Wer bekommt die Zähne?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Singer, 26. Juni 2006.

  1. Singer

    Singer Active Member

  2. sahomuzi

    sahomuzi New Member

    Wochenlang wird erfolglos versucht Bruno zu betäuben und einzufangen, aber sobald scharf geschossen werden darf ist schon nach wenigen Stunden Schluss.
     
  3. Ghostuser

    Ghostuser Active Member

    Der nächste Bär kommt bestimmt. Dann haben die Naturschützer erneute eine Chance. ;)


    Gruss GU
     
  4. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Wahrscheinlich fühlt sich der Bärenkiller noch als Held.

    Den Jägern würde ich wünschen, daß sie mit einem Messer gegen derart wehrhafte Tiere antreten müßten, dann hätte die lustige Jägerei schnell ein Ende.
     
  5. maiden

    maiden Lever duat us slav

    der Bär war ein Segen für unsere Heger und Pfleger der heimischen Natur und des Wildes. Mußten sie doch nicht extra tausende Kilometer und teuer ins Ausland reisen um dort im Zuge einer Trophäenjagt einen Bären zu erlegen.
     
  6. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Diesen schießwütigen, gamsbart- und jankertragenden I...... würde ich zu gerne persönlich fragen, ob man mit Betäubungspatronen nicht treffen kann. Machen die den am anderen Ende des Gewehrlaufs blind :teufel: :confused:
    Ich frage mich allen Ernstes, wie anmaßend die Jägerschaft ist, dass sie einfach so über das Leben eines Tiers bestimmen können. Erst setzt man den Bär frei, nur um ihn dann zu erschießen, weil er Grenzen nicht kennt, die sein ärgster Feind geschaffen hat.
    Da wird mir speiübel :kotz: :kotz: :kotz: :kotz:
     
  7. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Damit das Tier den Rest seiner Tage dann im Zoo verbringen kann? Dann doch lieber in die Salami damit.

    Ciao, Maximilian
     
  8. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Wie wäre es mit Umsiedeln in eine Gegend, wo es ohnehin Bären gibt, gewesen? Schließlich hat man ihn ja ausgewildert. Und dann bringt man ihn um? Tut mir leid, aber das passt nicht.
     
  9. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Bestimmt so eine illuminatisch-faschistische Jägerverschwörung!
     
  10. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Es gibt größere Freigehege, in denen der Bär noch ein halbwegs bäriges Leben hätte führen können.
     
  11. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    In Italien, wo ich 20 Jahre leben durfte, werden jeden Winter zig Millionen Fasane und anderes Getier gezüchtet, damit dann an den ersten Jagdwochenenden im Frühling zig Millionen Hobbyjäger auch was zum genüsslichen Zerballern haben.
    Sind jetzt keine so grossen und spektakulären Tiere wie ein Bär, bringen aber in Summe 10 hoch 5 mal soviel Biomasse und 10 hoch 7 mal so viel ausgelöschte Leben und keine Sau schert sich drum.

    Da würde sich Mitleid und Protest wirklich lohnen.

    Ciao, Maximilian
     
  12. maiden

    maiden Lever duat us slav

    nimm es nicht persönlich, aber angesichts solcher Bedenken frage ich immer nach der Zahl der Verkehrstoten, Nikotinopfer oder Toten durch Fun-Sportarten.

    Wenn es um die Gefährlichkeit geht, sollte man vieles lassen, vor allem aber den Bären laufen.
     
  13. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Ich habe nicht gesagt, dass mich so etwas nicht auch aufregt.
    Aber da ist noch ein Unterschied. Der Bär wurde ausgesetzt, um in der Freiheit zu leben. Dass er sich nicht an Grenzen hält, hätte man eben vorher bedenken müssen. Warum also setzt man solche Tiere überhaupt aus, wenn man sie in der Natur nicht haben will? Schließlich weiß man doch, dass ein solches Raubtier in unseren dicht besiedelten Kreisen nicht tragbar ist.
     
  14. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Also als Einwohner von Kochel fühlte ich mich von dir jetzt schon verarscht und im Stich gelassen. Du brauchst dir ja keine Sorgen machen, dass dir mal nachts ein Bär in deinem Vorgarten begegnet. Und glaubst du wirklich, dass es nicht von kompetenter Stelle und durch ausgebildete Tierschützer versucht wurde den Bären einzufangen? Da regst du dich immer über Steuerverschwendung auf – wieviel darf denn so eine Aktion kosten? Hätte man noch zwei, drei Monate suchen sollen – und dabei die (in meinen Augen) reale Gefahr die von diesem Bären ausgeht vernachlässigen sollen, nur weil sie für den Einzelnen in Möhringen oder Osnabrück verschwindend gering ist?
     
