Wie deutsch sind Sie ?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 13. Juni 2008.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

    "Ab dem 1. September müssen Ausländer, die Deutsche werden wollen, einen Test bestehen. Im Ankreuzverfah- ren müssen sie 17 von 33 Fragen richtig beantworten. Sieben Fragen sind vorab bekannt gewor- den. Testen Sie, wie deutsch Sie sind: Hätten Sie alles gewusst? "

    http://www.sueddeutsche.de/,ra18m1/jobkarriere/spiele/quiz/263/179711/

    Ich bin sehr deutsch. :rolleyes: :D

    "Richtige Antworten: 7
    erreichte Punktzahl: 7.000.000"
     
  2. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Ich auch. Obwohl ich bei der Zahl der Bundesländer geraten habe. Erst wollte ich sie an den Fingern abzählen, aber dann habe ich gemerkt, daß ich dafür zu weinige habe.

    Wenn man mir dieselben Fragen über Italien gestellt hätte (wo ich immerhin 20 Jahre lang gelebt habe), hätte ich vielleicht nur zwei beantworten können. Aber ich wollte ja auch nie Italiener werden. Ausser dann, wenn Ferrari mal wieder Weltmeister geworden ist :p

    Ciao, Maximilian
     
  3. Holloid

    Holloid New Member

    Ich bin Deutsch, und kann auch kein Fußball spielen. :)
     
  4. edwin

    edwin New Member

    Mich würde interessieren, welche (Erfolgs- oder Durchfall-) Rate heraus kommen würde, wenn alle Fragen an die Deutsche Bevölkerung gestellt werden würde. Wahrscheinlich wäre man froh, dass es 16 Fehler von 33 Fragen sein dürfen.

    Bin gespannt, ob die Gesetzgeber auch auf solche Gedanken kommen...
     
  5. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Genau! Wir fordern geheime Fragen für Scheinasylanten!
    :D
     
  6. edwin

    edwin New Member

    Da wird dann so manches Kartenhaus zusammenfallen.
     
  7. danilatore

    danilatore Moderatore Mitarbeiter

    Ihr Spielergebnis

    Richtige Antworten: 7
    erreichte Punktzahl: 7.000.000

    [​IMG]
     
  8. dasy

    dasy New Member

    Als Nichtdeutsche, gebohren in Südrhodesien, seit 1972/73 Staatsbürgerin von Namibia habe ich diesen Test mit 7 Punkten bestanden. Darf ich jetzt Eingebürgert werden?
     
  9. batrat

    batrat Wolpertinger

    Na ja : Man könnte dann sagen, dass die Bewerber das für nötig gehaltene Wissen haben. Wie sie dieses Wissen bekommen haben, ist dann ja egal. Der Test soll ja kein Selbstzweck sein. :shake:

    Davon abgesehen kann man über den Sinn der Fragen trefflich streiten. :rolleyes:
    Ich weis z.B. nicht, ob die Kenntnis der Zahl der Bundesländer irgendeine Aussgekraft über die Einbürgerungseignung hat. :confused:

    Das wichtigste dürfte wohl immer noch die deutsche Sprache sein. :nicken:
     
  10. edwin

    edwin New Member

    Zu einer gelungenen Einbürgerung gehören zwei Parteien: die Menschen, die sich einbürgern lassen wollen (also in ein "neues" "Heimatland" ziehen) und die Menschen, die schon in dieser "Heimat" leben und bereit sind, neue eingebürgerte Menschen auf zu nehmen (und daran scheitert es genauso).

    In meinen Augen hat die Politik in den vergangenen Jahren dazu (gewollt) geschlafen. Das Erlernen einer Sprache ist nur ein Teil einer Einbürgerung. Es fehlt auch die Kommunikation, dass die Aufnahme gewollt (von beiden Seiten) und notwendig ist.
     
  11. friedrich

    friedrich New Member


    Ich frag mich bloß immer, wie das praktisch gehen soll: bereit zu sein, neue Mitbürger aufzunehmen. Die Politik muß natürlich die Rahmenbedingungen schaffen (Sprachkurse, Förderung, Intergrationshilfen etc.), und natürlich kann man von den Medien verlangen, keine Hetze zu betreiben - aber was kann man denn vom Einzelnen verlangen? Nicht aktiv ausgrenzen natürlich, aber sonst? Staatsbürgerpflicht eines jeden Deutschen, einen Ausländer zum Freund zu haben?

