Wie sicher ist ein Benutzer-Account

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von AOlbertz, 11. November 2005.

  1. AOlbertz

    AOlbertz New Member

    Moin,

    mein Junior will an meinen Computer. Naja, denke ich mir. Ich kann ihm ja einen Zugang einrichten, ihn als Benutzer anlegen.

    Meine Frage nun: Ist das wirklich sicher? Ich will verhindern, dass er etwas wichtiges verstellt, etwas löscht, in meinen Dokumenten stöbert oder Überweisungen tätigt. Wie sind da so eure Erfahrungen? Oder muss ich weitere Schutzmaßnahmen ergreifen?

    Gruß
    Andreas
     
  2. danilatore

    danilatore Moderatore Mitarbeiter

    wenn du ihm einen account ohne rechte einrichtest ist es ziemlich sicher.
    für eventuelle installationen und einstellungen braucht er ja ein adminpasswort. ohne dieses kann er ja nichts verstellen.

    wenn er aber mal einen anderen computer mitbringt, die beiden vernetzt und deinen dann im targetmodus startet, kann er an alle daten ran die auf dem rechner drauf sind.
    soviel zur sicherheit eines accounts. ;)
     
  3. Bathelt

    Bathelt New Member

    Es gibt für Kinder sogar eine zusätzliche Einschränkung für den account in den Systemeinstellungen/Benutzer Reiter Kindersicherung.

    Fürs Grobe reicht das allemal - meine Kinder 6 und 8 Jahre spielen in meiner Firma sogar am Buchhaltungsrechner seit dem sie 2 Jahre alt sind...

    Das aushebeln der Userrechte indem man von einer CD oder Festplatte startet läßt sich über die Firmware verhindern.

    Das mit dem Targetmodus muß ich auch erst prüfen.
     
  4. AOlbertz

    AOlbertz New Member

    Moin,

    vielen Dank für die Tipps. Ich finde das ganze klingt gut. Rechner mitbringen, Target-Mode — für einen Neunjährigen wohl noch etwas viel. Aber ich bin gewarnt.

    Danke und Gruß
    Andreas
     
  5. HebieDtld

    HebieDtld New Member

    Kann mich Danilatore anschließen; wenn du 'nen verkappten Hacker als Junior hast ist eh nix sicher.
    Als Normalsterblicher allerdings ist er meiner Meinung nach mit OS X (ab 10.3, sonst unkomfortabel) in guten Händen. Habe meine Frau und beide Kids (12 und 15) mit Account ausgestattet. Das Schlimmste was passierte war , dass meine Frau den Junior an ihren eigenen Account gelassen hatte und der hat kurzerhand irgendeine Datei in den Müll geworfen und diesen dann sofort geleert. Die Datei war dummerweise der komplette Dokumentenordner meiner Frau und das war dann halt wirklich futsch.
    Im Standardaccount können die User alles bei sich lokal installieren was sie wollen, Installation im Programmeordner und auf Systemebene ist aber zuverlässig ausgeschlossen (ganz anders als unter Windows). Das sorgt zwar bei den Youngsters für einen gewissen Dateiwildwuchs, bei ausreichend großer Festplatte ist das aber i.d.R. kein Problem. Internetzugang kann man elegant über ein Kennwort bei der Interneteinwahl sperren (und die automatische Einwahl deaktivieren).
    Wenn du die Rechte beschränkst, läuft nur das was du von Hand freischaltest (oder andersherum nicht sperrst). Wenn Junior vorher einen Standardaccount hatte und 20 Spiele bei sich installiert hatte und du sperrst dann die Rechte musst du diese Spiele erst wieder händisch separat freischalten. Kann dann also etwas unübersichtlicher werden. Er kann dann immer noch in seinem Homeverzeichnis installieren, die Rechte zur Ausführung hat er dann aber nicht mehr.
    Auch bei den Mitbenutzern stürzt der Mac natürlich gelegentlich ab, das solltest du vorher etwas strukturieren (wie mache ich fsck etc.). Du must sichere Rückmeldung bekommen wenn's Probleme gab sonst kannst du evtl. größeren Problemen nicht zuvorkommen. Sicherheitshalber solltest du bei längerer Abwesenheit keine wichtigen Dokumente offenlassen sonst könnte es Probleme geben wenn ein Neustart nötig war. Im täglichen Alltag haben wir aber meistens 2 bis 3 Benutzer gleichzeitig ohne Probleme angemeldet. Wenn du nicht massiv Speicher über hast ist es bei rechenintensiven Arbeiten aber wohl besser die anderen abzumelden. Als Administrator solltest du die Rechte für die Vergabe/Änderung von Kennwörtern allerdings behalten und für die anderen sperren, dann kannst du notfalls immer etwas sortieren wenn's klemmt und der Mitnutzer außer Haus ist. Etwas Grundvertrauen ist natürlich immer Voraussetzung in der Familie, du solltest klar stellen dass du natürlich nicht in den privaten Infos des Juniors rumstöberst.
    Dein Kennwort muss definitiv tabu bleiben, sonst funktioniert das System des verantwortlichen Administrators nicht mehr (muss ich mit meiner Frau immer wieder neu ausfechten--> hartnäckig bleiben).
    Ich finde den Mehrbenutzermodus klasse und kann ihn nur empfehlen.

    Gruß
    Hebie
     

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