1. Liebe Forumsgemeinde,

    aufgrund der Bestimmungen, die sich aus der DSGVO ergeben, müssten umfangreiche Anpassungen am Forum vorgenommen werden, die sich für uns nicht wirtschaftlich abbilden lassen. Daher haben wir uns entschlossen, das Forum in seiner aktuellen Form zu archivieren und online bereit zu stellen, jedoch keine Neuanmeldungen oder neuen Kommentare mehr zuzulassen. So ist sichergestellt, dass das gesammelte Wissen nicht verloren geht, und wir die Seite dennoch DSGVO-konform zur Verfügung stellen können.
    Dies wird in den nächsten Tagen umgesetzt.

    Wir danken allen, die sich in den letzten Jahren für Hilfesuchende und auch für das Forum selbst engagiert haben.

kein Beitrag - nicht lesen

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von macmatic, 22. November 2003.

  1. teorema67

    teorema67 Active Member

    Literaturkenner! :cool:
     
  2. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam

    Ok, ok. ich fass mich kürzer


    „Ein ganz normaler Tag, die Welt ist so gemein, doch warum muß gerade immer ich das Arschloch sein“_
    Pershing Boys 1991

    „Ein bißchen Frieden, ein bißchen Freiheit ....“_ schallte es in widerlichster Art und Weise aus meinem Radiowecker. Aaaaaaaarrrrg. Der Zeiger stand auf_ 5 Uhr morgens und ich armer Tropf sollte aus den Federn, weil heute gottverdammte Frühschicht angesagt war. Ich fühlte mich zum Kotzen. Am Abend zuvor hatte ich ein mittelgroßes Besäufnis, gerade mal 3 Stunden geschlafen und einen dementsprechend dicken Kopf. Ich wollte jetzt nur noch sterben und verfluchte König Alkohol auf Teufel komm raus._ „Nein, verdammte scheiße, ich will nicht aufstehen!“_
    _Aber ich mußte. Zunächst mal um die schreckliche Musik auszumachen. Der Radiowecker, der mit einem der schlechtesten Bauernsender jenseits des Urals eingestellt war und_ in vollster Lautstärker losheulte, gehörte zum wichtigsten Teil meiner Selbstüberlistungstaktik um nicht_ verschlafen zu können. Das war auch bitter nötig, denn in Zeiten in denen ich mich noch mit Schmankerln wie „Extreme Noise Terror“ via Stereoanlage wecken ließ, bin ich_ des öfteren wieder genüßlich eingeschlafen. Um dies zu vermeiden, beauftragte ich als Weckdienst den grauenhaftesten aller Mundart-Sender „Radio Neckarburg“. Ein Sender, bei dem selbst die Moderatoren noch im vorbildlichstem Dorf-Schwäbisch ihren unausgereiften Dünnpfiff vom Stapel lassen. Verschlafen kannst Du bei dem Gekreische, das die durch den Äther lassen, bei weitem nicht. Es sei denn Dir gelingt es Stevie Wonder‘s Dioktrinwerte auf Deine Ohren zu projizieren. Oder glaubst Du wirklich, daß Du bei dem Gejaule von Helden wie Nicole, den Flippers, Pur, den Puhdys, Gunter Gabriel und Konsorten nochmals genüßlich einschlafen_ und von gutem Poll träumen kannst? Na siehst Du. Was bleibt Dir also übrig, als Dich wie in Trance zu Deinem Radiowecker zu schleppen, der strategisch geschickt am anderen Ende des Zimmer steht, um Deine Ohren von dieser Katzenmusik zu befreien. Tja und wenn Du dann schon mal stehst, kommst Du auf den dümmsten aller Gedanken: Entgegen aller Vernunft, doch zur Arbeit zu gehen. Irgendwas in Dir treibt dich gegen Deinen Willen dorthin. Ob es das benötigte Geld für den nächsten Suff ,_ Kohle für Deine Plattensammlung oder für den Puff ist. Bei mir sind es eben Existenzängste, da sich_ inzwischen ein vier-stelliger Schuldenberg mit ner großen Sieben davor angehäuft hat. Tja, die Weiber und das Koks zollen eben auch ihren finanziellen Tribut._
    Dementsprechend beschissen_ fing der Tag mal wieder an. Alles was ich jetzt anpackte, machte ich mit sabberndem Schaum vor dem Mund. Ich prügelte mich in meine Klamotten, versuchte mittels zehn-maligem Zähneputzen diesen ekelhaften Pelzgeschmack im Hals zu bekämpfen, setzte ein pervers stinkenden Bierschiss, bei dem es mir erneut schwindelig wurde, ins Klo und zog 2 Flaschen Mineralwasser auf Ex. Danach war mir noch viel schlechter als zuvor und ich bekam erneut so Gedanken wie „Bleib‘ doch einfach liegen, Knack, die können Dich alle mal, überfall lieber heut nachmittag ne Bank...“ Doch wieder mal siegte die „Vernunft“ über mich, und legte offen was für ein ängstlicher Sitzpisser ich doch sein kann. Und so ein Waschlappen_ behauptet von sich ein Outlaw zu sein. Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, daß Geld bei weitem nicht glücklich macht – Schulden Dich aber äußerst unglücklich machen können, Dich quasi erdrücken... Hinzu kommt, daß es besonders frustrierend ist, für etwas arbeiten zu gehen, was man schon lange ausgegeben, versoffen, verspielt oder verhurt hat._
    Was jedoch noch viel mehr weh tut, ist es für Geld arbeiten zu gehen, um das einen andere Wichser (Hallo Jamel) auf hinterhältigste Art und Weise gebracht haben. Sich also den Arsch aufzureißen, für etwas wovon man selber nie etwas hatte oder haben wird! Oder aber man nehme das_ Beispiel bei dem man für die Kohle, die man aus strafrechtlichen Gründen an den fuckin‘ Staat zu zahlen hat, auf Maloche muß.. Das nagt an Dir, das frustriert wie Sau._
    Manchmal bekomme ich dann so Gedanken wie diesen, dass es am einfachsten wäre, wenn ich_ mich für ein Jahr in Knast begebe und dort meine Schulden auf der linken Arschbacke bei freier Kost und Logie absitze. Weiß jemand ob man dorthin ein Laptop mitnehmen darf? Falls ja, könnte ich meine Artikel_ für die nächsten paar Jahre im Voraus schreiben... Aber dies nur so am Rande.
