote Liste der gefährdeten Stätten gesetzt. Die geplante Waldschlösschenbrücke, eine vierspurige und 160 Millionen Euro teure Elbquerung, verschandelt nach Ansicht der Uno-Organisation die einmalige Kulturlandschaft. Gegen den Bau eines Tunnels hat das Gremium keine Bedenken."

    Auch aus Naturschutzperspektive ein Desaster. :cry:

    Und für unsere Befürworter von Volksabstimmungen: :rolleyes:

    "Ein Bürgerentscheid pro Brücke von 2005 ist bisher das größte Hindernis für einen Kurswechsel hin zu einem Tunnel. Damals hatten sich 67,9 Prozent der Beteiligten für das 160 Millionen Euro-Projekt ausgesprochen. Hierauf bezieht sich die sächsische Landesregierung. Sie lässt seit gut einem halben Jahr in den Elbauen die Brücke bauen - trotz noch ausstehender Gerichtsentscheidungen. Appelle von Bundespolitikern, Institutionen, Künstlern und Prominenten blieben ohne Wirkung. "

    :angry: :frown:

    Was stört den deuschen Autofahrer die Zerstörung der Natur, wenn er im Strassenverkehr Dresdens schneller ans andere Elbufer kommt.
    Hoffentlich ersäuft die Elbe Dresden eines Tages. :boese:
     
  2. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Vor allem wird sich der automobile Irrsinn bis in zehn Jahren eh’ erledigt haben.
     
  3. edwin

    edwin New Member

    Traurig, traurig!

    Was kann eine ansich demokratische Einrichtung für die Entscheidung seiner Wähler?
    Wäre der Volksentscheid in eine andere Richtung ausgegangen, würde die Politik eine andere Strategie verfolgen, um "ihr" Ziel durch zu bekommen.

    :teufel:
     
  4. Holloid

    Holloid New Member


    10 Jahre...naja da Unterschätz du aber die Leidensfähigkeit deutscher Autofahrer.
    Ich würde mich freuen wenn es 1/3 weniger werden würde, und wenn wirklich nur noch gefahren wird wenn es sein muss.
     
  5. Holloid

    Holloid New Member

    ja, das hat der Bürger entschieden. Dann ist es entschieden.
    Ich finde die Diskussion auch sinnlos. Ganz Deutschland wird dem Auto geopfert, warum nicht auch Dresden? Es geht für mich nicht darum kleine Bereiche unser Umwelt und den dort lebenden Menschen zu schützen, sondern um ein ganzheitliches umdenken. Ich kenne einige Leute die vor 10 Jahren sich ein Reihenhaus gebaut haben, jetzt wird ihnen eine Autobahn vor die Haustür gesetzt, wären die nicht auch Schützenswert?
     
  6. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Der Energieverbrauch sinkt ja nicht. Der wird ja eher größer statt kleiner. Und irgendwann wird dann tatsächlich auch der eigensinnigste »aus Freude am Fahren«-Fahrer feststellen können, dass der Individualverkehr auf ein totes Gleis führt. Ich fürchte nur, dass bis dahin so viel fossile Brennstoffe unwiederbringlich verspaßt wurden, dass der ÖPNV unerschwinglich wird.
     
  7. batrat

    batrat Wolpertinger

    Das ist genau der Haken bei den Volksentscheiden: Der Wähler entscheidet nach den Kriterien : Was bringt es mir ? Was kostet es mich ? :frown:
    Höhere Ziele, wie im Fall Dresden ( Umweltschutz, Kulturschutz ) interessieren die Mehrheit nicht. Und das ist überall so. :crazy:
    Und jetzt frage nicht wieder woher ich das weis. :rolleyes: Die Dresdner haben es eindrucksvoll bestätigt. :cry:
     
  8. edwin

    edwin New Member

    Als würden sich nicht aufgeklärte (!) Politiker anders Entscheiden, bzw. sich von anderen Entscheidungsmotiven leiten lassen. "Höhere Ziele" (klingt gut!) haben doch nur die wenigsten vom Wähler gewählten "Wahlvertreter".
     
  9. edwin

    edwin New Member

    Mich würden zu diesem Bürgerentscheid noch einige Punkte interessieren:
    Wie war die Fragestellung, wie hoch war die Beteiligung, wer hatte es ausgerichtet, wie war die Stimmung in der Bevölkerung?

