Wenig Können, stapelbar aber teuer...

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von apoc7, 14. März 2002.

  1. apoc7

    apoc7 New Member

    Die schöne Applewelt geriet mal wieder ins Schwanken.
    Da berichteten doch die einschlägigen Onlinemagazine, daß Apple
    PowerMacs nicht stapelbar sind, und somit nicht für Cluster zu gebrauchen sind.
    Ohje - was nun? Apple bald pleite?

    Nein, denn einen Tag später tickerte es durch die selbigen Magazine:
    "Yellow Dog Linux, Terra Soft Solutions" bieten einen Rackfähigen Mac an - für
    nur noch 4000,- Dollar - ein wahres Schnäpchen zur rechten Zeit.

    Die Applewelt war wieder gerettet - wenn da nur eines nicht währe:
    "PowerMacs enttäuschen in Bezug auf Fließkommaoperationen
    - unter Mac OS X mit einem Benchmarkwert von 147 bzw. 187 kann ein Mac einem gleich schnellen Pentium III nicht das Wasser reichen: Dieser punktete mit einem Wert 297
    Ohje, da können nun PowerMacs gestapelt werden, und sind jetzt auch noch zu langsam.

    Welche Uni "clustert" jetzt noch 4000 Dollar Rechner, wenn es schnellere für ein
    viertel des Preises gibt? Okay, die PCs haben kein Superdrive - aber wer braucht schon in
    einem Cluster je Rechner überhaupt ein Superdrive? Dafür glänzen Aldi-Rechner mit Pentium IV - welch Untergang des Cupertinolandes.

    Demnächst ist EXPO - mal schauen ob Apple weiterhin Schlußlicht bleiben will.
    Aber Apple will ja keine neue Hardware vorstellen... hmmm... schade eigentlich.

    Quellen: http://www.macwelt.de , http://www.macnews.de , http://www.heise.de
     
  2. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ne, Apple macht sichs bequem. Auf der Kohle vieler nützlicher Idioten.
     
  3. iDick

    iDick New Member

    "...die Kohle nützlicher Idioten."

    Das machen andere nicht anders!
    Ein Beispiel gefällig? Harley-Davidson verkauft Nachkriegsschrott
    für teures Geld an Leute, die von Motorrädern
    und vom Motorradfahren absolut keine Ahnung haben,
    aber dafür genügend Kohle...
    Sie (Harley-Davidson) verkaufen aber nicht bloß Altmetall,
    sondern auch einen Mythos, den von Freiheit und Abenteuer.
    Macht Philip Morris übrigens auch... Und all die anderen.

    Man muß sich seine Klientel nur richtig erziehen.
    Und das am besten bevor die Leute mit dem Denken anfangen.

    In diesem Sinne, dh

    P.S. Trotzdem geb ich mein Powerbook nicht mehr her.
     
  4. Das ist der Punkt - HD ist ein Lifestyle-Produkt ... und genau das will Apple werden. Da kommts halt dann auch auf Leistung nicht mehr an - daß dabei die ganzen Profis auf der Strecke bleiben, weil sieeben genau diese Leistung brauchen, um Konkurrenzfähig zu bleiben, das ist Steve mit seinen iSpielzeugen dann natürlich schnuppe. (Und es sei ihm gegönnt)
     
  5. iSenbart

    iSenbart New Member

    Exakt. Willkommen im Spielzeugland. Apple vollzieht unter der Hand einen Imagewechsel: von der leistungsfähigen Maschine besonders für graphische Anwendungen hin zur Spielkonsole. Was ist ein iPod anderes als Spielzeug? Und wir werden auch die iCam noch erleben: weiß, kantig, mit riesigem Display und 2.1 Megas für die KUG-Fotos (Kinder-Urlaub-Geburtstag). Andere Digis arbeiten derweil mit 6 Megas und werden langsam für Doppelseiten brauchbar. Danach stellt Jobs dann vor einem kreischenden Publikum die iWave vor, auch weiß, claro: eine Mikrowelle, mit der die Fans beim Pizzaaufwärmen daddeln können.
    Und dann, danke für die Idee, gibts die iHD, eine schneeweiße Harley mit einegautem iPod und all dem anderen Schnirks.
    Nochmal: ab in die Spielwarenabteilung.
    Schade. Sehr, sehr schade.
     