    Letztendlich ging ich dann tatsächlich zur Arbeit und hatte, wie könnte es auch anders sein mal wieder einen gaaaannz beschissenen Tag erwischt. Meine Maschine, die ich einstellen und überwachen mußte, schmetterte mir bereits früh Morgens die volle Breitseite entgegen. Sie mochte mich noch nie besonders, aber heute gab sie es mir mal wieder auf übelste Art und Weise. Gleich zu Arbeitsbeginn begann sie zu streiken, weswegen ich gleich mal ne 3 Stündige Reparatur vor mir hatte, bei der ich unter Dauerstress stand und des öfteren kurz vor dem Abkotzen war. Vielleicht wäre dies auch das beste gewesen, dann hätte mich dieses uns allen bekannte Übelkeitsgefühl nicht den ganzen gottverdammten Tag begleitet.
    Danach, als die Drecks-Maschine endlich in die Gänge kam, zoffte ich mich mit einer meiner beiden Hausfrauen, deren Job es war, mich zu assistieren. Sagte ich gerade assistieren?_ Eigentlich war ihr Job mich zu unterstützen, statt dessen arbeite sie aber_ permanent gegen mich._
    Als sie mir besonders dämlich und besserwisserisch daherkam,_ ließ ich mich mal wieder zu einer verbalen Entgleisung hinreißen. „Arschlecken, geh‘ Talkshows gucken!“ meinte ich flapsig zu ihr, woraufhin sie heulend zum Fertigungsleiter rannte um mich anzuschwärzen.
    Einer meiner wenigen Mitarbeiter, mit denen ich mich einigermaßen gut verstand, steckte mir später zu, daß gerade diese flennende Hausfrau vor einigen Jahren mit dem Fertigungsleiter gebumst hatte, woraus ich natürlich schließen konnte, was mich jetzt erwartet._
    _Eigentlich konnten mir die beiden ja nur leid tun, wer fickt schon solche Heuschrecken wie meine Hausfrau eine war oder solche stinkenden Mantaprolls wie mein Fertigungsleiter einer war. Arme Irre! Man nimmt halt was übrig bleibt...
    _Natürlich hatte Sie bei ihm Erfolg. So notgeil wie die männlichen Mitarbeiter in meiner Ex-Firma sind, fressen sie jeder noch so dummen Dreckstucke aus den Händen und tun alles dafür um in ihrer Gunst zu steigen. Ihr solltet nur mal die ganzen Gaffer sehen, wenn eine relativ häßliche junge Frau durch die Firma spazieren läuft. Die meisten belassen es beim prolligen Hinterherpfeiffen, doch manche rennen gleich wild sabbernd zum nächsten Scheißhaus, wo sie sich vermutlich einen runterholen..._
    Ich möchte gar nicht wissen, wie diese Triebtäter reagieren würden, wenn mein Babe durch die Abteilung liefe.
    Natürlich bekam ich wenig später von meinem Vorgesetzten einen mords Anschiss und es wurde mir mit der nächsten Abmahnung gedroht.
    Klarer Fall, und alles_ nur weil so ne verblödete Schabbragge sich alles herausnehmen kann, Dir dauernd im Weg steht, bei jedem Fliegenschiss mitreden will, an dir herumtatscht (kein Witz), obwohl sie absolut null Ahnung von Nichts hat. Trotzdem nervt sie Dich den ganzen Tag mit ihrer penetranten Besserwisserei. Irgendwann platzt Dir dann auch_ mal der Kragen und Dir rutscht ein unüberlegtes „dumme Votze“ oder ähnliches raus (auch wenn du noch so p.c. bist!).
    Nach dem daraus resultierenden Gespräch mit meinem Vorgesetzten – einem Dämlack daß es kracht – war für mich klar, daß ich mir ab Montag urplötzlich eine schwerwiegende_ Bronchitis einfangen_ und deshalb beim Arzt ne Arbeitsunfähgigkeitsbescheinigung erschleichen würde._
    Stinkesauer verbrachte ich den restlichen Arbeitstag auffem Scheißhaus,_ wo ich mir erst mal 3 Bier einbaute. Um 14 Uhr ertönte dann endlich die Feierabendsirene, die ich trotz ihrem schrecklich, schrillen Klang wie mein Leben liebte. „Puh“, dachte ich,_ „das wäre geschafft“ und düste nach Hause._
    Dort angekommen ging es gerade locker flockig weiter: Beim Blick in den Briefkasten fand ich nicht nur die geniale neue Kick Joneses - Platte wieder, sondern auch eine verfickte Mahnung, in der_ von mir noch 800 Mark aus einem eigentlich längst verjährten Prozeß (siehe Haschischschmuggel im Pankerknacker#2) gefordert wurden. Zu allem Überfluß gesellte sich zu dieser noch ne andere Mahnung hinzu – die beiden wollten wohl miteinander ficken, und das im Briefkasten pfui! – in der von mir per Rechtsanwalt über 1700 Mark_ aus ner vergangenen Telefonrechnung einklagt wurden. Superscheisse aber auch... Ihr habt euch im übrigen nicht verlesen, die Summe von 1700 Lappen ist kein Druckfehler, die hat ein gewisser Wichser namens Jamel aus Freiburg, der bei mir vor Jahresfrist kurzfristig untergekommen ist, mittels 0190 Sexnummern in meiner Abwesenheit ins Taschentuch gewichst und sich anschließend auf nimmer wieder sehen aus dem Staub gemacht. „Na, toll“, dachte ich mir_ „bin gespannt, was heut‘ noch so alles kommt“. In dem Moment wünschte ich mir nichts sehnlichster als einen fetten, stinkenden Naziproll vor die Flinte, an dem ich mich etwas abreagieren hätte können.._
