Wildunfälle! In euerer Gegend auch so viele?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von hkraack, 4. Oktober 2005.

  1. hkraack

    hkraack New Member

    In unserer Gegend (nördliches NRW zwischen Osnabrück und Münster) passieren in den letzten Jahren enorm viele Wildtierunfälle.
    2004 sind mehr Wildtiere durch Unfälle umgekommen, als von Jägern geschossen.
    Bei uns ließt man beinahe täglich von Wildunfällen in der Zeitung.

    Ein Freund von mir fuhr im August mit einer neuen Ducati 998 Final Edition, als ihm ein Hase vor das Vorderrad lief. Ergebnis: Hase tot, Ducati Schrottwert.

    Heute morgen lief ihm ein Reh vor seinen neuen Ford Focus C-Max. Er hat echt Glück...
    Hmm... im Kofferraum hatte er ein Teil der Ducati Verkleidung liegen, wenn da nicht ein böser Voodoo-Zauber auf der Ducati lag...

    Ist das in anderen Regionen Deutschlands auch so viel?
    Sind die Wildtiere etwa suizidgefährdet?
     
  2. suj

    suj sammelt pixel.

    kommt wohl auf die Strecke an !?
    ich bin noch nie einem Tier begegnet (welches auf der Straße stand) (Vorteil Stadt :D)
    Mein Kollege hat aber auch schon 2 Wildschweine mitgenommen :eek:

    ich brauch sowas auch gar nicht :shake: :shake: :shake:
     
  3. macKnall

    macKnall Halbtagsphilosoph

    Bei uns hängen die Wildhüter reflektierende Plastikstreifen in die Büsche am Strassenrand. Das hält die Tiere so weit vom Rennen ab, dass die Unfälle massiv zurück gegangen sind. Bei Wildschweinen hilft das allerdings nicht wirklich. Die kennen nur eins: Kopf einziehen und losrennen. Ergebnis ist meist ein zerlegter Mittelklassewagen neben einem Stück Wildbret liegend.
     
  4. turik

    turik New Member

    Mein Arbeitsweg führt über einen Wildwechsel. Obwohl man brausen könnte – und andere tun es – halte ich dort vor allem Nachts höchstens 50 bis 60 km/h ein. Wohl wissend, dass es immer noch nicht zum Anhalten reicht, wenn ein Reh von der Seite rausspringt.
    Aber ich habe schon erlebt, wie so ein Tier einfach geblendet vor meinem Wagen auf der Fahrbahn stehen bleibt, und wir haben beide gewartet, bis sich das Bambi entschloss, zur Seite zu hüpfen.
    Käme dann ein todbringender hirngekackter Raser entgegen, was ich schon angstbange um das Tier erlebte, und er würde das Tier ungebremst abschiessen, ich glaube, wenn ich ihn erwische, würde ich ihn verprügeln.
     
  5. donald105

    donald105 New Member

    Ich will deinem kollegen nicht zu nahe treten, weiß ja nicht, wie er fährt.
    Wer da wem vor gelaufen oder gefahren ist, sollte aber mal überdacht werden dürfen.
    Wo die viecherl die fahrbahn kreuzen, findet man im allgemeinen auch die entsprechenden schilder. Die sollte man ernst nehmen, denn die tiere tun es nicht, so lange sie in keine fahrschule gehen können.
    Im ernst: so ein karniggel kreuzt schon mal, und mit einer schnellen maschine passiert häufiger ein zusammenstoß. Schrecklich genug. Auch fürs kaniggel!
    Das mit dem reh ist aber gerade um diese jahreszeit nicht verwunderlich.
    Die herrschaften sind zurzeit etwas verwirrt. Es ist HERBST! Sie sind verliebt - oder so ähnlich und machen gar wunderliche dinge.
    Wenn man also weiß, wo vermehrt wild rumtobt, bitte nicht nur auf die schilder achten, sondern auch ohne schild aufpassen.
    Bald gibt es die kleinen rehe - wenn eine ricke totgefahren wird, ist auch das bambi am ende. Stattdessen ein paar minuten später ankommen kann doch nicht so schlimm sein? Es schont auch das blech…