  6. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Wenn Apple doch nur endlich mal MacOS-X auf die Intel-Platform portieren würde. Dann gäbe es einen Dual-P4-Mac mit 2.2GHz (zum halben Preis eines Dual-G4 1GHz natürlich) und die ewige Diskussion um Gigaflops und Gigaherz wäre endlich beendet. Man könnte sich wieder auf die Vorteile von MacOS im Vergleich zu Windows konzentrieren, und da sieht es ja nicht so rabenschwarz aus.
    Weiterer Vorteil eines P4-Mac: VirtualPC wäre überflüssig. Arme Connectix...

    Gruss
    Andreas
     
  7. das wäre so ziemlich das dümmste das Apple machen könnte - aber das thema hatten wir hier schon (ein paar) mal.
     
  8. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Erstens hatten wir hier schon viele Themen zum x-ten und zweitens bin ich überhaupt nicht dieser Meinung. Mir ist es nämlich egal, was für ein Prozi die Arbeit verrichtet, Hauptsache, MacOS bleibt, was es ist.
    Apple soll ruhig weiter Hardware entwickeln und sollte OS-X auch nicht auf einem Windows-PC zum laufen bringen.
    Lediglich den Prozessor austauschen. Mit Motorola wird das ja eh nie etwas. Die haben den Anschluss definitiv verpasst. G5 hin oder her. Die Zukunft wird's zeigen. Wetten?
     
  9. RaMa

    RaMa New Member

    es is ja wirklich sehr einach ein ppc system bzw. eine auf ppc ausgelegte GUI auf ein x86 kompatibles ding umzuschreiben, sicher nur eine sache von stunden...

    ra.ma.
     
  10. 1. Apple verdient sein geld mit der Hardware - sie würden sich also selbst den ast absägen auf dem sie sitzen - warum soll ich noch teure Apple-hardware kaufen, wenn das System, das ich haben will, auch auf meiner billigen Kiste läuft.
    1a. Der unterschied zwischen einem PC und einem Windows-PC muß man mir mal erklähren - der unterschied nennt sich nämlich höchstens Windows ... also kann man wohl kaum ein MacOs auf einem Windows-PC laufen lassen - also kann ein system, daß auf dem entsprechenden Intel oder AMD-Prozz aufsetzt auch auf jedem anderen Prozz dieser Art laufen.
    2. Ein MacOs auf einem PC währe genauso instabil wie WIN, weil es mit denselben Problemen zu kämpfen hätte.
    3. Der PPC ist keine alleinige Entwicklung von Motorola - da hängt auch IBM mit drin - insofern währe ein Austausch bei gleicher Struktur ohne weiteres möglich - es hängt nicht an Motorola alleine. Abgesehen davon: Warum die bessere (und zukunftsfähigere) Struktur gegen die billigere austauschen, wo doch selbst von den herstellern dieser Struktur zugegeben wird, daß der PPC besser ist - nur die Entwicklungszyklen haken in der Zwichenzeit - wir sollten also eher darauf hoffen, daß Motorola seine Chip_produktion an einen anderen Konzern verwscherbelt, der mehr Geld reinstecken kann oder will.
     
  11. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Hab ja gar nicht gesagt, dass es einfach sei. MacOS-X ist ein Unix-System, und es gibt ja auch Unix-Derivate für PPC und X86. Siehe Linux. Und hat Apple vor einiger Zeit nicht mal selber Veruche mit OS-X auf X86 gemacht? Auf der Strecke bleiben würde vermutlich das MacOS Classic, aber es ist ja eh Apples erklärtes Ziel, dieses OS langsam aber sicher aussterben zu lassen.
    Wie dem auch sei, machbar ist es und der Markt könnte Apple dazu zwingen. Im Moment sieht zwar alles wieder rosig aus, Apple surft auf der Genial-Design-Welle, aber das geht nicht lange gut.
    Mir wäre es auch lieber, wenn Motorola endlich mal Dampf machen würde. Aber ich bezweifle einfach, dass die den technologischen Vorsprung von Intel je aufholen können.
     