    „Naja, lindern wir den Schmerz und den Haß eben mit ner leckeren Flasche Schnaps“ hauchte mir mein Gewissen zu. Gedacht, getan saß ich wenig später vor dem Computer mit nem schicken Cocktailglas. Nicht nur die Zeit sondern auch Freund Alkohol heilt alle Wunden und schon nach dem ersten Gläschen feinstem russischen Kartoffelschnaps, hatte ich den Alltagstress vergessen. Während ich der Flasche langsam die Flüssigkeit entzog und durch Vakuum ersetzte, hämmerte ich unaufhörlich einen Artikel fürs Plastic Bomb in die Tastatur, an dem sich noch heute die Geister scheiden. Die meisten der Leser haben ihn nicht verstanden, obwohl ich Ihn für alles andere als mißverständlich halte. Vielleicht sollte ich doch nicht gerade für ein Assipunkblatt schreiben. Aber egal...Von Glas zu Glas spürte ich, wie mich der Geist immer mehr verließ, während ich ganz wie von selbst ohne nur eine Hirnzelle zu nutzen auf die Tastatur einhaute...__ Doch genau das war okay so,_ schließlich wollte ich gut gelaunt sein, wenn mein Baby mich besuchen kommt, und das ging momentan nur im besoffenen Zustand. Die Zeit verging nun wie im Fluge und schwups war es so weit, daß ich mich aufmachte, meine Freundin am Bahnhof abzuholen. Selbstverständlich tat ich dies, nach dem Vorbild zahlreicher CSU-Politiker, als staatstreuer Autofahrer im volltrunkenen Zustand._
    Doch passend zu diesem beschissene Tag war auch die holde Weiblichkeit_ nicht zum verabredeten Zeitpunkt am Bahnhof anzutreffen. Statt dessen parkte unweit von mir ne_ Bullenwanne, die mich aber - oh Wunder - ausnahmsweise nicht kontrollierte._
    Da ich das unverhoffte Glück nicht weiter strapazieren wollte, mache ich mich sofort vom Acker und heizte unter den Klängen von AC/DC wie ein Bekloppter nach Hause. Dort angekommen, - ich kam noch nicht mal dazu_ Eiswürfel für den nächsten Drink aussem Kühlschrank zu holen - klingelte das Telefon. Eine von mir geliebte Stimme piepste aus der Muschel, daß sie jetzt am Bahnhof wäre. Der fuckin‘ Zug hatte mal wieder Verspätung. Ich mixte meinen Drink zu Ende, nahm einen großen Schluck und bretterte erneut zum Junkietreff. Ihr werdet’s kaum glauben, noch ein zweites mal war mir Glücksgöttin Fortuna hold: Die Bullenwanne war_ weg und tatsächlich stand_ Elvira (Name ist der Redaktion bekannt, wurde aber zu ihrer Sicherheit abgeändert) meine Prinzessin am verabredeten Treffpunkt. Juchu, der erste Lichtblick an diesem doch so befickten Scheisstag. Mein Baby wußte mir auch gleich ne lustige Story vom Pferd zu erzählen:
    _Auf ihrer Zugfahrt von Freiburg nach Villingen, war die 2. Klasse, für das ihr Ticket galt, total überfüllt, naja, man konnte noch nicht mal im Gang stehen. Clever wie sie nunmal ist, watschelte Elvira daraufhin in die 1.Klasse und setzt sich dort in eines der vielen leeren Abteile. Wenig später kommt Freund Schaffner vorbei und fordert sie auf, ihren Fahrschein zu zücken. Schön artig tat sie das, woraufhin er meint mit welcher Berechtigung sie denn in der 1. Klasse säße. Der Wahrheit entsprechend erklärte Elvira ihm, daß_ in der 2. Klasse absolut kein Platz mehr frei wäre. „Das kostet Sie 1.60 DM Aufpreis und 5 DM Nachlösegebühr“ meint der Schaffner, woraufhin die gestreßte Elvira etwas von „Ich hab kein Geld“ in ihren nicht vorhandenen Damenbart brummelte. Daraufhin will der Drecks-Schaffner den Ausweis von ihr sehen, den sie aber auch nicht dabei hat. Dann ging es Schlag auf Schlag: Mr.Wichtig ruft eine BGS-Tussi, die Elviras Personalien aufnimmt, während der Schaffnerarsch eine Rechnung schreibt. Die Chose wird einem nicht ganz so doofen Fahrgast wie dem grauen Rest (die soll‘s ja auch noch geben),dann doch zu blöd. Er steht auf und sagt zu Elvira: „Ich hab hier noch nen Gutschein, ich nehm‘ Sie auf meine Kosten mit“. Wutentbrannt, daß da doch noch jemand Zivilcourage zeigt und diese ganze Beamtenkacke nicht toleriert, schnaubt der in seiner Ehre gekränkte Schaffner ihn an: „Sie setzen sich sofort_ wieder auf ihren Platz!!“ Klar, geht ihm der nette Mann von nebenan auf den Sack, so wird doch seine jämmerliche Daseinsberechtigung in Frage gestellt. Nun platzt Elvira allmählich der Kragen. Gereizt keifend fragt sie ob die beiden denn nichts besseres zu tun hätten. „Ich kann sie auch gleich rausschmeißen meint der sabbernde Schaffner. „Ich mein ja nur wegen lächerlichen 1.60 DM“ erwidert Elvira, nimmt die Rechnung vom Schaffner entgegen, verläßt das nun wieder leerstehende Abteil und setzt sich in den Gang vors Klo. Wiederum kommt der psychopathische Schaffner ihr hinterhergerannt und zetert daß dieser Platz auch noch zu der 1. Klasse gehöre und sie woanders hin solle. Nun hat_ Elvira endgültig die Schnauze voll (sie ist mittlerweile sehr ungehalten und wer sie kennt, weiß was ich meine) und_ giftet ihn an:_ „Tschuldigung, ich sitz hier vorm Klo!!! – Wo ist das Problem?“. Schon wieder kommt die BGS – Tussi angerannt und versucht zu schlichten: „Fräulein, setzen sie sich doch in die 2.Klasse da ist es viel bequemer, als hier auffem Boden“ Elvira schüttelt aufgrund so viel Blödheit auf einem Haufen nur den Kopf und meint: „Ihr seid doch alle verrückt“. Inzwischen war der Zug bereits_ in Villingen angekommen, und Elvira schaut beim Aussteigen_ mal beiläufig auf die Rechnung, worauf jetzt urplötzlich 60 DM von ihr_ gefordert werden. Keine Begründung, keine Erklärung es werden einfach nur 60 Mark verlangt...
    Mittlerweile waren wir in den heimischen vier Wänden angekommen und machten uns den nächsten Drink klar. Jetzt hieß es erst mal Saufen und zwar für das Leben... von solch alltäglichen Spießigkeiten läßt man sich ja schließlich nicht den Abend versauen, auch wenn’s manchmal schwer fällt, sich darüber nicht aufzuregen. Nach und nach gesellten sich noch ein paar Freunde in die_ gute Stube, und wir versüßten uns den Abend mit dummen Geschwätz, cooler Musik, lustigen Drogen und massig Alkohol in den all uns bekannten Varianten.__