    :)
     
  6. rainersmac

    rainersmac New Member

    wegen der enten
     

    Anhänge:

  7. rainersmac

    rainersmac New Member

    und der elche
     

    Anhänge:

  8. maccie

    maccie New Member

    Ich wohne in einem Kaff, das so ähnlich wie Hirsch-Klaus heißt (wer weiß die Lösung?).
    Auf dem Weg von der nächst größeren Stadt (da fängt gerade die Karpfen-Saison an, gut dass DIE Tiere nicht meinen Weg kreuzen) nach Hause fahre ich fast täglich durch ein Wäldchen, in dem so 3-4 Wildwechsel liegen. Ich hatte in den letzten 8 Monaten so 50 Begegnung mit Tieren verschiedenster Art, Katzen, Fuchs, Rehe. Eine Geschwindigkeit von ca. 60-80 km/h oft schon zu schnell, wie ich letzte Woche erfahren musste. Obwohl die Forstverwaltung ca, 2 Meter breite Streifen am Waldrand gemäht hat, ist mir ein kleines Reh vor das Auto gelaufen und trotz Vollbremsung konnte ich den Zusammenprall leider nicht mehr verhindern. Das arme Kitz lebte noch so 10 Minuten, truriger Anblick, sage ich Euch, ich war schon am Überlegen, Wagenheber nehmen und…aber ich habe den Jagdaufsehr über die Polizei gerufen, der dann das Tier abholte. Am Auto ist nur kleiner Schaden entstanden. Jezt fahre ich noch vorsichtiger durch den Wald und meinen lieben Mitbürger, die mich überholen, wünsche ich einen guten Schutzengel und den Tieren erst recht.
     
  9. donald105

    donald105 New Member

    :biggrin: genau!
    Und wegen der voyeure, die unvermittelt in kurven rumstehen…
     
  10. Pahe

    Pahe New Member

    Unvermittelt nur für den, der das Schild ignoriert. Den Voyeuren wird eben durch das Schild die Gelegenheit vermittelt.
    So kommt es dann, dass auch mit dem Auto des Voyeurs dasselbe wie mit der Elchkuh passiert.
    :biggrin:
     
  11. Ganimed

    Ganimed New Member

    Mein einziger Wildunfall bezieht sich leider auf einen Dachs. Dieses große und schöne Tier ist mir direkt reingelaufen und war auch sofort tot. Enttäuscht hat mich die Tatsache, dass dieser Unfall die bisher einzige Gelegenheit war, einen Dachs in natura zu sehen...

    :frown:
     
  12. Schnuffel

    Schnuffel Proletenhanswurscht

    Ich hab bisher so an die 15 - 20 Tiere auf der Straße gesehen, bei 2 davon war's wirklich knapp. Beim ersten hatte ich meinen Polo so ca. 6 Monate, fuhr nachts vom Schützenfest heim (waren 80km), plötzlich stand hinter einer heftigen Rechtskurve ein Fuchs auf der Straße. Ich natürlich gebremst wie ein Blöder, nach erst 1,5 Jahren Fahrpraxis und wegen der Müdigkeit natürlich nur auf die Bremse gestiegen, Motor abgewürgt. Hab dann noch im Scheinwerferlicht gesehen wie der Fuchs so einen halben Meter vor meinem Auto stand und dann fortgelaufen ist. Das andere Mal war erst vor 2 Monaten oder so, da hab ich fast ein Reh umgenietet. War auch wieder hinter einer Kurve, und ich hab echt keine Ahnung wie ich's noch geschafft hab mich zwischen dem Reh und dem Straßenpfosten durchzuquetschen. Wenn es einen gescheiten Schwanz gehabt hätte wäre der jetzt mit Sicherheit weg ;)

    Naja, also bei uns geht's auch ganz gut ab mit Wildwechsel. Man sollte halt wenn man nachts fährt wirklich langsam durch den Wald fahren und sich wenn möglich nicht von Beifahrern ablenken lassen; wenn man mal ne Sekunde nicht aufpasst hat man gleich ein Tier vor sich auf der Straße stehen.
     