  12. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Zu 1: Richtig. Sie sollen ja auch eigene Hardware verkaufen. Nur der Prozessor muss nicht zwingend ein PPC sein. Und die Apple-P4-Platform soll auch keine Windows-kompatible sein.

    Zu 1a: Natürlich könnte man MacOS auf einem Windows-PC laufen lassen. Dass es dazu Anpassungen am Betriebssystem braucht, ist wohl klar. Und dass Windows auf dem Mac laufen kann, sieht man an VirtualPC an. Klar, das ist eine Emulation. Aber bei allen Emulationen kommt es nur darauf an, wo (bzw. wie nahe am Prozessor) die Emulation ansetzt. MacOS-X emuliert auch OS-Classic, und das gar nicht schlecht.

    Zu 2: Windows ist nicht wegen dem Pentium instabil, sondern u.a. wegen der Vielfalt von Hardwarevarianten. Nochmals: Apple sollte seine eigene Hardware entwickeln und nicht MacOS auf den tausenden unterschiedlichen Intel-Varianten adaptieren.

    Zu 3: Leider kamen sich Motorola und IBM wegen der Altivec-Einheit ins Gehege. Und Apple hat sich leider auf Altivec bzw. Motorola versteift, zumindest, was den G4 angeht. Aber IBM ist sicher eine Variante, wenn man irgendwie auf Altivec verzichten könnte oder IBM eine ebenbürtige Alternative bietet.

    Klar hat der PPC die bessere Struktur. Aber erstens gibt auch Intel seine Struktur mit der neuen 64Bit-Prozessorgeneration auf und zweitens nützt die beste Struktur nichts, wenn der Konkurrent dies mit höherer Taktfrequenz mehr als wettmacht. Dass der PPC den X86 bei gleicher Taktfrequenz um Prozente schlägt, ist klar. Nur sind Prozente keine Faktoren.

    Gruss
    Andreas
     
  13. apoc7

    apoc7 New Member

    Apple ist ein Hardwarehersteller. Mit einer Umsetzung von MacOS X auf die Intelplattform hätte für die Hardwaresparte einen enormen Nachteil.
    Außerdem lässt sich so besser Software entwickeln, da nicht tausend Dinge von verschiedenen Harwdarehersteller in dessen Kombination getestet werden muß.
     
  14. desELend

    desELend New Member

    Meiner meinung nach währe etwas Konkurrenz für die Motorola Cpu´s von IBM oder einem anderen PPC Prozessor hersteller eine feine sache den ohne Konkurrenz währe intel auch nicht bei 2,2 GHz.
    desELend.de
     
  15. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Ich habe mich bei meinem Posting etwas ungeschickt ausgedrückt, zugegeben: Ich meinte nicht Intel-Platform, sondern Intel-Prozessor. Das ist ein riesiger Unterschied. Apple soll selbstverständlich weiter EIGENE Hardware herstellen, mit eigenen Chipsätzen (oder von mir aus mit denen von Intel), aber einfach mit dem Pentium P4 anstatt PPC G4.
    Und es soll auch keine Platform werden, auf der man alternativ auch Windows installieren kann. Mac soll Mac bleiben. VirtualPC hätte es einfach etwas leichter, einen PC zu emulieren, wenn der Prozessor schon der richtige ist.
    Ist mir im übrigen auch klar, dass es völliger Unsinn wäre, MacOS-X auf einem Feld-Wald-Und-Wiesen-PC zum laufen bringen zu wollen. Es ist ja gerade proprietäre Hardware, die MacOS zu dem macht, was es ist. Und das soll auch so bleiben. Aber es steht nirgends geschrieben, dass Apple auf alle Zeiten mit Motorola bzw. dem PowerPC verbunden bleiben muss.