    Reichlich ausgelassen wurde gesungen, gelacht und geprollt. Naja, ein ganz normaler Abend eben. Kölle alaf, narri narro – Oi! Oi! Oi!_
    „Rrrrrrring Rrrring“ platzte plötzlich die Klingel energisch in das emsige Treiben. Es war bereits zwei Uhr Morgens. „Naja, Rock’n Roll Klaus wollte noch vorbei schauen“, ging es mir durch den benebelten Kopf. Elvira lief zur_ Tür um nachzusehen, kam aber nicht wieder zurück. „Komisch wo, bleibt sie denn?“ dachte Ich mir._
    Mit den Gedanken „Ist Klaus mal wieder zu besoffen zum laufen, vielleicht muß man ihn ja reintragen“_ ging ich schon ziemlich angeschlagen_ nach dem rechten schauen. Und was sah ich? Im Türrahmen standen 4 Kasperle von der örtlichen Polizei und belästigten mein Baby auf übelste Art und Weise. Naja, eigentlich waren es nur zwei, doch ich hatte schon gut Schlagseite und sah den Feind in einer ganzen Armee vor mir stehen. Die Wichser waren gerade dabei die Personalien meiner Freundin aufzunehmen. Schon leicht in Rage fragte ich die Penner, was denn los sei, und was Ihnen einfiele am späten Abend noch meine Freundin zu belästigen. Eigentlich wollte ich noch hinzufügen, daß hier betteln und hausieren strengstens untersagt wäre und wir auch keine Wachtürme abonnieren würden. Zuvor fiel mir jedoch einer dieser Schwachmaten ins Wort und meinte, daß wieder mal eine Anzeige wegen Ruhestörung gegen mich vorliegen würde. „Um Himmels Willen wegen den 3 oder 4 Dezibel zuviel machen diese Sitzpisser schon wieder so ein Trara. Es ist wirklich kaum zu glauben was in diesem Haus für verbohrte Denunzianten ansässig sind.“ Fluchte ich vor mich hin. Elvira hatte inzwischen entgegen jeglicher Punkrockattitüde_ die Musik leiser gedreht und war gerade dabei, den Drecksbullen die Straße ihres Wohnsitzes anzugeben. Langsam packte mich die Wut. Mit welcher Berechtigung nahmen diese Trottel ihre Personalien auf? Was hatte die Adresse meiner Freundin verdammt nochmal mit der Anzeige wegen Ruhestörung gegen mich zu tun? Ich fragte sie, was sie sich davon denn rein sexuell versprechen würden. Der Bulle war ziemlich perplex, doch Elvira forderte mich auf meinen Mund zu halten und ins Zimmer zurück zugehen. Sie wußte genau, dass es noch eskalieren könnte, wenn ich nicht endlich mein loses Mundwerk halten würde. Mädchen sind ja immer soooo vernünftig! Da ich wußte, dass sie mir bei Ungehorsam nachher den Hintern versohlen, mir Stubenarrest verordnen würde und was am schlimmsten wog, Liebesentzug erteilen könnte, befolgte ich schweren Herzens ihren Rat und torkelte fluchend_ auf’s Klo._
    Dort verschaffte ich meiner Blase neuen Platz für die nächsten Biere. Nach getaner Arbeit betrachtete ich meine Schönheit im Spiegel, ordnete die Frisur und wollte gerade mit einem überlegenen Lächeln im Gesicht wieder in die gute Stube zu den anderen torkeln. Plötzlich fielen meine Augen auf einen Einwegrasierer und den dazugehörigen Rasierschaum. Geistesgegenwärtig schnappte ich mir die beiden Utensilien und schlappte entgegen dem erhobenen Zeigerfinger meiner Freundin zur Tür wo die Bullen immer noch ihren Mundgeruch im Raum verteilten. Grinsend überreichte ich ihnen wortlos den Rasierer mitsamt Schaum und deutete auf ihre häßlichen Bärte._ Natürlich verstanden die 2 Blödis_ wieder mal nur Bahnhof und schauten mindestens so doof aus der Wäsche wie Bullen es tun wenn se von Hallervorden_ parodiert werden._
    Jetzt konnte ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen und auch Elvira mußte über beide Ohren grinsen. Nur die beiden Trottel standen hilflos mit versteinerter Miene und den Rasier-Utensilien in der Hand da. Weil sie nicht mit lachen konnten, empfand ich tiefes Mitgefühl mit ihnen, wollte sie auch an dem Witz teilhaben lassen und erklärte, daß sie erst mal ihre Rotzbremsen wegmachen sollten, bevor sie mit uns reden würden. Wohl wissend meiner nicht vorhandenen Zurechnungsfähigkeit jagte mich_ Elvira förmlich zu den anderen zurück, wo ich gemütlich weitersoff. Jetzt schaltete sich mein Mitbewohner_ Tschän ein und laberten den Bullen etwas dermaßen glaubwürdig seriöses an den Hals, dass sie verständnisvoll nickten und endlich_ abzogen.
    Kaum waren die Penner weg, rannte ich wie von der Tarantel gestochen zu den Nachbarn hoch, von denen ich vermutete ,daß sie mich mal wieder angezeigt hätten. Ach was sag ich vermuten, ich wußte genau dass dieses scheisse dumme Deutschpack mal wieder nichts anderes zu tun hatte. Oben angekommen klingelte ich Sturm und trat wie verrückt gegen die Tür. Kaum war diese auf, beschwerte ich mich lauthals bei dieser Fettel, warum sie denn nicht zuerst Bescheid sagen könnte, wenn sie sich gestört fühle. Warum sie immer gleich die gottverdammten Bullen rufen müsse. Ob sie ihre scheiss Fresse nicht mal zum kommunizieren benutzen könne. Natürlich bekam die ängstliche Drecksvotze mal wieder kein plausibles Wort heraus und stammelte nur etwas von: „Viel zu laut...“ und ähnlichem an den Haaren herbeigezogenen Nichtigkeiten. Wenig später gesellte sich noch ihr matschbirniger Sohn dazu, ein Warmduscher vor dem Herrn, der mir jetzt etwas von
     
