zu hohe Handyrechnung - Hilfe! - wie Einspruch einlegen?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von maccelerator, 22. November 2004.

  1. maccelerator

    maccelerator Member

    Etwas off-topic aber gerade aktuell:

    Mein Mobilfunkanbieter hat mir eine zu hohe Rechnung gesendet. Es ist ein voller Tag GPRS drauf mit über 110 Euro. Bin mir aber sicher, dass ich das nicht angeschaltet & verwendet habe und die ganzen anderen Monate ist dieser Betrag immer bei wenigen Cent - da kann man bei einem Einspruch auch drauf hinweisen.

    Was tun, wie lege ich korrekt schriftliche Beschwerde ein?
    Möchte da nichts falschmachen.

    Wer hat Mustertexte und den genauen Ablauf des Einspruchs gegen die Rechnung?

    Danke f. jede Hilfe. maccelerator
     
  2. nanoloop

    nanoloop Active Member

    "Überhöhte Telefonrechnungen/ Rechnungsreklamation

    Bei Streitigkeiten um ungewöhnlich hohe Telefonrechnungen können Kunden eine sogenannte "Einwendung" gegen die Telefonrechnung erheben. Hierbei muss der Rechnungsposten, dem widersprochen wird, genau bezeichnet und die Gründe für die Einwendung schriftlich, kurz und präzise erläutert werden. Die Telefongesellschaft muss dann nachweisen, dass sie die Leistung bis zum Telefonzugang beim Kunden technisch einwandfrei erbracht und die Telefonentgelte richtig berechnet hat. Dazu legt sie den Einzelverbindungsnachweis vor und auf Verlangen des Kunden auch zur Einsichtnahme die Dokumentation der technischen Überprüfung. Lassen sich dabei keine Mängel feststellen, muss der Kunde darlegen, warum er für die außergewöhnlichen Rechnungsposten nicht zur Verantwortung gezogen werden kann (zum Beispiel dass ein Einbrecher auf seine Kosten telefoniert hat). Oder er trägt Indizien vor, die eine Manipulation am Telefonnetz durch Dritte dringend vermuten lassen. Allgemeine Behauptungen (da sei ein Hacker am Werk gewesen) reichen aber nicht aus. Bleiben trotz aller Erklärungen erhebliche Zweifel oder lässt sich die richtige Höhe der Rechnung nicht mehr feststellen, muss der Kunde zumeist nur den durchschnittlichen Betrag der letzten sechs Monate bezahlen.

    Einwändungen gegen überhöhte Telefonrechnungen sollten Kunden umgehend schriftlich erheben. Gibt es keine Beanstandung seitens des Kunden, sind die Gesellschaften verpflichtet, die gespeicherten Verbindungsdaten spätestens sechs Monate nach Rechnungserstellung zu löschen. Dann noch die Rechnung zu überprüfen, ist nahezu unmöglich.
    Unstrittige Rechnungsbeträge sollten in jedem Fall gezahlt werden. Wer keinen Cent zahlt, ehe die Reklamation endgültig geklärt ist, der riskiert die Sperre seines Anschlusses. Geschickter verhält sich der Kunde, der den unstrittigen Betrag der Rechnung begleicht, mindestens aber den Durchschnitt aus den Beträgen der letzten sechs Monate. Der Rechnungsersteller (meist die Deutsche Telekom AG) muss darüber informiert werden, welcher Rechnungsposten gekürzt wurde, da sonst die Gefahr besteht, dass jeder einzelne Posten - auch die unstrittigen - anteilig gekürzt wird."

    Quelle: http://www.vz-nrw.de/UNIQ1100956910101151282/doc238B.html

    Wird für Mobilfunk genau so sein.
     
  3. nanoloop

    nanoloop Active Member

  4. maccelerator

    maccelerator Member

    Super, danke! Wenn es noch Musterbriefe gäbe, gerne durchgeben.
    Nochmals danke f. die Links.

    m
     
  5. nanoloop

    nanoloop Active Member

    Im zweiten Link findest du unten ein Formular für die Schlichtungsstelle.

    Wenn ich das aber alles so lese, hast du wohl eher schlechte Karten.

    Ansonsten: Verbraucherzentrale.
     

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