  15. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Wenn ich das richtig verstanden habe, sind Bären menschenscheu. Alle, die man bisher ausgewildert hat, haben sich schnell in menschenleere Gebiete zurückgezogen und sind auch dort geblieben. Weil man das auch von diesem Bären dachte, hat man mit ihm dasselbe gemacht wie mit seinen Vorgängern.

    Er hatte aber offenbar ein anderes Naturell und deswegen wurde er erschossen. Nicht schön, aber beruhigend (wenn man ein/mehrere Kind/er hat und/oder sich gerne in der Natur aufhält, so wie ich.)

    Ciao, Maximilian

    PS: Ich selbst esse kein Fleisch, unterstütze eine Tierschutzorganisation und habe ein Tier - und trotzdem kann ich verstehen, warum man mit diesem Bären keine Experimente angestellt hat. Was für ein Geschrei hätte es denn gegeben, wenn er sich ein Kind zum Mittagessen geholt hätte?
     
  16. maiden

    maiden Lever duat us slav

    wenn man von Gefahren redet, sollte man die Relationen nicht aus dem Auge verlieren. Wer die eine, geringe Gefahr fürchtet, der darf andere, konkretere und größere Gefahren nicht akzeptieren und muß entsprechend handeln. Aber da ist es den meisten Menschen einfach mal wurschtegal. Man hat sich damit abgefunden. Man dramatisiert gerne die kleine Gefahr und verharmlost oder ignoriert die weitaus größere. Ein Bär oder ein Rudel Wölfe mitten in Deutschland uh! wie schlimm. Da muß man was gegen tun. Zur Unwissenheit paart sich dann recht schnell die Dramatisierfreude und Horden von sensationsheischenden Berischterstattern und ihrer Klientel stürzen sich nervengekitzelt auf den Fall. Zur gleichen zeit verrecken auf unseren Straßen Massen an Leben und keine Sau spritzt das Thema wochen lang ins Gewissen der Leute.

    Und daß ich zufällig in einem verbauten Kaff lebe, in das sich nienicht kein Bär verirren wird, hat mit meiner Überzeugung nichts zu tun. Es würde sich nichts daran ändern, wenn ich mitten im bayrischen Wald lebte.
     
  17. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ich wage mal die Behauptung, daß das Geschrei die Aufregung wegen 130 toten Kindern im Straßenverkehr übertönt hätte.
     
  18. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Da muss ich Dir allerdings uneingeschränkt beipflichten :nicken:
    Und trotzdem: Entweder sollte man solche Experimente im dichtbesiedelten Mitteleuropa bleiben lassen, oder solche Gesellen wieder einfangen und nicht einfach abknallen. Oder gibt es hier Jagdexperten, die einem Laien verständlich machen können, warum betäuben nicht genauso möglich ist, wei scharf zu schießen.
     
  19. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Also die Dramatisierfreude sehe ich in deutlicher Mehrheit bei den »Bärenschützern«. Der is’ dann auch fix Platzhalter für unser Verlangen nach einer heilen Welt – und für mich Indiz für eine romantisierte Weltsicht. Indess, wir leben nicht mehr zu Beginn der Industrialisierung, sondern an ihrem Ende. Und man mag sich noch so sehr bemühen, all dieses Idealisieren einer Natur ist doch nur die Sehnsucht nach dem Garten Eden. Und um den zu erlangen, muss schon bei den Zeugen Jehovas mitgespielt werden.
     
  20. maiden

    maiden Lever duat us slav

    äh ja, wenn du meinst. Ich sehe unsere Lebensqualität aber eben immer noch nicht darin, möglichst bequem von A nach B zu kommen und einfach ins Supermarktregal zu greifen. Sondern in einer intakten Natur. Und mein Ideal wäre es, wenn sich einst ausgerottete Tierarten hier wieder ansiedeln könnten indem man ihnen den Lebensraum zurück gibt, den man ihnen wegnahm. Man kann, man muß es nur wollen. Und dazu sollten wir auch Verzicht üben. Man muß nicht jeden Quadratkilometer Natur zum Freizeitpark machen. Und man muß nicht jeden Wald aufräumen, wie das eigene Wohnzimmer. Und man muß die Natur vor dem menschen schützen und nicht den Menschen vor ihr.
     

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