  3. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam

    Toleranz erzählen wollte. „Ich scheiß auf Deine Toleranz, Du Sozialarbeitersöhnchen“ schrie ich ihn an, woraufhin_ er noch mit solch Sprüchen wie „Ich hab ja nichts gegen Punker, aber Anarchie bedeutet doch_ eigentlich...“ anfing._ Daraufhin wollt ich ihm direkt an die Gurgel. Es ist einfach eine Frechheit sondergleichen, wenn Dir so ein verweichlichter Taschengeld-Empfänger etwas vom wahren Leben erzählen will. Was für eine Möse der Kerl wirklich ist, unterstrich seine Erleichterung die er an den Tag legte,nachdem sich Elvira zwischen ihn und mich gestellt hatte und mich von ihm weg zog. Und das obwohl er doppelt so breit und ein Kopf größer als ich ist. Eigentlich müsste mich so ein Riesenbaby unangespitzt in den Boden stampfen, auch wenn es wie dieses Weichei nur aus Fett und dünnere Armen als Rock’n’Roll Klaus sie besitzt, bestand. Natürlich versteckte er sich hinter seiner Mutter. Rockzipfellutscher, echt mal!_
    Plötzlich ging in der Wohnung gegenüber zu allem Überfluß auch noch die Tür auf und meine Lieblingsfeinde, zwei vollgefressene Vetteln, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als aus dem Fenster zu schauen, und aufzuschreiben was ich so treibe, wann ich komme und gehe, wer mich besucht, von wem ich Post bekomme, standen in ihren stinkenden Schlafanzügen im Flur._
    In diesem Moment,_ ich sah gerade mehr als einen dieser Spacken auf einmal, wurde mir erst wieder bewußt von was für Menschen ich hier im Haus umgeben war._ Hier wimmelte es nur so von_ dicken, häßlichen Teutonenwichser die die Spießigkeit mit_ riesigen Löffeln gegessen hatten. Und wir mittendrin. Klar, daß wir hier auffem Pulverfaß saßen, das früher oder später explodieren mußte.
    Kaum sah ich den dicken Penner, der wohl so gegen Mitte 40 war, beschimpfte ich ihn wie dick und häßlich er denn sei._ Woraufhin er erwiderte, daß er_ vielleicht dick sei, man dagegen aber was tun könnte, ich aber blöd wäre, was für immer bleibt. Das hatte dieser Schnautzbartprolet schön brav zum Selbstschutz auswendig gelernt,. Respekt! Vermutlich bringt er den Spruch immer, wenn man ihn auf seine angefressene Fettleibigkeit anspricht. Doch, sein Konter_ war schon schlagfertig. Ich bin für einen mittleren Applaus und ne kleine Welle hinterher...
    Jetzt hatte ich endgültig die Schnauze voll, das konnte ich mir von so nem geistigen Bergarbeiter einfach nicht gefallen lassen. Ich beschimpfte ihn weiter aufs unflätigste und provozierte ihn bis er die Ärmel hochkrempelte. Wiederum erinnerte sich meine Freundin ihrer verborgenen Hippieader und stellte sich zwischen mich und den Drecksack. Naja, war wahrscheinlich ganz gut so, erstens war ich hackedicht und zweitens war der Kerl mir mindestens um 100 Kilogramm überlegen. Das hätte dann schon mal ins Auge gehen können. Obwohl ein besoffener Giftzwerg auch ne ganze Menge Energie entwickeln kann. Wodka steht nicht zu Unrecht auf der Dopingliste.
    _Bevor es eskalieren konnte ,meinte Elvira zu dem Vollproll er solle stante pede in seine fuckin‘ Wohnung zurückgehen, sonst bekäm‘ er es mit ihr zu tun. Was er tatsächlich auch tat. So blieb mir Zeit mich wieder den Denunzianten zuzuwenden und dem Muttersöhnchen mal ordentlich den Marsch zu blasen. Doch während wir vorhin mit dem dicken Mann beschäftigt waren, hatte die verrunzelte Schlampe und ihr Dreckssohn die Zeit genutzt um erneut die Bullen anzurufen, die jetzt wieder angetrampelt kamen. Sie redeten kurz auf mich ein und als ich zurückpöbelte nahmen sie mich in den Polizeigriff und führten mich mit den Worten: „Es reicht jetzt, Bürschchen, wir nehmen dich zur Ausnüchterung mit auf die Wache“ ab. Einer der Penner zerrte mich die Treppe hinunter und der zweite sicherte hinter ihm ab (kein Witz), bis ich_ in ihrer scheiss Bullenwanne verfrachtet war. Elvira rannte hinterher und erklärte den Hampelmännern daß sie das doch nicht machen könnten. Die meinten daraufhin nur daß ich zu besoffen wäre und eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte, deshalb müßten sie mich mitnehmen. Die Drecksäcke verhaften mich quasi aus der eigenen Wohnung weg, der Hammer oder? Elvira bestand darauf wenigstens mitfahren zu „dürfen“. Die Schnautzbärte erwiderten daß dies nicht ginge, sie aber gerne hinterherkommen könne. Nachdem ich meinem Babe zum Abschied durch die Seitenscheibe der Bullenwanne noch ein angedeutetes Küsschen zupusten konnte, legte das Dreckspack mir den Deutschlandachter an und kutschierten mich auf’s naheliegende Revier. Unter anderen Umständen habe ich wirklich nichts gegen Handschellen, vorausgesetzt, sie werden mir von weiblichen Wesen angelegt, doch in diesem Moment war nicht mal ansatzweise der Hauch von prickelnder Erotik zu spüren. Vielleicht lag es daran, daß die Polizisten einfach zu unästhetisch aussahen. Ist schon merkwürdig, daß_ die sich nicht selber häßlich finden, oder gibt es bei denen keine Spiegel?_ Vielleicht sollte ich ihnen ja mal mein Koksspiegelchen leihen...
    Auf der Wache angekommen führten sie mich in eine dieser uns allen bekannten Naßzellen._
    _Was? Unter euch gibt es wirklich noch welche, die nicht ausnüchtern waren? Okay, dann beschreib‘ ich euch mal das äußerst komfortable Ambiente: Die Zelle sieht aus wie ein Badezimmer. Alle 6 Wände sind gekachelt, so daß_ man die Kotze, das Blut, die herausgeschlagenen Zähne oder sonstige unangenehme Spuren problemlos kurz und schmerzlos wegwischen kann. Dazu wird Dir ein äußerst luxuriöses Plumbsklo, ähnlich derer in Frankreich, zum kacken angeboten. Was? Du warst auch noch nie in Frankreich? Okay solche Scheißhäuser bestehen einzig und allein aus einem Art Duschbecken mit nem Loch drin, wo Du gut reinzielen solltest. Klar könntest Du den Bullen auch die Wände der Zelle zu scheissen,_ wäre auf den ersten Blick wohl viel punkiger. Doch erstens mußt Du dann noch auf unbestimmte Zeit in Deinen eigenen Fäkalien schmoren, wirst quasi von Deinem eigenen Gestank erdrückt und zweitens putzt Dein Dreck bestimmt nicht einer der grünen Rotzbremsen persönlich weg, auch wenn er dafür prädestiniert wäre, sondern irgendeine türkische Putzfrau, die von den Bullen für einen Hungerlohn äußerst demütigend malträtiert wird._
    Naja, wenigsten kommt hier niemand auf den Gedanken, Dir das Sitzpissen aufzwingen zu wollen..._