  13. bastigs

    bastigs New Member

    kurz zur biologischen Seite
    die Blatt-/Brunftzeit des Rehwildes liegt im Juli/August
    gesetzt werden die Rehkitze Mai/Juni

    für Rotwild (Hirsche) ist im Moment Brunftzeit, wobei die großen Rotwildrudel weniger deswegen über Straßen wechseln

    daß Wildunfälle auch für die Fahrzeug-Insassen nicht so ungefährlich sind,
    ist auch klar, insbesondere je größer und schwerer das Wild ist
    wobei am meisten durch das Ausweichen passiert


    Folgende Bilder stammen vom Zusammenstoß mit einem Damwild
    sind etwas blutig, bitte nicht ansehen, wer etwas empfindlich ist

    VORSICHT DIE BILDER SIND ETWAS BLUTIG
     
  14. donald105

    donald105 New Member

    Oh. Da hab ich wohl rehe für rotwild gehalten.
    Mein onkel hat aber gesagt, wenn die viecher die herzchen in den augen haben, muss man noch mehr aufpassen auf den straßen durch den wald als sonst.
    Vielleicht bezieht sich das aber nur auf die hirsche und rehe in der eifel, die er kennt. Möglicherweise haben die eine art sonderverhalten entwickelt und balzen am liebsten bei der kuh auf der anderen straßenseite rum?
    Das geblöke geht einem jedenfalls ordentlich auf den zeiger. Wenn man keine hirschkuh ist. :eek:)
     
  15. hekarl

    hekarl frisch nanophil

    Meine Fresse. Da kann man sich ja das Tranchieren sparen… :augenring

    Die anderen Erfahrungen kann ich bestätigen. Ich wohnte mal einige Jahre ausserhalb Berlins…musste auf dem Nach-Hause-Weg immer 20 km durch ein Waldstück. Ist zum Glück nicht viel passiert… am Ende kannte ich auch die Stellen, wo die Jungs geäst haben.

    Da schlimmste Erlebnis war mal eine kurze Bekanntschaft mit einem Fuchs (es muss der Oberfuchs gewesen sein…der Größe nach). Die machte ich auf der Hinfahrt vor 9 Jahren zur Silvestermugge nach Bln. mit 170 auf der linken Spur in einer leichten Rechtskurve…er trat unvermittelt unter der Mittelleitplanke hervor und stand da…

    Das Auto machte einen Satz ca. 1/2 Meter hoch durch die Luft. Dass es so aufkam, dass ich es noch auf den Standstreifen steuern konnte verdanke ich wahrscheinlich dem höchst innovativen Fahrwerk, dass Herr Citroën erfunden hat, bzw. den Erfahrungen, russische „Jeeps” und „Urals” gesteuert zu haben (das waren die, wo man sich im Gelände die Daumen brechen konnte, wenn man das Lenkrad nicht genügend fest hielt).
    :cool:
    Dem Fuchs ging es vermutlich nicht mehr gut… dem Auto fehlten einige wichtige Aggregate in Motornähe.
    Es war allerdings eben auch auf einer 3-Spurigen, freigegebenen Autobahn…auf der Landstraße fuhr ich …und fährt man (hoffentlich) anders. Da wäre mir das sicher nicht in dem Ausmaß passiert.
    Schätzungsweise würde ich sagen: 150 brenzlige Situationen; 50 durch Vorsicht oder Reaktion vermiedene Wildunfälle.

    …aber man hat eben nicht immer Glück. Sehr belastend, wie ich finde. Auch nach den Jahren noch. :cry:

    Ein großes Herz für Tiere habender hekarl
     
  16. Ganimed

    Ganimed New Member

    Wildunfälle können enorme Schäden mit sich bringen, diese Bilder sehen mir allerdings etwas "nachgeholfen" aus. Die Blutspritzer auf dem Fahrersitz weisen darauf hin, dass es gar keinen Fahrer gegeben hat.
    :rolleyes: :confused:
     

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