    Wenn der Einwandernder den Wunsch mitbringt, Teil der Kultur des Einwanderungslandes zu werden, dann ist das die beste Voraussetzung. Deshalb funktioniert die Einwanderung in die USA verhältnismäßig gut. Wer dort einwandert, will meist auch Amerikaner werden. Nicht, daß die bereits ansäßigen Amreikaner keine Probleme hätten mit den Zuwandererströmen. Aber wenn ein Großteil der Latinos bei der letzten Wahl Bush gewählt haben, zeigt das, daß sie sich nicht mehr als Randgruppe betrachten, daß sie ankommen wollen und angekommen sind. Und daß sie spätestens in der dritten Generation auch völlig assimilierte Amerikaner sein werden - in der Selbstwahrnehmung wie in der Fremdwahrnehmung.

    Positiv ist sicherlich eine generell fremdenfreundliche Stimmung im Land. Das macht es sicherlich auch verführerischer, z.B. Deutscher werden zu wollen. Die weißen, kulturbestimmenden Amerikaner aber sind nicht wesentlich fremdenfreundlicher als der durchschnittliche Europäer. Auch wenn sie selbst ehedem nur zugewandert sind. Ich halte es für entscheidend, daß der Einwandernde Lust auf das neue Land hat. Ohne das helfen alle Offerten nichts.
     
  12. mac-christian

    mac-christian Active Member

    Du darfst Robert Mugabe Nachhilfestunden in Benimm und Anstand und Demokratie geben... :teufel:

    Christian
     
  13. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ich glaub' Mugabe is' nur so groß geworden, weil Christenmenschen wir da unten für dolle viel Benimm, Anstand und Demokratie gesorgt haben.
    :D
     
  14. mac-christian

    mac-christian Active Member

    Kannst du diesen Gedankengang bitte erläutern? Was hat Mugabes Diktatur mit Christenmenschen, Benimm, Anstand und Demokratie zu tun? Das ist m.E. das schiere Gegenteil davon.

    Christian
     
  15. edwin

    edwin New Member

    Du sprichst dies in Deinem Text an. Die Bereitschaft, Menschen offen empfangen zu wollen und genauso zu helfen wie anderen Menschen auch.

    Profanes Beispiel: Im Supermarkt hat eine fremde Person nicht das passende Kleingeld für den Einkaufswagen und diese Person fragt, ob jemand sein Geld wechseln kann. Die Bereitschaft, in seiner Geldbörse nachzusehen, nicht nur bei vertrauten Personen durchzuführen, ist schon ein wichtiger Schritt. Klingt banal. Aber daran scheitert es schon in der Bevölkerung. Stattdessen sind nur Vorurteile zu hören wenn man mit diesen Menschen über deren verhalten redet.

    Es existieren sehr viel Vorurteile über Fremde. Statistiken (die ich selber nicht gefälscht habe) sagen aber eine andere Aussage. Und Politiker missbrauchen dies in ihrem Wahlkampf. Bsp. Hessen und der Wahlkampf von Koch. Er verwendete keine Argumente (er hat auch keine), sondern betreibt Stimmenfang mit Hilfe von Ängsten (Vorurteilen). Nach diesem Wahlkampf sind bei vielen Menschen genau diese "Meinungen" in ihrem Wahrnehmungsbild eingedrungen. Fremde, die sich Einleben wollen, haben nicht nur den Kampf mit der Sprache. Sie haben auch den Kampf mit Vorurteilen, die von der Bevölkerung (die darauf herein gefallen ist) nicht hinterfragt wurden.
     
  16. D_Stahl

    D_Stahl Active Member

    Die Kolonialzeit ist auch keine Ausrede für alles.
    Die Zustände waren vor den Kolonien so und werden wohl auch in Zukunft so bleiben.
     
  17. edwin

    edwin New Member

    Was war die letzte große bestimmende "Veränderung" für Afrika?


    Wie fair.
     
  18. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Genau wie die Nazis nicht an allem schuld waren!
    ;)
     
  19. batrat

    batrat Wolpertinger

    Waren die nicht für den Klimawandel verantwortlich ? Mist !

    *Namen auf Liste durchstreich*
     
  20. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Glaube ich nicht. Auch die Bewohner von Ländern, die nie Kolonialisiert oder Missioniert wurden, verstehen sich trefflich darauf, in den Besitz von modernen Waffen zu gelangen.

    Grüße, Maximilian
     

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