    Des weiteren befindet sich in Deinem neuen Zuhause_ eine rechteckige Holzpritsche auf der eine viel zu dünne, stinkende Wolldecke liegt. Kopfkissen gibt es keines. Entweder Du nimmst die Decke um dich zu wärmen oder benutzt sie als Kissen. Beides wäre Luxus und den gibt’s für „Staatsfeinde“ nicht. Du hast die Wahl._
    Die Temperaturen in der Zelle liegen bei geschätzten_
    10 C° . Schließlich bist Du im Keller und Heizungen kosten Geld... Doch das ist Dir in Deinem Vollsuff sowieso egal._
    Das einzige was in Deinem „neuen Zuhause“ noch ins Auge fällt, ist die Luke an der Tür und eine Gegensprechanlage, an der Du Dich mittels Knopfdruck bemerkbar machen kannst. Diese entdeckte ich aber erst viel später. Zunächst war ich damit beschäftigt mich erst mal ordentlich auszutoben. Ich fluchte wie ein Rohrspatz, beschimpfte alles und jeden, trat wie ein Irrer gegen die Tür, aber alles vergebens. Ne geschlagene Stunde wurde ich ignoriert. Ich konnte Bullen ja noch nie leiden – wer kann das schon - aber der Umstand daß es gar keine ordentliche Begründung gab, mich abzuführen, machte mich dermaßen stinkig, daß ich mich dummerweise überhaupt nicht mehr unter Kontrolle hatte und die Bullen nach Strich und Faden beleidigte. Mir ist durchaus bewußt_ dass solche Überreaktionen meine Freilassung nur hinauszögern oder weitere Konsequenzen nach sich ziehen würden, doch wenn ich in Rage bin reagiert bei mir immer noch das Herz über den Verstand Und das Herz sagte eben, das es mir besser ginge wenn ich den Dreckstypen mal ordentlich die Meinung geige. Das tat ich dann auch, bis ich langsam nüchtern wurde und einsah, daß mir sowieso keiner zuhört._
    Als ich nochmals nachfragte, warum sie mich hier festhalten würden, begründeten sie dies mit meinem enorm hohen Aggressionspotential, das ich an den Tag legen würde. Sie müßten sicher gehen, daß ich nicht ausraste und dritten Personen schade. Und das, obwohl ich eigentlich ein verkappter Hippie (grins) bin._
    Kurze Zeit später kamen erneut 2 Hampelmänner rein um mir meine Schuhe, mein Geldbeutel und meinen Schmuck abzunehmen. Da ham die Jungs schon recht, man kann nie vorsichtig genug sein. Ich könnte mich ja mit meinen Schuhbändeln strangulieren, meine Münzen fressen oder mit der Halskette die Gitterstäbe durchsägen._
    _Apropos Halskette – da standen sie vor einem echten Problem:_ Meine geliebtes Kettchen war mit nem protzigem Abus-Vorhängeschloss um den Hals angebracht und auf ihre Frage ob ich den Schlüssel dabei hatte, verneinte ich gelogenerweise._ Schließlich wollte ich mich nicht von meinem wertvollen Talisman trennen. Schon gar nicht in einer Situation, in der ich Glück brauchte._
    Aber wieder mal hatte ich nicht mit der wirklich imposanten Dummheit der Bullen gerechnet, die es immer wieder auf unnachahmliche Art und Weise schaffen sich an kleinen unwichtigen Dingen stundenlang aufzuhalten. „Und das immer zu Lasten des armen Steuerzahler“, um mal den gemeinen Stammtischproll in seinem Schwarz-Weiss-Denken zu zitieren._
    Einer der Helden für Deutschland verschwand für nen Moment und kam mit nem überdimensionalen Bolzenschneider zurück. Mit dem wollten sie mir tatsächlich meine Kette durchschneiden. „Aber nicht mit mir ihr Penner“, dachte ich und fuchtelte wie ein Bekloppter mit den Armen herum. Damit konnte ich sie allerdings nur kurz aufhalten. Das Schauspiel war ihnen dann doch zu blöd, und einer der Penner warf mich von hinten auf den eiskalten Boden. Von zwei ekligen Bullengrabschern wurde ich dort an den Schultern niedergedrückt. Ein anderer mißbrauchte dann das Lieblingsgerät aller Fahrradmarder und durchtrennte unter erheblichen Anstrengungen meine 8mm Baustahlkette. Mein Lieblingsschmuckstückchen leistete aber enormen Widerstand war seine 5 Mark echt wert, kann man nicht meckern. So brauchte der Kerl Ewigkeiten bis er dat Dingens endlich durchtrennt hatte. Das muß man dem Bauhaus echt mal lassen, die führen eben noch hochwertige Materialien. Doch auf Dauer hätte der härteste Kruppstahl (Deutschland verrecke!) diesen Strapazen nicht standgehalten._
    Nach getaner Arbeit nahmen sie mir geifernd wie zwei Spielkinder mein Kettchen weg und verdrückten sich für einige Zeit in ihr Headquarter. Doch ähnlich wie im Krankenhaus hat man bei den Bullen auch nie seine Ruhe. Ständig wird man von einer Visite belästigt. Wie soll man denn da mal ungestört onanieren?_
    _Wenig später kamen die 2 Deppen mit nem angeblichen Arzt im Schlepptau der mir gegen meinen Willen Blut abnehmen sollte. Und dies obwohl ich vorhin schon lächerliche 1.7 Promille erblasen hatte. Der eine Drecksbulle forderte mich auf die Unterschrift zu leisten, die er benötigte um damit die Blutabnahme auch rechtens war. Natürlich unterschrieb ich nicht. Trotzdem versuchte, der wie mir schien gefakte Aushilfsarzt, mit verbisserner Miene die Spritze anzusetzen. Bis ihm das allerdings_ gelang mußte er 3 oder 4 Mal von vorne anfangen. Der Napf brachte es beim besten Willen nicht fertig die Kanüle in meine Krampfader zu drücken... Kopfschüttelnd fragte ich ihn wer hier denn besoffener sei - er oder ich. Der Kerl sollte vielleicht mal auffem Züricher Blattspitz ein Praktikum machen, von den dort ansässigen Junkies kann er bestimmt noch ne ganze Menge lernen.
    Am nächsten Morgen war mein linker Arm übersät mit häßlichen Blutergüssen. Und alles nur weil der Drecksarzt_ zu dumm zum Spritzen war.
    Doch wieder zurück in die Zelle:
    Nachdem der Trottel es dann doch noch geschafft hatte, die Kanülen zu füllen, verpissten sich die Penner für längere Zeit und ich hatte endlich meine wohlverdiente Ruhe.
    Weil ich aber vom Wodka noch ziemlich gepusht war und auf der harten Pritsche nicht einschlafen konnte, beschloß ich ein kleines Liedchen anzustimmen. Mir fiel gerade nichts_ besseres als „Because you’re young“ von Cock Sparrer ein. Stimmgewaltig wie ich war imitierte ich, den dicken alten Colin in einer brüllenden Art und Weise, daß wirklich alles zu spät war._ Da mir aber niemand zuzuhören schien und ich besoffen über einen unheimlichen Geltungsdrang verfüge, drückte ich den Knopf der Gegensprechanlage und sang den Bullen im Headquarter ein lustiges Ständchen nach dem anderen. Von „Oi to the World“ (No Doubt/Vandals) bis zu „Killing me“ von den Stiletto Boys gab ich alles zum schlechten was mir gerade durch den Kopf ging._