    Aus einem Artikel eine interessante Passage: "Bei der Abstimmung für die Brücke im Februar 2005 seien die Dresdner "mit einer manipulierten Frage hinters Licht geführt worden", sagte Marg dem Kunstmagazin "Art". Den Bürgern sei damals "unterschlagen worden, dass alternativ zur Überbrückung auch eine Untertunnelung der Elbe möglich sei."
     
  10. batrat

    batrat Wolpertinger

    Euro, Schengener Abkommen, EU, Grundgesetz, Katalysatorpflicht, Energiepass für Häuser, Subventionierte Kultureinrichtungen, Naturschutzgesetz, Gurtpflicht, Helmpflicht, Buchpreisbindung, Einrichtung von Nationalparks usw.

    Eine bunte Liste, ich weis. :D

    Sind aber alles Dinge, die im Fall einer Volksabstimmung wohl anders ausgegangen wären. :nicken:
     
  11. edwin

    edwin New Member

    Meine berühmte Frage: woher weißt Du das? :p
    ;)
     
  12. Holloid

    Holloid New Member

    glaubst du....Nur ein beispiel nehme ich mir Raus.
    Der Energiepass für Häuser. Eine gute Idee völlig verwässert. Allein das jeder Hausbesitzer die Möglichkeit hat, zu wählen zwischen Verbrauchs oder (Haus)technischen Energiepass. Dann noch die ewig langen Übergangszeiten.
    Jetzt werden nur Häuser die vor den 60 er Jahren gebaut worden sind gezwungen (wenn denn neu vermietet oder verkauft werden soll) eine Energiepass zu erstellen. Dieser hat aber beinhaltet aber überhaupt keine Verpflichtung. Da fragt man sich doch wer diese grundsätzlich gute Idee so manipuliert hat.
    Bei einen Volksentscheid wäre die Verwässerung nicht möglich gewesen.
    Energiepass ja oder nein ,und dann für alle.
    Einzelpersonen (Abgeordnete) sind leichter zu Manipulieren (durch Lobbyismus) als eine menge von Menschen.
    Der Volksentscheid wird in der Schweiz seit Jahrzehnten genau zu solchen Themen durchgeführt, und ich kann nicht sagen das die Schweiz Undemokratisch und Menschen verachtend ist.
     
  13. edwin

    edwin New Member

    :nicken:
     
  14. Holloid

    Holloid New Member

    und Tempelhof war ja auch nicht die schlechteste Entscheidung die das Volk getroffen hat. Wenn ich unsern Bundespräsidenten höre, der ein 5 Jährige Wahlperiode fordert...Ist das dann noch Demokratie?
     
  15. Holloid

    Holloid New Member

    Was ist an einem Dauerwahlkampf falsch? Darauf zu achten was die Bevölkerung macht und will, das nenne ich Demokratie.
     
  16. maceddy

    maceddy New Member

    Demokratie löst doch keine Probleme, sie verschiebt sie nur. Es gibt im TV die Serie Nachrichten vor 20 Jahren, die Themen von vor 20 Jahren sind die selben Themen über die heute gesprochen wird. Nur die Rhetorik mit der sie vorgetragen werden hat sich geändert, inclusive der Eigenwerbung bei jedem Gespräch.
    Demokratie, gibt es eine Alternative, wenn Nein - Scheiße bleibt Scheiße und stinkt von allen Seiten gleich.
     
  17. DominoXML

    DominoXML New Member

    Hallo maceddy,

    schön, daß Du Dich mal wieder meldest. Ich hoffe es geht Dir gut.

    Gruß

    Volker + Familie
     
  18. maceddy

    maceddy New Member


    Hallo Volker und Familie,

    Mittwoch packe ich die Tochter meiner Freundin ein und dann geht es wieder in den hohen Norden. Das Leben ist dort um einiges ruhiger. Die ersten Wochen konnten wir am Schiff nichts machen und sind darum einfach mal durch Schweden gereist. Da ich die Ruhe liebe kommt Schweden mir sehr entgegen, vor allen Dingen die weitläufigen Wälder mit ihrem Getier haben es mir angetan. Das nächste mal werde ich wohl im Oktober / November nach Deutschland kommen.

    Also, schöne Grüße an Dich und Deine Familie

    maceddy
     
  19. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Sondern?

    Grüße, Maximilian
     
  20. Holloid

    Holloid New Member

    5 Wochen noch, dann bin auch wieder in Schweden. Diesmal im Tivedens Nationalpark.
     

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