    Gruss
    Andreas
     
  16. apoc7

    apoc7 New Member

    Die schöne Applewelt geriet mal wieder ins Schwanken.
    Da berichteten doch die einschlägigen Onlinemagazine, daß Apple
    PowerMacs nicht stapelbar sind, und somit nicht für Cluster zu gebrauchen sind.
    Ohje - was nun? Apple bald pleite?

    Nein, denn einen Tag später tickerte es durch die selbigen Magazine:
    "Yellow Dog Linux, Terra Soft Solutions" bieten einen Rackfähigen Mac an - für
    nur noch 4000,- Dollar - ein wahres Schnäpchen zur rechten Zeit.

    Die Applewelt war wieder gerettet - wenn da nur eines nicht währe:
    "PowerMacs enttäuschen in Bezug auf Fließkommaoperationen
    - unter Mac OS X mit einem Benchmarkwert von 147 bzw. 187 kann ein Mac einem gleich schnellen Pentium III nicht das Wasser reichen: Dieser punktete mit einem Wert 297
    Ohje, da können nun PowerMacs gestapelt werden, und sind jetzt auch noch zu langsam.

    Welche Uni "clustert" jetzt noch 4000 Dollar Rechner, wenn es schnellere für ein
    viertel des Preises gibt? Okay, die PCs haben kein Superdrive - aber wer braucht schon in
    einem Cluster je Rechner überhaupt ein Superdrive? Dafür glänzen Aldi-Rechner mit Pentium IV - welch Untergang des Cupertinolandes.

    Demnächst ist EXPO - mal schauen ob Apple weiterhin Schlußlicht bleiben will.
    Aber Apple will ja keine neue Hardware vorstellen... hmmm... schade eigentlich.

    Quellen: http://www.macwelt.de , http://www.macnews.de , http://www.heise.de
     
  17. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ne, Apple macht sichs bequem. Auf der Kohle vieler nützlicher Idioten.
     
  18. iDick

    iDick New Member

    "...die Kohle nützlicher Idioten."

    Das machen andere nicht anders!
    Ein Beispiel gefällig? Harley-Davidson verkauft Nachkriegsschrott
    für teures Geld an Leute, die von Motorrädern
    und vom Motorradfahren absolut keine Ahnung haben,
    aber dafür genügend Kohle...
    Sie (Harley-Davidson) verkaufen aber nicht bloß Altmetall,
    sondern auch einen Mythos, den von Freiheit und Abenteuer.
    Macht Philip Morris übrigens auch... Und all die anderen.

    Man muß sich seine Klientel nur richtig erziehen.
    Und das am besten bevor die Leute mit dem Denken anfangen.

    In diesem Sinne, dh

    P.S. Trotzdem geb ich mein Powerbook nicht mehr her.
     
  19. Das ist der Punkt - HD ist ein Lifestyle-Produkt ... und genau das will Apple werden. Da kommts halt dann auch auf Leistung nicht mehr an - daß dabei die ganzen Profis auf der Strecke bleiben, weil sieeben genau diese Leistung brauchen, um Konkurrenzfähig zu bleiben, das ist Steve mit seinen iSpielzeugen dann natürlich schnuppe. (Und es sei ihm gegönnt)
     
  20. iSenbart

    iSenbart New Member

    Exakt. Willkommen im Spielzeugland. Apple vollzieht unter der Hand einen Imagewechsel: von der leistungsfähigen Maschine besonders für graphische Anwendungen hin zur Spielkonsole. Was ist ein iPod anderes als Spielzeug? Und wir werden auch die iCam noch erleben: weiß, kantig, mit riesigem Display und 2.1 Megas für die KUG-Fotos (Kinder-Urlaub-Geburtstag). Andere Digis arbeiten derweil mit 6 Megas und werden langsam für Doppelseiten brauchbar. Danach stellt Jobs dann vor einem kreischenden Publikum die iWave vor, auch weiß, claro: eine Mikrowelle, mit der die Fans beim Pizzaaufwärmen daddeln können.
    Und dann, danke für die Idee, gibts die iHD, eine schneeweiße Harley mit einegautem iPod und all dem anderen Schnirks.
    Nochmal: ab in die Spielwarenabteilung.
    Schade. Sehr, sehr schade.
     

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