    _Nach 3 oder 4 Songs aus meinem scheinbar nie endende Repertoire, hatten die Jungs im Headquarter dann aber doch die Schnauze voll und_ schmetterten mir durch die Gegensprechanlage allerübelsten Bauern Techno entgegen. Widerliche Bastarde! Natürlich verstießen sie damit wie schon des öfteren in dieser Nacht erneut gegen die Dienstvorschriften. Doch wie sollst Du das im Nachhinein beweisen? Gegebenenfalls ich hätte plötzlich kollabiert, wär‘ ich da unten still und heimlich verreckt. Schließlich konnten die Bullen etwaige Hilfeschreie nicht mehr hören. Doch lieber, sterben als sich von diesen Wichsern helfen zu lassen._
    Der Tekkno war wirklich unerträglich. Ich flackte mich wieder auf die Pritsche, zog mir die Decke über die Ohren und schlief nach endlosem Schäfchenzählen und 2 maligem onanieren ein.
    Wie ein Schlag ins Gesicht, wirkte einige Zeit später dann das grelle Neonlicht und ein merkwürdig krächzendes Geräusch, was mich wohl wecken sollte._
    Ich rieb mir die Augen und schaute durch das vergitterte Kellerfenster, das in_ Kopfhöhe angebracht war, hinaus. Hinter den Stäben wurde es bereits langsam hell, also mußte es langsam auf 6 Uhr zugehen. Ich fragte mich wieso die Wichser mich denn geweckt hatten, obwohl sich trotzdem niemand um mich kümmerte. Naja, eigentlich fragte ich mich es nicht. War schon klar, dass dies zum Teil der obligatorischen Schikane gehörte._
    _Jetzt verstrich die Zeit schier endlos. „Wo bleiben die nur?“. Ich schlappte zur Gegensprechanlage und schrie hinein daß ich jetzt endlich raus will. Doch das half auch nicht. Ich hatte keine Ahnung, wie lang ich hier noch festgehalten werden würde. Und wenn ich was hasste, dann war es Ungewissheit, dieses Gefühl zerrte enorm an meinen Nerven._
    Stunden später kam dann endlich die Wachablösung. Neue Schicht, neues Glück, dachte ich. Doch ich wurde natürlich eines besseren belehrt, die Witzfiguren waren genauso doof, wie ihre verfickten Kollegen aus der Nachschicht, wenn nicht noch dööfer!._
    Ein Dämlack sondergleichen öffnete mir die Tür und ich begrüßte ihn mit einem fröhlichen „Guten Morgen“ Er_ brachte mir meine Schuhe, meine kaputte Kette und meine Wertsachen. „Her Knack, sie können jetzt gehen!“ „Ich will aber nicht“ erwiderte ich, „Es gefällt mir hier sehr gut, ich möchte noch ein paar_ Tage bleiben“. Ungläubig schaute er mich an und meinte: „Sie müssen jetzt aber gehen“. Geknickt kontrollierte ich meine Wertsachen. Zu ihrem Glück fehlte nichts, nur eben das durchtrennte Glied meiner Kette. Bei der Rückgabe wollten die Träumer noch ne Unterschrift von mir haben die bestätigt daß ich alles ordnungsgemäß erhalten hätte. Aber auch diesen Gefallen konnte ich ihnen leider nicht tun. Ein jüngerer Polizist meinte, er müsse sich über mein Outfit lustig machen, woraufhin ich ihm riet sich mal objektiv im Spiegeln zu betrachten, bevor er hier ne Lippe riskiere. Daraufhin meinte er das ich das Häßliche in Person wäre, was für mich wiederum ein riesiges__ Kompliment_ war und mich ein wenig stolz machte. Ich wollte es mir zwar verkneifen, doch es fiel mir äußerst schwer_ meine Mundwinkel angesichts dieses Ausspruchs_ unter Kontrolle zu halten. Plötzlich mußte ich laut loslachen. Ähnlich ging es der jungen Politesse die das Schauspiel beobachtete. Auch sie mußte aufgrund solch gravierender Fehleinschätzung hinter seinem Rücken grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Das mich der Bulle beleidigte, gab mir endlich mal wieder einen neuen Motivationsschub. Jetzt wußte ich wenigstens wofür ich lebe wie ich lebe. Es wäre doch fatal wenn Dich so ne Drecksfresse hübsch finden würde! Was wäre Punk dann noch wert?
    _Ich zwinkerte der Politesse zu und verließ diese Stätte des Grauens._
    Als ich im Türrahmen stand und mich nochmals grinsend umblickte, rief mir ein Bulle, den ich noch aus der Nachtschicht kannte: „Frier schön Du Arschloch“ , hinterher._
    Doch damit konnte er mir meine gute Stimmung auch nicht vermiesen, schließlich freute ich mich auf mein Baby, das im kuschligen Bettchen auf mich wartete. Ganz im Gegensatz zu ihm. Ihn erwartete höchstwahrscheinlich ne Furie von Frau die ihm das Leben so zur Hölle macht, daß er seine Impotenz auf Arbeit abreagieren muß.
    Apropos Elvira: Diese ließ sich in jener Nacht von einem Bekannten zu den Bullen kutschieren und wollte mich sprechen oder zumindest sehen ,ob es mir gut ginge. Das Dreckspack ließ sie aber nicht herein, wahrscheinlich hatten sie Schiss vor Elviras Fäusten..._
    Als sie merkte, daß sie_ auch nicht auf eindringliches Einreden_ hereinkäme, beschimpfte sie die Bullen mit unflätigen Schimpfwörtern, in der Hoffnung man würde sie dafür auch verhaften. Doch der blöde Beamte an der Pforte reagierte auf die Worte die normalerweise nicht die Lippen einer Dame verlassen sollten, nur mit einem belächelnden: „Na, na - das ziemt sich aber nicht“.
    Was soll man dazu noch sagen? Das war schon ganz schön paradox: Elvira, hat sich vor der Bullenwache beamtenbeleidigungstechnisch auf jeden Fall weitaus mehr zu Schulden kommen lassen, als ich den gesamten Abend. Doch die Wichser interessierten sich ausschließlich_ für mich. Elvira konnte tun und lassen was sie wollte, den Bullen ging‘s am Arsch vorbei.... Wenn die mal ne Logik haben. Obwohl das wäre dann doch ein bißchen zuviel verlangt.
    Zwei Wochen später wurde dann mein Mitbewohner Tschän aufs Revier geladen und verhört, ob er bezeugen würde, daß ich und jetzt haltet euch fest, auf die Bullen mit nem Rasiermesser losgehen wollte. Der Hammer! Aus nem orangenen Billig-Einwegrasierer inklusive nicht abgenommener Schutzhülle wurde plötzlich ein Rasiermesser. Aus nem Gag wurde plötzlich ein tätlicher Angriff auf Polizeibeamte, für den ich mich jetzt vor Gericht verantworten muß. Hinzu kam eine Anklage wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, weil sie bei meiner Blutuntersuchung eben auch Cannabisrückstände gefunden hatten. Was das für mich zu bedeuten hat? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich muß ich wieder mal pissen gehen um meinen Führerschein nicht zu verlieren. Oder wenn’s dumm läuft_ gleich zur MPU antreten, die kein normaler Mensch bei den ersten 2 Versuchen durchsteht. Auf jeden Fall wird diese fuckin‘ Geschichte extrem teuer und euer armer Knack muß sich mal wieder nächtelang auf dem Strich herumtreiben um Geld nach Hause zu bringen._
    Im nächsten Pankerknacker werde ich euch dann von der Gerichtsverhandlung erzählen, bei der die Bullen sich vor dem Richter aufgrund ihrer haarsträubenden Anschuldigungen lächerlich machen werden._
    In diesem Sinne: „... hängt die Bullen auf und röstet ihre Schwänze“_ (Buttocks) ...
    Opa Knack


    Text ist nicht von mir.... und hab ihn auch nicht gelesen. Was steht denn drin?

    :eek:
     
  4. jonez

    jonez New Member

    habe ihn nicht gelesen, kann ich dir deshalb nicht sagen.













    p.s.
    so klein ist das aqua-bonbon rechts selten im forum!
     
  5. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam

    wieso? :crazy:
     
  6. MacFly

    MacFly Gast

    Hey macster....deine Story (fast so kurzgefasst wie das Brockhaus) ist echt power!!!!!!!!! Sahneeeeee!!!!!!!!
    tshüss ...geh jetzt pennen.

    Eine Frage noch...soll ich morgen zur uni? hmm...ich glaub ich überleg mir das wenn mein Wecker klingelt (meistens so und so weiterschlafen)
    Na dann

    juute Nacht
     
  7. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam



    Hmmmm wie soll ich sagen.... ja! Bei uns in der Region ist das so ne art Volkssport.....:)
     
  8. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam

    Mal sehen ob wir 100 Seiten und 10.000 Hits zusammen bekommen....:D
     
  9. teorema67

    teorema67 Active Member

    :xmas:
    Was ist denn das?
    Wo kommt denn der her?
     
  10. MarkusMueller

    MarkusMueller New Member

    Oh... ich habs gelesen... Naja macht nix
     
  11. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam

    Wer kommt wo her?:eek:
     
  12. teorema67

    teorema67 Active Member

    Der hier -> :xmas: <- Dieser undokumentierte Smiley!
     
  13. mifa

    mifa New Member

    ;( ;(

    will auch so einen...
     
  14. teorema67

    teorema67 Active Member

    Hier -> :xmas: <- Der ist für dich!!
     
  15. mifa

    mifa New Member

    DANKE!

    :xmas: :)
     
  16. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam

    Ach is ja süß! Ja is den heut scho weihnachten?:eek:


    Wie krich ich denn den smily in meinen Text?:embar:
    Hier kann man so etwas ja fragen, den threat liest ja keiner....
     
  17. maccie

    maccie New Member

    Wer kann hier lesen?

    Achtung: UMFRAGE!!!!!!!!!!!!!!
     
  18. Macci

    Macci ausgewandert.

    Den hat die großartige Smileydesignerin suj schon vor einiger Zeit entworfen und der Knecht Rupsires hat ihn zu den anderen gestellt.

    :xmas:
     
  19. macster24

    macster24 Ort: Amsterdam

    BooooOOOOOOOOOOoooooooMMMmmmmmmm:D
     
  20. jonez

    jonez New Member

    der arme kann ja kaum was sehen unter seiner mütze. aber sonst – respekt. ich sage nur: der faltenwurf!!
     

Diese Seite empfehlen